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rennmaus
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Also, ich weiß nicht, ob Anna FAS oder ADHS hatte, da müsste ich den Film noch mal sehen, und auch dann würde ich das nicht entscheiden wollen. Und wie gesagt, das Mädchen, dass am Ende Herrn Langer die Hand drückte und versprach, auch Karotten zu essen, hieß auch Anna. Dies wirkte auf mich völlig normal.

nochmal, es gibt sehr befremdliche Szenen in dem Film, wo ich den Sinn der Maßnahme nicht verstehen kann. Es gibt Szenen, die sich bei uns auf Arbeit tagtäglich abspielen und in denen wir ähnlich reagieren, weil wir wissen, dass genau dieses Verhalten und diese Reaktion dem kind helfen und wissen, dass das Drama jetzt abgezogen wird, weil das Verhalten in der interaktion mit den unfähigen Eltern erlernt wurde. Würde ein Außenstehender da ins Klassenzimmer reinkommen, würde er wohl auchd en Eindruck haben, hier werden Kinder misshandelt.

Ich finde den Film schlecht, weil er einblicke zu gewähren versucht, die er nicht gewähren kann. Die Klinik kann ich für mich nicht wirklich beurteilen.

Unsere Schüler, gerade die, die zu Hause keine Grenzen erleben, haben einen super kontakt zu uns und lieben uns. Sie bekommen Aufmerksamkeit , wenn sie spielen, fahrradfahren, den Mülleimer ausleeren, ein schönes Bild malen, mit uns im Schwimmbad Spaß haben.

Zu Hause bekommen sie Aufmerksamkeit während zweistündiger Mahlzeiten, wobei sich alle gegenseitig anschreien, die damit enden, dass das Kind zwei Tafeln Schokolade essen darf. Oder sie bekommen Aufmerksamkeit, wenn sie in die Schule gebracht werden und vor der Schule eine Stunde lang heulen, schreien und um sich schlagen, um nach meinem Eingreifen und dem Abschied von einer schlosshundartig heulenden Mama mich zu umarmen und zu fragen, was wir heute tolles miteinander machen. Ich kann den adipösen Mamas trotz intensiver Begleitung aber irgendwie nicht klar machen, dass sie lieber mit dem Kind Fahrrad fahren sollten... Zerknirscht
08.07.2019 20:52 rennmaus ist offline Beiträge von rennmaus suchen Nehmen Sie rennmaus in Ihre Freundesliste auf
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KleinerKlabauter
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Mal ein Beispiel dafür, was bei (m)einem schwer geschädigten FAS-Kind durch Erziehung möglich ist, und was nicht.

Vor einigen Wochen waren wir zu einem Geburtstag am späten Nachmittag eingeladen.
Mir war klar, dass es schwer werden würde, den Nachmittag zu überstehen, um dann erst gegen 16:30 Uhr zum Geburtstag aufzubrechen. Und so war es dann auch. Meine PT war "total drüber", aufgeregt, voller Vorfreude und konnte sich überhaupt nicht mehr regulieren, wurde sehr aggressiv usw.
Ich hatte angekündigt, dass ich den Geburtstag absage, wenn mein PK sich nicht mehr regulieren und "benehmen" kann.
Weil das Verhalten meiner PT wirklich unterirdisch war, habe ich also abgesagt. Wir sind nicht hin. Die Enttäuschung war groß.

Gestern, etwa zwei Wochen später, war dann Sommerfest im Kiga. Beginn 15 Uhr. Für uns auch eine extreme Herausforderung und für mein FAS-Kind kaum zu schaffen. Ich habe die Mittagsdosis Medikinet erst gegen 14 Uhr gegeben, damit wir den Nachmittag auf dem Sommerfest überstehen können.
Gegen 12 Uhr war die Vormittagsdosis verbraucht. Wir mussten also 2 Stunden ohne Medikament überstehen, ehe es aufs Fest ging. Ich habe meiner PT angekündigt, dass ich das Sommerfest ebenso absagen werde wie den Geburtstag neulich, falls sie hier über die Stränge schlägt. Dadurch konnte sie sich tatsächlich zusammenreißen und sich mit ihrem TipToi wartend auf die Treppe setzen, bis ich alles gepackt und das kleine Kind angezogen hatte.
(Eine enorme Leistung, die vermutlich beim nächsten Mal schon wieder nicht mehr klappt!)
Auf dem Fest ging dann zunächst alles gut. Gestern ging das Fest aber bis 17:30 Uhr, anstatt, wie geplant bis 17 Uhr. Die letzten 45 Minuten, als das MPH nicht mehr wirkte, waren für meine PT eine extreme Überforderung. Sie konnte sich nicht mehr gut regulieren. Zwar kam es zu keinen größeren Handgreiflichkeiten, aber sie begann, die Kinder sehr albern und überdreht reihum zu necken, indem sie diese unterm Kinn kitzelte. Sie verstand nicht, dass die Kinder das nicht wollten. Ich erklärte ihr mehrfach, dass XY das gerade nicht möchte. Es kam aber nicht mehr gut bei ihr an. Sie wurde immer aufgedrehter. Bei den Reigentänzen (Waldorfkindergarten) am Schluss tanzte sie wie ein wilder Derwisch, ließ sich ständig gröhlend auf den Boden fallen.
Dann kam das Lied, bei dem gesungen wird "wer ein rotes/grünes/blaues Kleidchen anhat ..." Also wer ein Kleidungsstück mit dieser Farbe an hat, darf in die Mitte des Kreises kommen und dort tanzen. Ihr Freund G. hatte ein weißes T-Shirt an und ist in die Mitte des Kreises gegangen, als die Farbe Weiß dran war.
Meine PT, die von der ganzen Situation, 200 Menschen abends um 17 Uhr, komplett überfordert war, war in Tränen aufgelöst und hat immer wieder gekreischt: "Aber G. hat kein weißes Kleid an, G. hat alles falsch gemacht!" Ich habe ihr erklärt, dass es um ein Kleidungsstück geht, nicht um ein Kleid.

Meine PT konnte sich nicht mehr beruhigen. Als das Fest aus war, habe ich mit den Kindern sehr schnell das Fest verlassen. Zuhause hat meine PT immer noch ständig aufgeregt gerufen, dass G. beim Tanzen "alles falsch gemacht habe". Ich habe immer wieder ruhig erklärt, wie das Lied gemeint war, und dass alles seine Ordnung hatte.
Meine PT war fix und fertig, sehr erschöpft. 2,5 Stunden Sommerfest vom Kindergarten, davon etwa 45 Minuten ohne Medikament. - Das Kind war davon völlig überfordert.

Als ich meine PT heute vom KiGa abgeholt habe (das Medikament hört meistens gegen Ende auf zu wirken, die letzte halbe Stunde muss meine PT es "ohne" schaffen), meinte diese, sie hätte gerade den G. gebissen, weil er gestern alles falsch gemacht hätte.


