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KleinerKlabauter
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@AnkeL

Danke fürs Einstellen.

Es ist gut, dass die junge Frau den Mut hatte, über die traumatisierende Erfahrung in der Klinik zu schreiben, über die Magersucht, die sie aufgrund des zwanghaften Verhältnisses zum Essen entwickelt hat.
Es macht betroffen und wütend.

Denn wenn man den Film schaut, dann zweifelt man zwischendurch an der eigenen Warhnehmung (zumindest mir erging es so), denn viele Theorien klingen so plausibel, die Kamera fängt am Ende des Filmes geschickt glücklich strahlende Kinder ein ... Dass man für einen kurzen Moment glaubt: "Vielleicht machen die dort doch das Richtige?" Das Gefühl aber rebelliert und bleibt dabei: "Nein, wie in Gelsenkirchen mit Kindern umgegangen wird, ist falsch. Kinderseelen werden dort gebrochen."
06.07.2019 23:09 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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Sajudiar
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Ich hab in einer Verlinkung von Katja Saalfrank von einem 6 Monate alten Säugling gelesen der mit Neurodermitis kam.
Die Mutter hat nach 4 Tagen abgebrochen. Kind war komplett blutig gekratzt und nur Am zittern und weinen aufgrund dieser heftigen Mäuseburg. Begründung war, die Neurodermitis liegt am Klammern der Mutter, Kind muss kratzen dürfen. Sie war daraufhin in einer anderen Klinik zur Behandlung der Wunden. Anzeige hat nix gebracht, da die Mutter ja zunächst einverstanden war. Hilfe, das kann doch nicht richtig sein was da abgeht...
07.07.2019 07:06 Sajudiar ist offline Beiträge von Sajudiar suchen Nehmen Sie Sajudiar in Ihre Freundesliste auf
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KleinerKlabauter
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Verschiedene Menschen schildern auf der Seite ihre schlimmen Erfahrungen mit der Klinik.

Eine andere Mutter schreibt, dass sie mit ihrer knapp 3-jährigen Tochter dort war. Das Kind war völlig gesund, konnte gut schlafen und sich problemlos trennen. Kigaeingewöhnung ging nur einen Tag.
Das Kind aß wenig und trank noch viel Milch.
In Gelsenkirchen musste das Kind das komplette "Training" durchlaufen, also Eß-, Schlaf- und Trennungstraining. Das Kind war nur am Brüllen und Weinen, lief nach einer Woche herum "wie ein Zombie". Die Mutter hat nach einer Woche abgebrochen. Das Kind hatte danach heftige Trennungsängste. Zwei Jahre später haben sich Mutter und Tochter immernoch nicht von der Tortur erholt.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von KleinerKlabauter: 07.07.2019 08:08.

07.07.2019 08:07 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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rennmaus
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Zitat:
Original von KleinerKlabauter
[quote]Original von missabonum
[quote]Original von same


Und ich finde es sehr schlimm, wenn manche hier dann schreiben, dass Kind würde sein Essen absichtlich wieder herausk…

Welches Kind macht das denn "aus Absicht". Das ist doch völliger Quatsch.
Essen soll doch lustvoll sein und Körper UND Seele nähren. Da ist Druck völlig fehl am Platz.
Ein Machtkampf um die Nahrungsaufnahme kann doch nur entstehen, wenn die Erwachsenen entsprechend Druck machen.


Wenn ein Kind zu einer Mahlzeit keinen Hunger hat, darf es auch eine Stunde später essen. Besser ist es doch, wenn das Kind sein Hunger- und Sättigungsgefühl genau kennt und dieses äußern kann, als wenn ein Kind sich zum Essen zwingt, weil die Eltern da Druck machen. All das führt doch nur zu Eßstörungen.



Ich bin ja durchaus auch gespalten, vor allem, nachdem ich den Film gestern ein zweites Mal gesehen habe, da ich den Sinn mancher Szenen und zugrunde liegender Maßnahmen nicht verstehe.