Das Beispiel soll aufzeigen, dass "Erziehung" bei schwer beeinträchtigten FAS-Kindern nur sehr begrenzt möglich ist. Und dass "ganz normale Dinge", wie ein Sommerfest oder eine Geburstagseinladung für ein solches Kind kaum bis gar nicht zu meistern sind.
Wenn ein Kind sich, seine Emotionen und Impulse in keinster Weise konrollieren kann, wenn das Gehirn Reize nicht filtern kann, dann werden alltägliche Dinge zur extremen Überforderung. Dann ist es dem Kind ohne die Hilfe eines passenden Medikaments gar nicht möglich, in unserer Welt zu "überleben".
08.07.2019 21:17 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von rennmaus

nochmal, es gibt sehr befremdliche Szenen in dem Film, wo ich den Sinn der Maßnahme nicht verstehen kann. Es gibt Szenen, die sich bei uns auf Arbeit tagtäglich abspielen und in denen wir ähnlich reagieren, weil wir wissen, dass genau dieses Verhalten und diese Reaktion dem kind helfen und wissen, dass das Drama jetzt abgezogen wird, weil das Verhalten in der interaktion mit den unfähigen Eltern erlernt wurde. Würde ein Außenstehender da ins Klassenzimmer reinkommen, würde er wohl auchd en Eindruck haben, hier werden Kinder misshandelt.



Was genau meinst du`?

Ich fand vor allem das Verhalten den Kleinkindern gegenüber schlimm. Die grobe und übergriffige Untersuchung beim Arzt, die Zwangstrennung in der Mäuseburg ohne zugewandte Ersatzbindungsperson, und das isolierte Schlafen ohne elterlichen Trost.

Die Szene am See fand ich eigentlich sogar ganz gut.
Mich hätte es wirklich interessiert, wie die Klinik mit älteren Kindern und deren Verhaltensauffälligkeiten umgeht. Davon wurde ja leider wenig gezeigt.
08.07.2019 21:35 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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Das kann ich absolut nachvollziehen.
Ähnliche Szenen habe ich hier auch.

Ich würde dir aber auch nicht raten, in die Gelsenkirchener Klinik zu gehen, weil du

1. um die Impulskontrollstörung deines Kindes weißt und sie (meistens) nicht persönlich nimmst

2. dennoch Grenzen setzt, wo es dir notwendig erscheint

3. ihr eine langfristige Bindung habt, die so hoffe ich - trotz einiger belastender Stresssituationen positiv ist und ihr

4. für euch und euer Familiensystem einen Weg des Zusammenlebens mit Lebensqualität für alle gefunden habt.


Wo schicke ich Eltern hin, bei denen dies alles nicht der Fall ist?
Wie arbeite ich mit Kindern, die aufgrund der Folgen solch gestörter Familiensysteme selbst in hochspezialisierten Förderschulen mit stabilen langfristigen liebevollen Bindungsangeboten den Rahmen sprengen?

Ich fände langfristige Familieneinrichtungen, in denen Eltern und Kinder Therapien und Hilfe bei der Alltagsbewältigung bekommen, eine schöne Lösung. Glaube mir, ich habe vor einigen Jahren in ganz Deutschland erfolglos danach gesucht...
08.07.2019 21:41 rennmaus ist offline Beiträge von rennmaus suchen Nehmen Sie rennmaus in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von rennmaus


Wo schicke ich Eltern hin, bei denen dies alles nicht der Fall ist?
Wie arbeite ich mit Kindern, die aufgrund der Folgen solch gestörter Familiensysteme selbst in hochspezialisierten Förderschulen mit stabilen langfristigen liebevollen Bindungsangeboten den Rahmen sprengen?




rennmaus, bist du schon einmal auf die Idee gekommen, dass das "Rahmensprengen" der Kinder nicht der schlechten Erziehung geschuldet sein könnte, sondern tatsächlich der hirnorganischen Störung?
Dein Ansatz ist sehr "erziehungs- und elternlastig". Aber vielleicht würden diese Kinder auch den Rahmen einer sehr guten Einrichtung oder Erziehungsstelle sprengen, solange sie nicht medikamentös eingestellt sind.

Gerade bei FAS (in schwerer Ausprägung) kommt man pädagogisch doch sehr schnell an seine Grenzen. Da braucht es einfach eine gute Medikation.

Ich meine, mich zu erinnern, in einem anderen Thread gelesen zu haben, dass du bei vielen deiner Schülern von einer Medikation abgeraten hast. Aber vielleicht ist es gerade das, was die Kinder brauchen würden!


Meine PT sprengt ohne Medis auch sämtliche Grenzen. Mit Medikamenten ist sie ein vollkommen unauffälliges, gut erzogenes, sehr freundliches und soziales Kind.
Das hat rein gar nichts mit Erziehung zu tun, sondern damit, dass jene Hirnzellen, die das soziale Verhalten steuern, so schwer geschädigt sind, dass sie diese Funktionen nicht mehr ohne Hilfe erfüllen können.

Vielleicht wäre deinen Schülern und den ganzen Familien mit einer Medikation gut geholfen und ein Großteil der Probleme zuhause und in der Schule wären Geschichte.
08.07.2019 21:51 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von KleinerKlabauter
[quote]Original von rennmaus

Ich fand vor allem das Verhalten den Kleinkindern gegenüber schlimm. Die grobe und übergriffige Untersuchung beim Arzt, die Zwangstrennung in der Mäuseburg ohne zugewandte Ersatzbindungsperson, und das isolierte Schlafen ohne elterlichen Trost.

Die Szene am See fand ich eigentlich sogar ganz gut.
Mich hätte es wirklich interessiert, wie die Klinik mit älteren Kindern und deren Verhaltensauffälligkeiten umgeht. Davon wurde ja leider wenig gezeigt.



Also, befremdlich fand ich die (älteren) Kinder im Mattenraum, die auf dem Boden saßen, und keiner sprach mit ihnen. Irgendwann sagte eine Begleiterin, die Zeit ist um. Und ein Kind fragte beim Hinausgehen, warum saßen wir da eigentlich? das habe ich mich auch gefragt.

Die Szene beim Arzt war mir nicht ganz klar, weil die meisten (auch sicher gebundenen) Kinder in der Untersuchungssituation heulen, das ist ganz normal. Die Mutter war ja im Raum, sie hätte das Kind auch selbst halten können. was sprach dagegen? ich fand den Arzt aber anders als hier geschrieben wurde, durchaus zugewandt und freundlich dem kind gegenüber.

In der Mäuseburg gab es mindestens eine zugewandte Person (die Schwester fand ich übrigens durchaus sympatisch und gar nicht kalt, aber vielelicht sind da die Empfindungen unterschiedlich) , sie wartete jedoch darauf, dass die Kinder mit ihr Kontakt aufnahmen,was durchaus Kinder auch machten. Soweit ich verstanden habe, kannten die Kinder die Betreuerin auch schon einige Tage. Und sie waren am ersten tag auch nur 1/2 Stunde dort., dies wurde dann gesteigert.

ein baby kam ins Schlaftraining, weil die Mutter ein 14 Stunden schreiendes Kind hatte und vielleicht das Kind irgendwann an die Wand geworfen hätte. 14 Schreiambulanzen hatten ihr nicht geholfen. Aber dennoch war hier eine Lösung notwendig. Und die gab es ja dann auch. wohl ich mich viel mit Schlafen beschäftigt habe, hätte ich auch keine andere gewusst.

In der Schule habe ich aktuell zwei Kinder, die bei jedem verspäteten Bringen (z.B. bei Arztterminen) eine halbstündige bis ganzstündige Show im Klassenzimmer abziehen, bei der sie sich heulend an der ebenfalls heulenden Mama festklammern. Ich schiebe inzwischen meist nach kurzer Zeit die Mams aus der tür und begleite sie zur Schultür, damit kürze ich die Szenen deutlich ab. Beide Kinder brechen beim Essen, (es sei denn, es gibt Süßigkeiten) schmeißen ihren Teller weg , holen sich anschließend einen Neuen, das volle programm eben. Beide lieben uns und genießen jede Minute bei uns. Und dennoch erlauben wir uns, ihnen beim Essen den Teller wegzunehmen, bieten Essen an (mitd en Alternativen Obst und Brot), setzen uns dazu und lesen ein Zeitung (übrigens schon vor dem Sehen des Films). und jedes Mal wird es im Verlauf der Woche besser. Und jedes Mal fangen wir am Montag von vorne an....

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von rennmaus: 08.07.2019 22:00.

08.07.2019 21:57 rennmaus ist offline Beiträge von rennmaus suchen Nehmen Sie rennmaus in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von KleinerKlabauter
Zitat:
Original von rennmaus


Wo schicke ich Eltern hin, bei denen dies alles nicht der Fall ist?
Wie arbeite ich mit Kindern, die aufgrund der Folgen solch gestörter Familiensysteme selbst in hochspezialisierten Förderschulen mit stabilen langfristigen liebevollen Bindungsangeboten den Rahmen sprengen?




rennmaus, bist du schon einmal auf die Idee gekommen, dass das "Rahmensprengen" der Kinder nicht der schlechten Erziehung geschuldet sein könnte, sondern tatsächlich der hirnorganischen Störung?

Ich meine, mich zu erinnern, in einem anderen Thread gelesen zu haben, dass du bei vielen deiner Schülern von einer Medikation abgeraten hast. Aber vielleicht ist es gerade das, was die Kinder brauchen würden!


.


Nein, ich habe nicht bei allen von einer Medikation abgeraten, aber ich habe bereits zu einer niedrigeren Dosierung geraten, weil das Kind auch mit einer geringeren Dosierung das Verhalten zeigen konnte, das es ihm möglich machte, gut durch den Tag zu kommen, und die Nebenwirkungen sehr heftig waren.

Die beiden Kinder, die aktuell in meiner Klasse sehr schwieriges Verhalten zeigen, bekommen übrigens schon Medikamente. Aber ihre Mütter sind beide psychisch labil (die eine ist regelmäßig in der psychiatrischen klinik, es ist aber nicht so schlimm, dass ihr Kind in eine Pflegefamilie kommt, da der psychiater ihr immer wieder bescheinigt, dass sie es ja doch schafft) und nicht in der Lage Grenzen zu setzen.

ich habe keinen Ansatz, ich habe unterschiedliche Kinder, die unterschiedliche Eltern haben.
Und da gibt es viele, die haben Impulskontrollstörungen und FAS und andere hirnorganische Störungen. Und vereinzelt auch welche, die haben dazu auch noch erziehungsunfähige Eltern. Und ich würde niemals pauschal jedem Kind und seinen Eltern von medikamenten ab und einer Verhaltenstherapie zuraten, genauso wenig wie für jedes Kind Medis das richtige sind, Verhaltenstherapie aber nicht.

Ich glaube dass das alles weit weniger einfach ist asl wir es gern hätten. Das gilt für die Gelsenkirchener Klinik, aber genauso für Menschen, die glauben, jeder könnte ebenso reflektiert sein Kind begleiten, wie es hier Gott sei dank viele können.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von rennmaus: 08.07.2019 22:15.

08.07.2019 22:08 rennmaus ist offline Beiträge von rennmaus suchen Nehmen Sie rennmaus in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von rennmaus

In der Schule habe ich aktuell zwei Kinder, die bei jedem verspäteten Bringen (z.B. bei Arztterminen) eine halbstündige bis ganzstündige Show im Klassenzimmer abziehen, bei der sie sich heulend an der ebenfalls heulenden Mama festklammern. Ich schiebe inzwischen meist nach kurzer Zeit die Mams aus der tür und begleite sie zur Schultür, damit kürze ich die Szenen deutlich ab. Beide Kinder brechen beim Essen, (es sei denn, es gibt Süßigkeiten) schmeißen ihren Teller weg , holen sich anschließend einen Neuen, das volle programm eben. Beide lieben uns und genießen jede Minute bei uns. Und dennoch erlauben wir uns, ihnen beim Essen den Teller wegzunehmen, bieten Essen an (mitd en Alternativen Obst und Brot), setzen uns dazu und lesen ein Zeitung (übrigens schon vor dem Sehen des Films). und jedes Mal wird es im Verlauf der Woche besser. Und jedes Mal fangen wir am Montag von vorne an....


Diese Vorgehensweise bei den Mahlzeiten finde ich übrigens vollkommen ok. Das kann man meiner Meinung nach nicht mit dem vergleichen, was in der Klinik gemacht wird.
In der Klinik wird meiner Meinung nach mit den existentiellen Grundbedürfnissen der Kinder gespielt, um Macht zu demonstrieren und den Kindern die "Rangordnung" klar zu machen.

Mein FAS-Kind hat auch Phasen, in denen es bei jeder Mahlzeit zu ständigen Provokationen kommt. (Kein Erbrechen oder so, aber auf den Tisch oder meinen Teller spucken, alle Lebensmittel/Butter anlecken.) Das Kind weiß glaube ich selbst nicht, warum es das tut. Ich ermahne dann und weil das Kind weitermacht, setze ich es dann mit dem Teller raus in den Flur. Auf den Teller möchte ich mir einfach nicht spucken lassen. Dieses Szenario hat sich hier über Wochen, wenn nicht Monate bei jeder Mahlzeit wiederholt. Obwohl das Kind sehr frustriert darüber war, draußen essen zu müssen, hat es sein Verhalten nicht geändert.
Irgendwann ist eine solche Phase dann so plötzlich vorbei, wie sie gekommen ist und die Mahlzeiten klappen wieder. Irgendwann kommt die Phase dann wieder.
08.07.2019 22:23 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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Original von rennmaus


Die Szene beim Arzt war mir nicht ganz klar, weil die meisten (auch sicher gebundenen) Kinder in der Untersuchungssituation heulen, das ist ganz normal. Die Mutter war ja im Raum, sie hätte das Kind auch selbst halten können. was sprach dagegen? ich fand den Arzt aber anders als hier geschrieben wurde, durchaus zugewandt und freundlich dem kind gegenüber.

..


Hast du beobachtet, wie grob die Untersuchung stattfand? Der Spiegel wurde dem Mädchen, das sich weinend gewehrt hat, gewaltsam in den Mund gedrückt. Als die Prozedur vorbei war, hat das Mädchen gehustet und ausgespuckt.


Den Eltern war es verboten, bei den Kindern zu stehen und diese zu trösten. Ihnen wurde gesagt, dass sie bei jedem Schreien des Kindes ein Schritt zurück gehen und sich von ihrem Kind weiter entfernen sollen.

Ein solches Vorgehen torpediert die Bindung!


Im Bonus-Track der DVD wird gesagt, dass diese Untersuchungen täglich stattfanden, auch ohne medizinische Indikation. Damit die Kinder sich "an den Stress gewöhnen" und immer weniger schreien.


Also unsere Kinderärztinnen würden allesamt niemals so grob mit einem Kind umgehen. Würden sie es tun, hätten sie mich das letzte Mal gesehen!

Der Arzt war doch nicht zugewandt. Er hat sich über die weinenden Kinder lustig gemacht. Der kleine blonde Junge war dem Weinen nahe, man sah in seinem Gesicht, dass er einen Kloß im Hals hatte und mit den Tränen kämpfte. Als er dann losweinte, meinte der Arzt :" Na, das haben wir doch schon vorher gesehen, dass gleich die Stimmung kippt ... am Schnütchen ..."

Normalerweise redet ein Arzt doch beruhigend und warmherzig auf ein Kind ein, während er es untersucht.