Anderes gibt es, was ich durchaus nachvollziehen kann. Und mein Team und ich sind sicherlich zugewandte, herzliche und empathische Erzieherinnen. Ja, wir haben in der Einrichtung Kinder, die absichtlich auf den Tisch brechen (und das nicht! weil wir sie dazu gezwungen haben, etwas zu essen, was sie nicht möchten, sondern schlicht, weil es zu Hause eben bei jedem Essen genau diesen Machtkampf gibt)

Ein Beispieldialog vom Freitag:
Kind: "(Schoko)Lade, (Schoko)Lade!"
Erzieherin: "Jetzt ist Mittagessen! Es gibt suppe, gemüse, Fisch und Kartoffeln!"
(Und dies gewiss nicht unappetitlich auf dem Teller angerichtet!!)
Kind: "Mag nicht!"
erzieherin: "Dann ist du nix!"
Kind: "Doch! Lade! Jetzt Lade"
Erzieherin: jetzt kannst du etwas von dem essen,was auf dem Teller ist!"
Kind "Hunger, Hunger!"
Erwachsener: dann probier mal. (Kind nimmt eine winzige Gabel voll vom Teller!"
Igitt! Erwachsener: Dann stell den Teller auf den Wagen! Dann bist du fertig!
Kind schreit heftig: Nein!!! Nein! und schaufelt ein paar Löffel rein.
Bricht auf den Tisch und schreit "Lade, lade!" Glaub mir, wenn du das jeden Tag hast, dann kostet das enorm viel Kraft...



Und ganz ehrlich, da bedienen wir uns eben solcher Maßnahmen wie im Film. Ob dies allerdings in der isolierten Situation der Klinik in drei Wochen irgendeinen langfristigen Erfolg zeigt, und nicht besser mit stabilden langfristigen Bezugspersonen und in enger Kooperation zwischen Einrichtung und Elternhaus bei der gleichzeitigen Erfahrung der Kinder von langfristigen positiven Bindungen stattfinden sollte - da bin ich schon im großen Zweifel...

Letztlich bleibt Erziehung ein unwiederholbares Experiment.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von rennmaus: 07.07.2019 08:52.

07.07.2019 08:44 rennmaus ist offline Beiträge von rennmaus suchen Nehmen Sie rennmaus in Ihre Freundesliste auf
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Lexa Lexa ist weiblich
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Zitat:
Original von KleinerKlabauter
Verschiedene Menschen schildern auf der Seite ihre schlimmen Erfahrungen mit der Klinik.

Eine andere Mutter schreibt, dass sie mit ihrer knapp 3-jährigen Tochter dort war. Das Kind war völlig gesund, konnte gut schlafen und sich problemlos trennen. Kigaeingewöhnung ging nur einen Tag.
Das Kind aß wenig und trank noch viel Milch.
In Gelsenkirchen musste das Kind das komplette "Training" durchlaufen, also Eß-, Schlaf- und Trennungstraining. Das Kind war nur am Brüllen und Weinen, lief nach einer Woche herum "wie ein Zombie". Die Mutter hat nach einer Woche abgebrochen. Das Kind hatte danach heftige Trennungsängste. Zwei Jahre später haben sich Mutter und Tochter immernoch nicht von der Tortur erholt.


Ich finde es schwierig etwas zu beurteilen, was man abgebrochen hat, weil man ja nicht weiß wie es ausgegangen wäre.
Unstrittig, dass diese Therapie nicht für jedes Kind passt.
Nur werden vermutlich viele Mütter mit ihren Kindern dort sein, die den Frauen in der Doku ähneln und völlig unsicher sind, da werden sicher viele wieder abbrechen, weil sie es nicht aushalten können.
Abgesehen davon gibt es Pro und Kontra in jeder Klinik.

Ich habe mich mit einem Kinder Psychotherapeuten, der den Film und die Therapien sehr gut fand, unterhalten und er hat noch einen anderen interessanten Ansatz mit rein gebracht. Oft sind die Mütter solcher essgestörten Kinder selbst stark übergewichtig, haben selbst also auch schon ein großes Problem mit Essen.

__________________
„Der Eine sieht nur Bäume dicht an dicht, der Andere Zwischenräume und das Licht“
07.07.2019 09:07 Lexa ist offline E-Mail an Lexa senden Beiträge von Lexa suchen Nehmen Sie Lexa in Ihre Freundesliste auf
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rennmaus
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Zitat:
Original von Lexa
[quote]Original von KleinerKlabauter


Ich habe mich mit einem Kinder Psychotherapeuten, der den Film und die Therapien sehr gut fand, unterhalten und er hat noch einen anderen interessanten Ansatz mit rein gebracht. Oft sind die Mütter solcher essgestörten Kinder selbst stark übergewichtig, haben selbst also auch schon ein großes Problem mit Essen.