Diesen Arzt fand ich in seiner Ausstrahlung noch schlimmer als die versteinerten Schwestern. Er hatte keinerlei Schwingungs- und Empathiefähigkeit.
Der Psychologe, dieser Lange, der mit dem blonden Mädchen joggen war, hatte trotz allem so etwas wie Wärme und Zugewandheit. Er wirkte nicht lieblos oder grob. Der Arzt jedoch sehr.
So habe ich es empfunden.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von KleinerKlabauter: 08.07.2019 22:37.

08.07.2019 22:36 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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Original von KleinerKlabauter
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Original von rennmaus


Die Szene beim Arzt war mir nicht ganz klar, weil die meisten (auch sicher gebundenen) Kinder in der Untersuchungssituation heulen, das ist ganz normal. Die Mutter war ja im Raum, sie hätte das Kind auch selbst halten können. was sprach dagegen? ich fand den Arzt aber anders als hier geschrieben wurde, durchaus zugewandt und freundlich dem kind gegenüber.

..


Hast du beobachtet, wie grob die Untersuchung stattfand? Der Spiegel wurde dem Mädchen, das sich weinend gewehrt hat, gewaltsam in den Mund gedrückt. Als die Prozedur vorbei war, hat das Mädchen gehustet und ausgespuckt.


Den Eltern war es verboten, bei den Kindern zu stehen und diese zu trösten. Ihnen wurde gesagt, dass sie bei jedem Schreien des Kindes ein Schritt zurück gehen und sich von ihrem Kind weiter entfernen sollen.

Ein solches Vorgehen torpediert die Bindung!

Der Arzt war doch nicht zugewandt. Er hat sich über die weinenden Kinder lustig gemacht. Der kleine blonde Junge war dem Weinen nahe, man sah in seinem Gesicht, dass er einen Kloß im Hals hatte und mit den Tränen kämpfte. Als er dann losweinte, meinte der Arzt :" Na, das haben wir doch schon vorher gesehen, dass gleich die Stimmung kippt ... am Schnütchen ..."
Normalerweise redet ein Arzt doch beruhigend und warmherzig auf ein Kind ein, während er es untersucht.


Super, da sind wir uns doch in einigem einig.
Wie gesagt, dass die Eltern das Kind nicht selbst halten durften, konnte ich auch nicht nachvollziehen. Der Arzt sah das Kind an und erklärte ruhig und sachlich, was er tun würde.
Dann kommentierte er, wie sich das Kind verhielt. ich denke, er tut dies, um der mutter mitzuteilen, das, was du da siehst ist eine ganz normale reaktion, und wir können jetzt weitermachen, dann beruhigt sich das Kind. mache in in etwa genauso wenn meine zwei Schüler erziehungsschwieriger Eltern heulen, weil Mama geht.

dass die untersuchungen täglich stattfinden, wusste ich nicht, halte ich für sinnlos.


meine erfahrung mit leider zu vielen Eltern ist, dass manche trennungsängste manchmal erst entstanden sind, weil die eltern selbst die trennungsängste haben, und diese das Kind wiederspiegelt. eine Essstörung entstanden ist, weil das Kind ein paar mal nicht gegessen hat, die (meist ebenfalls essgestörte) mama aus dem essen ein drama gemacht hat (aber Kind, du musst doch), und sich am schluss auf dinge einließ, die jedem gesunden menschenverstand widersprechen. In dem fall muss Mama lernen und mitrleben, dass das Kind auch anders kann, wenn man es ihm zutraut.

ich kann dir von Kindern ohne Regulationsstörung erzählen, die ausschließlich Chicken Nuggets aßen (und mein Team hatte den täglichen Auftrag der Mutter, diese beim nahegelegen MD mit dem kind während der unterrichtszeit einzukaufe verwirrt , ich hatte ein weiteres Kind, dem ich nach wunsch der mutter 3 mal täglich CurryKing warm machen sollte (schwer pflegeabhängig und stark übergewichtig), denn irgendwas müsse das kind essen, und sie sei froh, dass es endlich etwas gfeunden hätte, das ihm schmeckt, ein kind dessen Mutter die komplette erste Klasse auf einem Stuhl vor dem klassenzimmer verbrachte (nachdem ich sie aus dem klassenzimmer, wo sie die ersten Wochen verbracht hatte, hinausgeschmissen hatte, übrigens bei der androhung einer dienstaufsichtsbeschwerde) mit der Begründung, sie wolle schnell zur Stelle sein, wenn das Kind weine.


insgesamt, wie ich hier mehrfach geschrieben habe, bin ich kein ungeteilter befürworter dessen, was ich im film gesehen habe, es gibt aber einiges, wo ich eben auch so schnell keine bessere lösung auf der hand hätte, und einiges, was ich ähnlich praktiziere. deshalb kann ich mich dem allgemeinen entsetzen nicht ungeteilt anschließen.

Ich befürchte, dass bei den oben beschrieben schülern die eltern eine kurzfristige lösung bevorzugen und bei mir als langfristige begleiterin die gleichen diskussionen anfangen, wie sie die mit ihrem kind haben, weil ich zu nah dran bin. oft genug erlebt. diese eltern würde ich gern mal mit dem holzhammer bearbeiten, der den methoden der klinik vorgeworfen wird. leider weiß ich nicht, wie dies ohne die kinder gehen soll.

einen wesentlichen unterschied sehe ich allerdings darin, dass meine Schüler eine langfristige positive Bindung zu mir haben. das finde ich in einem dreiwöchigen klinikaufenthalt problematisch. deshalb wäre mein ansatz für solche familien eine langfristige begleitung in einer stationären unterbringung, wo nicht in drei wochen ein erfolg her muss. Zahlt aber keiner.

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Original von rennmaus

einen wesentlichen unterschied sehe ich allerdings darin, dass meine Schüler eine langfristige positive Bindung zu mir haben. das finde ich in einem dreiwöchigen klinikaufenthalt problematisch. deshalb wäre mein ansatz für solche familien eine langfristige begleitung in einer stationären unterbringung, wo nicht in drei wochen ein erfolg her muss. Zahlt aber keiner.


Einen entscheidenden Unterschied sehe ich vor allem auch im Alter der Kinder.
Die Kinder im Film waren 1-2-jährige! Also in einem Alter, in dem sie kognitiv noch gar nicht begreifen können, was mit ihnen geschieht. Und in dem sie die Sicherheit von Mama und Papa noch brauchen.
Für ältere Kinder, so ab 4-5 Jahren halte ich die Klinik nicht so extrem schädlich. Für die ganz Kleinen aber eine Katastrophe.
Auch Säuglinge MÜSSEN in die Mäuseburg. Die Kinder sollen sich mehrmals täglich trennen, bevor sie sicher gebunden sind.
09.07.2019 07:22 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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rennmaus
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Und wenn ein ein-bis zweijähriges Kind mit enormen Trennungsstress reagiert, weil eben auch Mama mit enormen Trennungsstress reagiert, aber eine Krippenunterbringung aus familiären oder sonst welchen Gründen unumgänglich ist? wie helfe ich der mutter den stress auszuhalten? doch nur, indem sie sehen kann, dass ihr kind sich selbst beruhigen kann.

nebenbei sind wir hier auch bei einer gesamtgesellschaftlichen diskussion: Warum müssen flächendeckend ein bis zweijährige in die krippe? wie gesagt, das ganze ist mir zu komplex, um der klinik einseitig den schwarzen peter zuzuschieben...
09.07.2019 07:35 rennmaus ist offline Beiträge von rennmaus suchen Nehmen Sie rennmaus in Ihre Freundesliste auf
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Original von rennmaus
Und wenn ein ein-bis zweijähriges Kind mit enormen Trennungsstress reagiert, weil eben auch Mama mit enormen Trennungsstress reagiert, aber eine Krippenunterbringung aus familiären oder sonst welchen Gründen unumgänglich ist? wie helfe ich der mutter den stress auszuhalten? doch nur, indem sie sehen kann, dass ihr kind sich selbst beruhigen kann.

nebenbei sind wir hier auch bei einer gesamtgesellschaftlichen diskussion: Warum müssen flächendeckend ein bis zweijährige in die krippe? wie gesagt, das ganze ist mir zu komplex, um der klinik einseitig den schwarzen peter zuzuschieben...


Ja eben! Bei ein- bis zweijährigen Kindern sind Trennungsängste entwicklungspsychologische völlig normal und ja sogar wichtig.
Warum muss ein Kind eine solche Tortur in einer Klinik durchmachen, weil die Eltern arbeiten gehen wollen/müssen.


Eines ist sicher, falls die Kinder davor sicher gebunden waren, sind sie es danach nicht mehr.


Falls ein Kind sich in dem Alter (zu Recht!) noch nicht trennen kann/ will, so müssen die Eltern eben monatelang eingewöhnen oder eine andere Lösung (Tagesmutter) finden. Aber dem Kind den Schwarzen Peter ("Regulationsstörung") zuzuschieben ... löst das "Problem" auf dem Rücken der Kinder. Das Problem haben doch aber die Erwachsenen, die von einem Kleinstkind etwas erwarten, das es noch gar nicht leisten KANN.
09.07.2019 07:46 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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Und wenn ein ein-bis zweijähriges Kind mit enormen Trennungsstress reagiert, weil eben auch Mama mit enormen Trennungsstress reagiert, aber eine Krippenunterbringung aus familiären oder sonst welchen Gründen unumgänglich ist? wie helfe ich der mutter den stress auszuhalten? doch nur, indem sie sehen kann, dass ihr kind sich selbst beruhigen kann.

nebenbei sind wir hier auch bei einer gesamtgesellschaftlichen diskussion: Warum müssen flächendeckend ein bis zweijährige in die krippe? wie gesagt, das ganze ist mir zu komplex, um der klinik einseitig den schwarzen peter zuzuschieben...


sorry, aber da kann ich nur mit dem Kopf schütteln Schreck Schreck

das was da in der Mäuseburg abging, macht man nich mit Kindern Mosch Mosch

kein Trost, keine Ansprache, einfach so in der Ecke stehen lassen geschockt geschockt

als feinfühlige Erzieherin versuche ich Kontakt mit dem Kind aufzunehmen und das hat hier gefehlt.
Selbst die Erzieherin, die sich dann auf den Boden gesetzt aht und den Lego Stein kreiseln lies, hat hier sehr lieblos gewirkt

nicht einmal in unserem "Dorfkindergarten" gibt es solche Zustände


und wie gesagt--beim Essen muss man nicht alles durchgehen lassen, mache ich auch nicht--aber in dieser Klinik Schreck so lieblos, so respektlos dem Kind gegenüber geschockt

ich würde auch ein älters Kind NIEMALS in dieser Klinik lassen

wie schon geschrieben---gute Ansätze ABER ganz schlechte Ausführung

rennmaus ich sehe hier auch ganz klar die Problematik, dass nicht genügend mit den Eltern gearbeitet wird. Die Eltern sind der Dreh- und Angelpunkt.

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Die Mutter war ja im Raum, sie hätte das Kind auch selbst halten können. was sprach dagegen?
..


Mein Kinderarzt führt die "U " Untersuchungen nur in Abwesenheit der Mütter durch. Warum ?

Weil die meisten Mütter ihr Kind nur festhalten und trösten würden ( wo es nichts zu trösten gibt )

An einer ganz normalen Untersuchung tut nichts weh..da gibts nichts zu trösten.

Man kann das Kind schlecht beurteilen, wenn die Mütter antworten anstatt dem Kind die Möglichkeit zu geben, wenn die Mütter sagen " SO musst du den Strich machen " usw

( ICH bleibe bei den U-Untersuchungen anwesend und halte mich zurück, wenn das Kind aktiv werden soll )

Im Kinderkrankenhaus bat mich eine Mutter die 24/24 neben ihrem Kind saß, sie sofort zu rufen, falls das schlafende Kind aufwachen würde, denn es würde sonst jämmerlich schreien und nach ihr verlangen.
Kind wurde wach und fing an zu spielen...fragte garnicht nach der Mutter.

Die kam 5 Min später und war erstaunt und fragte fast schon beleidigt : " Wieee? Du hast mich garnicht vermisst ? "

Also Mütter, die in die Kathegorie fallen, wie Rennmaus es täglich erlebt.





Hast du beobachtet, wie grob die Untersuchung stattfand? Der Spiegel wurde dem Mädchen, das sich weinend gewehrt hat, gewaltsam in den Mund gedrückt. Als die Prozedur vorbei war, hat das Mädchen gehustet und ausgespuckt.


Ich hab noch kein Kind gesehen was NICHT würgt wenn es im Mund untersucht wird.

" gewaltsam in Mund gedrückt " ...naja...



Den Eltern war es verboten, bei den Kindern zu stehen und diese zu trösten. Ihnen wurde gesagt, dass sie bei jedem Schreien des Kindes ein Schritt zurück gehen und sich von ihrem Kind weiter entfernen sollen.

Ein solches Vorgehen torpediert die Bindung!

Aber nicht, wenn die Eltern sofort danach das Kind im Arm haben.Das niedliche Lockenköpfchen war doch sofort ruhig als es bei Mama auf dem Arm war.
Ich bin mir sicher, dass bei keinem Kind eine Untersuchung auf dem Arm der Mutter möglich gewesen wäre.
Weil die Mütter klammern.




Der Arzt war doch nicht zugewandt. Er hat sich über die weinenden Kinder lustig gemacht. Der kleine blonde Junge war dem Weinen nahe, man sah in seinem Gesicht, dass er einen Kloß im Hals hatte und mit den Tränen kämpfte. Als er dann losweinte, meinte der Arzt :" Na, das haben wir doch schon vorher gesehen, dass gleich die Stimmung kippt ... am Schnütchen ..."

Normalerweise redet ein Arzt doch beruhigend und warmherzig auf ein Kind ein, während er es untersucht.


Ich fand es überhaupt nicht schlimm. Er hat sich nicht lustig gemacht.Mein Kinderarzt ist da nicht so sanft wie dieser Arzt.


So habe ich es empfunden.

Natürlich hat da jeder seine eigenen Empfindungen.







09.07.2019 09:18 Multimum ist offline Beiträge von Multimum suchen Nehmen Sie Multimum in Ihre Freundesliste auf
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Original von rennmaus


Die Mutter war ja im Raum, sie hätte das Kind auch selbst halten können. was sprach dagegen?
..


Mein Kinderarzt führt die "U " Untersuchungen nur in Abwesenheit der Mütter durch. Warum ?

Weil die meisten Mütter ihr Kind nur festhalten und trösten würden ( wo es nichts zu trösten gibt )

An einer ganz normalen Untersuchung tut nichts weh..da gibts nichts zu trösten.