Ist ein interessanter Aspekt, jetzt, wo ich es hier lese, fällt es mir auch auf. Ich hatte 10 essgestörte Kinder in den letzten 10 Jahren, und ja, bis auf eine hatten alle Mamas starkes Übergewicht. Die Frage ist, ob dann eben ein dreiwöchiges Verhaltenstraining den Müttern die Gelegenheit gibt, ihre eigene Problematik zu beleuchten, oder ob dies überhaupt in der Klinik thematisiert wird. Habe ich meine Zweifel. Sehr oft fokussieren sich dieses Mamas sehr stark aufs Essen, weil sie damit verbinden, dass sie ihr Kind ja gut versorgen, weil sie andere positive und bindungsstärkende Aktivitäten wie Spielplatzbesuch oder Schwimmbad gar nicht auf dm Schirm haben oder nicht anbieten können.


Ich frage mich weiter, ob dann nicht eine sechswöchige Mutter-Kind-Kur mit verhaltenstherapeutischen Elementen geeigneter ist, die sich nur aufs Essen konzentriert und nicht gleichzeitig auch noch Schlafen therapeutisieren will.

Übrigens ist mein mittleres Kind (LS) auch extrem mäkelig und leicht untergewichtig. Ist aber etwas völlig anderes als das, was ich tagaus tagein in der Schule erlebe.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von rennmaus: 07.07.2019 09:16.

07.07.2019 09:14 rennmaus ist offline Beiträge von rennmaus suchen Nehmen Sie rennmaus in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Lexa
Zitat:
Original von KleinerKlabauter
Verschiedene Menschen schildern auf der Seite ihre schlimmen Erfahrungen mit der Klinik.

Eine andere Mutter schreibt, dass sie mit ihrer knapp 3-jährigen Tochter dort war. Das Kind war völlig gesund, konnte gut schlafen und sich problemlos trennen. Kigaeingewöhnung ging nur einen Tag.
Das Kind aß wenig und trank noch viel Milch.
In Gelsenkirchen musste das Kind das komplette "Training" durchlaufen, also Eß-, Schlaf- und Trennungstraining. Das Kind war nur am Brüllen und Weinen, lief nach einer Woche herum "wie ein Zombie". Die Mutter hat nach einer Woche abgebrochen. Das Kind hatte danach heftige Trennungsängste. Zwei Jahre später haben sich Mutter und Tochter immernoch nicht von der Tortur erholt.


Ich finde es schwierig etwas zu beurteilen, was man abgebrochen hat, weil man ja nicht weiß wie es ausgegangen wäre.



Dann lies dir doch mal den Bericht der jungen Frau auf Katja Saalfranks Facebookseite durch, die durch den Aufenthalt dort schwer traumatisiert wurde.
Sie ist bis heute depressiv und psychisch krank, hat das dort Erlebte noch nicht verarbeitet.
Die "Therapie" wurde bei diesem Mädchen nicht abgebrochen. Die Eltern haben nach der "Therapie" das dort Gelernte weitergeführt. Als Jugendliche wurde das Mädchen magersüchtig. Nachdem sie jahrelang, was die Nahrungsaufnahme angeht, unter Zwang und "fremdbestimmt" war, war das ihr Weg, endlich wieder Selbstbestimmung über ihren Körper zu erlangen.

Das ganze ist doch einfach nur krank. Die Kinder werden gebrochen.

Ja, die Eltern müssten geschult werden, aber auf ganz andere Weise.

Das Schlimme ist, dass bestimmte Theorien der Klinik ja völlig richtig sind. Aber die daraus abgeleitete "Therapie" bricht die Kinder und zerstört die Bindung zwischen Eltern und Kind.
Kinder werden fortan bestenfalls "funktionieren", aber niemals gesunden.

Das Flüchtlingskind z.B. aß Pommes, Chicken Nuggets, Nutella und trank Milch. Es kam wohlgenährt dort an. Es hungerte in der Klinik 8 Tage lang, nahm 1,5 KG ab und war in einem so kritischen Zustand, dass man über eine Sondenernährung nachdachte. In dem Moment begann das Kind zu essen.