Man kann das Kind schlecht beurteilen, wenn die Mütter antworten anstatt dem Kind die Möglichkeit zu geben, wenn die Mütter sagen " SO musst du den Strich machen " usw

( ICH bleibe bei den U-Untersuchungen anwesend und halte mich zurück, wenn das Kind aktiv werden soll )

Im Kinderkrankenhaus bat mich eine Mutter die 24/24 neben ihrem Kind saß, sie sofort zu rufen, falls das schlafende Kind aufwachen würde, denn es würde sonst jämmerlich schreien und nach ihr verlangen.
Kind wurde wach und fing an zu spielen...fragte garnicht nach der Mutter.

Die kam 5 Min später und war erstaunt und fragte fast schon beleidigt : " Wieee? Du hast mich garnicht vermisst ? "

Also Mütter, die in die Kathegorie fallen, wie Rennmaus es täglich erlebt.





Hast du beobachtet, wie grob die Untersuchung stattfand? Der Spiegel wurde dem Mädchen, das sich weinend gewehrt hat, gewaltsam in den Mund gedrückt. Als die Prozedur vorbei war, hat das Mädchen gehustet und ausgespuckt.


Ich hab noch kein Kind gesehen was NICHT würgt wenn es im Mund untersucht wird.

" gewaltsam in Mund gedrückt " ...naja...



Den Eltern war es verboten, bei den Kindern zu stehen und diese zu trösten. Ihnen wurde gesagt, dass sie bei jedem Schreien des Kindes ein Schritt zurück gehen und sich von ihrem Kind weiter entfernen sollen.

Ein solches Vorgehen torpediert die Bindung!

Aber nicht, wenn die Eltern sofort danach das Kind im Arm haben.Das niedliche Lockenköpfchen war doch sofort ruhig als es bei Mama auf dem Arm war.
Ich bin mir sicher, dass bei keinem Kind eine Untersuchung auf dem Arm der Mutter möglich gewesen wäre.
Weil die Mütter klammern.




Der Arzt war doch nicht zugewandt. Er hat sich über die weinenden Kinder lustig gemacht. Der kleine blonde Junge war dem Weinen nahe, man sah in seinem Gesicht, dass er einen Kloß im Hals hatte und mit den Tränen kämpfte. Als er dann losweinte, meinte der Arzt :" Na, das haben wir doch schon vorher gesehen, dass gleich die Stimmung kippt ... am Schnütchen ..."

Normalerweise redet ein Arzt doch beruhigend und warmherzig auf ein Kind ein, während er es untersucht.


Ich fand es überhaupt nicht schlimm. Er hat sich nicht lustig gemacht.Mein Kinderarzt ist da nicht so sanft wie dieser Arzt.


So habe ich es empfunden.

Natürlich hat da jeder seine eigenen Empfindungen.









natürlich hat jeder seine eigenen Empfindungen, sehe ich auch so

bei deienm Kinderarzt würde ich mich allerdings nicht wohl fühlen Zerknirscht

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09.07.2019 09:27 KUH-VADIS ist offline Beiträge von KUH-VADIS suchen Nehmen Sie KUH-VADIS in Ihre Freundesliste auf
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So habe ich es empfunden.

Natürlich hat da jeder seine eigenen Empfindungen.





So ist es.
Ich war ein sehr sensibles Kind und bin jetzt noch ein sensibler Mensch, und entsprechend kann ich mich sehr gut in das Erleben von kleinen Kindern einfühlen.

Wer eher ein "robustes" Naturell hat, wäre vielleicht der Meinung, man könne auch übertreiben und Kinder "verhätscheln", wenn man behutsam mit ihnen umgeht.

Eines meiner Kinder gehört auch zur "robusten" Sorte, das andere ist hochsensibel. Mein sensibles PK wäre nach 3 Wochen in dieser Klinik schwer traumatisiert gewesen!

Das sensible Kind lässt sich gut untersuchen und ist sehr kooperativ, wenn man feinfühlig mit ihm umgeht. Hätten wir aber einen lieblosen Kindeerarzt wie der dieser Klinik, würde das Kind vermutlich auch weinen und sich auf meinen Arm flüchten wollen. (Und ich hätte umgehend den Kinderarzt gewechselt!)


Wenn man die Gefühle und Grenzen kleiner Menschen respektiert, braucht man für jede Untersuchung einfach etwas länger, man muss auf die Kinder eingehen und ihnen durch ein behutsames Vorgehen die Angst nehmen.
Der Klinikarzt übertritt sehr grob die Grenzen der Kinder. Die Kinder sind noch zu klein, um kognitiv begreifen zu können, dass eine ärztliche Untersuchung wichtig ist.

Durch ein solches Verhalten lernen Kinder, dass ihre Wahrnehmung falsch ist. Dass Erwachsene ihre Grenzen übertreten dürfen, ihnen unangenehme Gefühle und Angst machen dürfen, und die Eltern sie dabei nicht schützen.

Ich finde das sehr sehr gefährlich. Ich habe es schon einmal geschrieben im Herbst, als es um die Klinik ging. Diese Kinder werden später leichter Missbrauchs-Opfer, als Kinder, die sich sicher sein können, dass die Eltern ihnen in der Not zur Seite stehen.

Gerade diese Untersuchungssituationen sollte kein Kind auf diese Weise ohne Erklärung und die elterliche Sicherheit in unmittelbarer (körperlicher) Nähe über sich ergehen lassen müssen!
09.07.2019 09:33 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
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sorry, aber da kann ich nur mit dem Kopf schütteln Schreck Schreck

das was da in der Mäuseburg abging, macht man nich mit Kindern Mosch Mosch

kein Trost, keine Ansprache, einfach so in der Ecke stehen lassen geschockt geschockt

als feinfühlige Erzieherin versuche ich Kontakt mit dem Kind aufzunehmen und das hat hier gefehlt.
Selbst die Erzieherin, die sich dann auf den Boden gesetzt aht und den Lego Stein kreiseln lies, hat hier sehr lieblos gewirkt



und wie gesagt--beim Essen muss man nicht alles durchgehen lassen, mache ich auch nicht--aber in dieser Klinik Schreck so lieblos, so respektlos dem Kind gegenüber geschockt


wie schon geschrieben---gute Ansätze ABER ganz schlechte Ausführung

rennmaus ich sehe hier auch ganz klar die Problematik, dass nicht genügend mit den Eltern gearbeitet wird. Die Eltern sind der Dreh- und Angelpunkt.


Gerade die kreiselnde Erzieherin habe ich in vielen Szenen positiv begleitend und wertschätzend, zum beispiel beim Gespräch über kinder, aber auch ind er Essszene mit dem Flüchtlingsmädchen erlebt. Ich habe es wie gesagt so verstanden, dass sie den Kindern durchaus bekannt war, bevor diese in die Mäuseburg gingen. Auch ich kenne von meinem kindergarten die methode "kinder kommen zu lassen ", nicht ausschießlich, aber ich ging davon aus, dass die kinder die betreuerin schon mehrere tage kannten verwirrt Da der Film nur kurze momentaufnahmen zeigte, bleibt für mich vieles unklar und offen.



ansonsten sind wir uns in vielem einig. ich habe an mehreren Stellen geschrieben, dass ich einige szenen im film befremdlich finde. ich habe ebenfalls an mehreren stellen geschrieben, dass ich glaube, dass es andere einrichtungen bräuchte. ich habe auch geschrieben, dass ich mir manche szene beim essen ähnlich denen in der klinik "leisten" kann,da meine schüler eine sichere und positive bindung zu den mitarbeiterinnen in meiner klasse haben. das halte ich in drei wochen klinikaufenthalt für schwierig.

ich sehe auf der anderen seite eltern, und zwar tagtäglich durch meinen beruf, die in der beziehung mit ihren kindern in absoluter not sind. und ich sehe noch kaum ärzte, die sich damit beschäftigen,wie diesen eltern geholfen werden kann, viel zu wenige (gar keine?) einrichtungen, die familien in solcher not begleiten, keine kliniken, die mit der gesamten familie über einen langen zeitraum arbeiten.

wenn wir die klinik anprangern, dann müssen wir doch bitte auch darüber reden, dass es alternativen bräuchte, und diese bezahlt werden müssen. offenbar funktioniert doch das ganze (die kinder hinterher) in vielen fällen. und das ist doch das, was den familien hilft.

ich kann mich hinsetzen und sagen, die methoden sind schrecklich, die klinik gehört geschlossen. und dann?

mich nervt einfach der ganze shitstorm, ohne dass den vielen menschen, die sich sicherlich nicht unberechtigt zu wort melden, bewusst ist, dass es familiensysteme am abgrund, aber so gut wie keine hilfe in unserem wunderbaren land gibt.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von rennmaus: 09.07.2019 10:12.

09.07.2019 09:57 rennmaus ist offline Beiträge von rennmaus suchen Nehmen Sie rennmaus in Ihre Freundesliste auf
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sorry, aber da kann ich nur mit dem Kopf schütteln Schreck Schreck

das was da in der Mäuseburg abging, macht man nich mit Kindern Mosch Mosch

kein Trost, keine Ansprache, einfach so in der Ecke stehen lassen geschockt geschockt

als feinfühlige Erzieherin versuche ich Kontakt mit dem Kind aufzunehmen und das hat hier gefehlt.
Selbst die Erzieherin, die sich dann auf den Boden gesetzt aht und den Lego Stein kreiseln lies, hat hier sehr lieblos gewirkt



und wie gesagt--beim Essen muss man nicht alles durchgehen lassen, mache ich auch nicht--aber in dieser Klinik Schreck so lieblos, so respektlos dem Kind gegenüber geschockt


wie schon geschrieben---gute Ansätze ABER ganz schlechte Ausführung

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Können wir mal bitte das schwarz-weiß-denken abschalten?!

Kuh-Vadis, ich habe an mehreren Stellen geschrieben, dass ich einige szenen im film befremdlich finde. ich habe ebenfalls an mehreren stellen geschrieben, dass ich glaube, dass es andere einrichtungen bräuchte. ich habe auch geschrieben, dass ich mir manche szene beim essen ähnlich denen in der klinik "leisten" kann,da meine schüler eine sichere und positive bindung zu den mitarbeiterinnen in meiner klasse haben. das halte ich in drei wochen klinikaufenthalt für schwierig.

ich sehe auf der anderen seite eltern, und zwar tagtäglich, die in der beziehung mit ihren kindern in absoluter not sind. und ich sehe noch kaum ärzte, die sich damit beschäftigen,
wie diesen eltern geholfen werden kann, viel zu wenige (gar keine?) einrichtungen, die familien in solcher not begleiten, keine kliniken, die mit der gesamten familie über einen langen zeitraum arbeiten.

wenn wir die klinik anprangern, dann müssen wir doch bitte auch darüber reden, dass es alternativen bräuchte, und diese bezahlt werden müssen. offenbar funktioniert doch das ganze (die kinder hinterher) in vielen fällen. und das ist doch das, was den familien hilft.

ich kann mich hinsetzen und sagen, die methoden sind schrecklich, die klinik gehört geschlossen. und dann?


naja-"schwarz/weiß denken" habe ich sicherlich nicht Zerknirscht

und auch ich schrieb ja--gute Ansätze aber schlechte Ausführung

die Klinik schließen? nicht umbedingt,vielleicht einfach mal überdenken

und ja--auch ich finde es wird zuwenig für die betroffenen Familien getan--sei es hier im Gesundheitswesen oder auch im Bereich der Jugendämter

ganz oft habe ich im Rahmen der BRPF Kinder, bei denen ich sicher bin, wenn den Müttern (oft junge Mütter) eine erfahrene "Ersatzfamilie" zur Seite gestellt werden würde, dass diese Mütter ihre Kinder würden "groß" ziehen können. Aber solche Hilfsangebote sind in unserer Gesellschaft nicht vorgesehen, bzw. werden nicht bezahlt, oder es gibt zuwenig davon Zerknirscht Zerknirscht

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09.07.2019 10:06 KUH-VADIS ist offline Beiträge von KUH-VADIS suchen Nehmen Sie KUH-VADIS in Ihre Freundesliste auf
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Super, Kuh-Vadis, dann sind wir uns ja in vielem einig!
09.07.2019 10:13 rennmaus ist offline Beiträge von rennmaus suchen Nehmen Sie rennmaus in Ihre Freundesliste auf
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Original von KUH-VADIS


ich würde auch ein älters Kind NIEMALS in dieser Klinik lassen




Ich auch nicht. Aber ein älteres Kind könnte die "Therapie" vermutlich eher überstehen, ohne ernsthaft traumatisiert zu werden.

Die Körpersprache des blonden Mädchens beim Abschlussgespräch mit dem Psychologen spricht Bände.
Herr Lange (so hieß er doch?) fragt: "Und was machst du nun zuhause?" Das Kind sagt "Hören". Am Schluss sagt der Psychologe, wenn es zuhause nicht klappen sollte, dürfe das Kind nochmal herkommen. Das Kind nickt verlegen, sitzt dabei auf seinen Händen und beißt sich auf die Unterlippe.

Der innere Druck, unter dem das Kind steht, wird durch seine Körpersprache auch beim ansonsten "nett wirkenden" Abschlussgespräch deutlich.

Man darf nicht außer Acht lassen, dass die Themen für die Kinder existenziell sind. Ein Kind mit Eßstörung läuft Gefahr, zu verhungern. Diese existenziellen (das heißt Leben erhaltende oder zerstörende) Themen und Bedürfnisse der Kinder werden benutzt bzw. werden missbraucht, um die Macht der Erwachsenen zu demonstrieren. Die Kinder werden "in die Knie gezwungen". Man lässt sie so lange "im Machtkampf zappeln", bis sie sich entweder freiwillig dem Willen der Erwachsenen unterwerfen, oder bis sie - bei ganz willensstarken Kindern - sondiert werden müssen.

Und es gibt mit Sicherheit auch andere Kliniken, die erfolgreich und mit anderen Methoden arbeiten. Aktuell wurde ja nur über diese eine Klinik berichtet.
Aber andere Kinder und deren Eltern mit ähnlichen Problemen, die nicht in dieser Klinik waren, finden auch Auswege aus der Störung.
Wobei ich z.B. beim Flüchtlingsmädchen gar keine lebensbedrohliche Eßstörung gesehen habe. Das Kind war wohlgenährt und offensichtlich ohne gesundheitliche Probleme. Dass es traumatisiert war, sah man an den sehr langsamen Bewegungen des Kindes, es wirkte immer wieder wie "eingefroren". Das Trauma wurde aber nicht benannt, sondern über das Mädchen gesagt, es sei eben "träge".

Nein, also ich kann da wirklich nur immer wieder den Kopf schütteln.
09.07.2019 10:23 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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Original von KleinerKlabauter
Dass es traumatisiert war, sah man an den sehr langsamen Bewegungen des Kindes, es wirkte immer wieder wie "eingefroren". Das Trauma wurde aber nicht benannt, sondern über das Mädchen gesagt, es sei eben "träge".

Nein, also ich kann da wirklich nur immer wieder den Kopf schütteln.



Wenn ich im letzten Jahr meine PT gefilmt hätte, wie sie sich in pubertärer " Bestform" verhalten hat, würdest du sie auch traumatisiert nennen.


Anstrengungsverweigerung wie sie im Buche steht.

Sobald ich auch nur andeutete : mach mal etwas schneller...wurde nur noch im Schneckentempo gelaufen.

Zum Haare kämmen war die Hand zu schwach....

Plötzlich wusste sie nicht mehr, wie man sich einen Pulli auszieht oder Schuhe bindet. Alles wurde mit voller Absicht ungeschickt und mega langsam gemacht.


Nur um mich zu provozieren damit ich sage " mach !! " und sie dann " nö " erwiedern konnte.

Tolle Machtspielchen.


Es gibt nicht nur traumatisierte, arme Kinder / Pflegekinder.

Es gibt Kinder, die aufgrund der falschen Erziehung ( wie rennmaus sie beschreibt ) zu absoluten Tyrannen werden.

Ob dir das passt oder nicht Kleiner Klabauter, es ist so.


Ich könnte ein Buch über solche Fälle schreiben.
09.07.2019 11:57 Multimum ist offline Beiträge von Multimum suchen Nehmen Sie Multimum in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Multimum

Es gibt nicht nur traumatisierte, arme Kinder / Pflegekinder.

Es gibt Kinder, die aufgrund der falschen Erziehung ( wie rennmaus sie beschreibt ) zu absoluten Tyrannen werden.

Ob dir das passt oder nicht Kleiner Klabauter, es ist so.


Ich könnte ein Buch über solche Fälle schreiben.


Ja, seltsam, dass du so viele davon kennst. Ich kenne, wenn ich mich recht besinne, kein einziges.

Aber dass Zarah, das Flüchtlingsmädchen, traumatisiert ist, ist allein aus den Umständen der Familie sehr wahrscheinlich. Die Eßprobleme begannen nach Aussage der Mutter nach der Flucht nach Deutschland.
Und wie ein Tyrann sah das Kind ganz und gar nicht aus. Eigentlich keines der Kinder. Außer vielleicht das Mädchen, das die Mutter schlug und mit der Gabel geworfen hat. Das sah aber, wie gesagt, nach FAS aus.

Ich glaube nicht an die Tyrannenstorys und auch nicht an die Theorien der Klinik, dass alle Kinder "kleine Strategen" sind, die nichts anderes wollen, als ihre Eltern zu beherrschen.
Das erlebe ich so nicht, sondern eher im Gegenteil. Dass Kinder kooperieren wollen, und dass man sie durch einen respektvollen Umgang und gutes Vorleben zu einem sehr guten Sozialverhalten hinführen kann. Natürlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten. (Bei hirnorganischen Störungen wie FAS geht das nur bedingt, je nachdem, welche Bereiche und in welchem Schweregrad die Hirnzellen zerstört wurden.)
09.07.2019 13:38 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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KleinerKlabauter
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Zitat:
Original von Multimum

Wenn ich im letzten Jahr meine PT gefilmt hätte, wie sie sich in pubertärer " Bestform" verhalten hat, würdest du sie auch traumatisiert nennen.


Anstrengungsverweigerung wie sie im Buche steht.

Sobald ich auch nur andeutete : mach mal etwas schneller...wurde nur noch im Schneckentempo gelaufen.

Zum Haare kämmen war die Hand zu schwach....

Plötzlich wusste sie nicht mehr, wie man sich einen Pulli auszieht oder Schuhe bindet. Alles wurde mit voller Absicht ungeschickt und mega langsam gemacht.


Nur um mich zu provozieren damit ich sage " mach !! " und sie dann " nö " erwiedern konnte.

Tolle Machtspielchen.



Wenn ich mich mit meinem Vorschulkind in solchen "Machtspielen" wiederfinde, so setze ich auf der Beziehungsebene an, um das Problem zu lösen. Kinder, die sich unverstanden oder ungeliebt fühlen (weil man z.B. viel schimpft) haben ja noch nicht die Möglichkeit, zu reflektieren und sich selbst aus diesem Teufelskreis zu befreien. Da müssen wir Erwachsenen etwas an unserem Verhalten ändern und einen Schritt auf das Kind zugehen, … dem Verhalten des Kindes auf den Grund gehen.

Wenn man den Knoten auf der Beziehungsebene lösen kann, hört meist dann auch das Machtspiel auf.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von KleinerKlabauter: 09.07.2019 13:47.

09.07.2019 13:45 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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rennmaus
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Zitat:
Original von KleinerKlabauter
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Ja, seltsam, dass du so viele davon kennst. Ich kenne, wenn ich mich recht besinne, kein einziges.

Aber dass Zarah, das Flüchtlingsmädchen, traumatisiert ist, ist allein aus den Umständen der Familie sehr wahrscheinlich. Die Eßprobleme begannen nach Aussage der Mutter nach der Flucht nach Deutschland.

Ich glaube nicht an die Tyrannenstorys und auch nicht an die Theorien der Klinik, dass alle Kinder "kleine Strategen" sind, die nichts anderes wollen, als ihre Eltern zu beherrschen.


Ich glaube dir dass du keines davon kennst. Ich kenne einige, das liegt an meinem doch eher speziellen Beruf. Die Kinder besuchen dann irgendwann eben keinen Regelkindergarten mehr, die Dramen zu hause nen auch mir so absurd, dass ich mir oft denke, kann doch nicht sein! Allerdings können sich viele Menschen auch nicht vorstellen, dass es Mamas gibt, die in der Schwangerschaft Alkohol trinken. Oder Eltern ihre Kinder auf Pädophilenseiten im Internet feilbieten.

ich halte das Wort "kleine Strategen" ebenfalls nicht für zielführend, ich würde sie als Kinder bezeichnen, die lange zeit viel aufmerksamkeit in sehr wenigen ausgewählten situationen (trennung, schlaf, essen) bekamen, so dass sich diese situationen schließlich verselbständigten. die ursachen dafür sind vielfältig und sicher bei den eltern zu suchen, auch wenn es nicht deren schuld ist (psychische erkrankung, trauma, bei den kindern in meiner klasse denke ich, dass es auch einfach wenig ideen gibt, womit man die zeit mit kindern außer mit essen und zum arzt gehen noch verbringen kann, also verbringen sie eben viel zeit mit essen und zum arzt gehen).

dies würde ich so den eltern aber nichts sagen, wenn ich mit den familien arbeiten wollte. weil sie sich dann ja auf jeden fall schuldig fühlen, und sie dann vermutlich nicht kooperieren.

Die Baustellen in solchen familien sind komplex, aber nochmal: Es gibt kein Konzept, keine Klinik oder Kureinrichtung, die mehrere Baustellen bei Kind und Eltern gleichzeitig behandelt

die klinik geht den ziemlich radikalen weg, in den verselbstständigten situationen die gewohnte aufmerksamkeit radikal zu entziehen. diesen weg gehe ich mit betroffenen kidnern ind er schule auch. leider sah man kaum, ob sie in anderen situationen mit positiver aufmerksamkeit bindung stärkt und Eltern darin begleitet, dies zu tun. Da fällt mir nur die Szene am See mit dem blonden Mädchen und dem Psychologen ein. aber gerade das würde das konzept sicher in einem positiveren licht erscheinen lassen.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von rennmaus: 09.07.2019 18:32.

09.07.2019 18:30 rennmaus ist offline Beiträge von rennmaus suchen Nehmen Sie rennmaus in Ihre Freundesliste auf
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