Aber um welchen Preis? Das Kind wurde dort doch ein zweites Mal traumatisiert.

Man hätte der Mutter doch vielmehr beibringen können, dass sie gelassen abwarten kann. Das Kind war körperlich gesund. Man hätte ihm Vitaminbärchen geben können. Man hätte Obst zu Smoothies pressen/pürieren können und daraus Eis am Stiel machen können. Man hätte der Mutter mit Kind einen Kinderkochkurs anbieten können. Man hätte es mit lustigen Gemüsegesichtern versuchen können.

Es hätte so viele Möglichkeiten gegeben, das Kind mit Geduld und vielleicht mit einer ergänzenden Spieltherapie zum Essen zu bewegen. Das Kind war vor Aufnahme in der Klinik körperlich gesund. Dort ist es in einen sehr kritischen körperlichen Zustand geraten.
Wenn das keine seelische Gewalt ist, was ist es dann?

Wenn dem Kind Milch gut tut, warum muss man sie ihm vorenthalten? Ich finde dieses Vorgehen nicht gesund und äußerst unmenschlich.

Und es werden ja immer mehr Stimmen laut, die von den traumatisierenden Erlebnissen in der Klinik berichten.


Ganz ehrlich, wer von euch würde mit seinem Kind dort freiwillig hingehen????
07.07.2019 09:31 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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Multimum
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Zitat:
Original von KleinerKlabauter
Verschiedene Menschen schildern auf der Seite ihre schlimmen Erfahrungen mit der Klinik.

.


Mag sein. Aber wieviele die Klinik loben wissen wir nicht.



Ich habe 4 Kinder im selben Krankenhaus bekommen.

ICH war immer vollstens zufrieden.


Jedesmal hatte ich mindestens 1 Frau mit im Zimmer die NICHT zufrieden war.


Wie würde sich eine Schwangere entscheiden, wenn sie meine Erfahrung hört und die meiner Mitpatienten ?
07.07.2019 09:47 Multimum ist offline Beiträge von Multimum suchen Nehmen Sie Multimum in Ihre Freundesliste auf
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KleinerKlabauter
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Original von Multimum
Zitat:
Original von KleinerKlabauter
Verschiedene Menschen schildern auf der Seite ihre schlimmen Erfahrungen mit der Klinik.

.


Mag sein. Aber wieviele die Klinik loben wissen wir nicht.



Ich könnte mir vorstellen, dass viele Eltern die Klinik durchaus loben. Nämlich jene, die das Programm durchgezogen haben, bei denen die "Gehirnwäsche" nachhaltig funktioniert hat, und die sich darüber freuen, dass ihre Kinder ein angepasstes Verhalten zeigen.

Aber was hat das Ganze mit den Kindern gemacht?

Diejenigen, die als Baby oder Kleinkind dort waren, werden sich später nicht mehr an die Klinik erinnern. Sie werden aber im Erwachsenenalter unter Depressionen, Eß- und Angststörungen leiden. Sie werden -bestenfalls- mehrere Therapien machen und fieberhaft nach dem Auslöser für ihre psychischen Probleme suchen.
Die junge Frau, die als Vierjährige in der Klinik war, hat bewusste Erinnerungen daran und kann ihre heutigen psychischen Probleme mit dem Klinikaufenthalt in Verbindung bringen. Das lindert aktuell aber (noch) nicht ihren Leidensdruck.

Mit Gewalt jedenfalls kann man keine gesunden Kinder groß ziehen und auch keine psychosomatischen Störungen heilen.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von KleinerKlabauter: 07.07.2019 10:09.

07.07.2019 10:09 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von KleinerKlabauter


Das Flüchtlingskind z.B. aß Pommes, Chicken Nuggets, Nutella und trank Milch. Es kam wohlgenährt dort an. Es hungerte in der Klinik 8 Tage lang, nahm 1,5 KG ab und war in einem so kritischen Zustand, dass man über eine Sondenernährung nachdachte. In dem Moment begann das Kind zu essen.

Aber um welchen Preis? Das Kind wurde dort doch ein zweites Mal traumatisiert.

Man hätte der Mutter doch vielmehr beibringen können, dass sie gelassen abwarten kann. Das Kind war körperlich gesund. Man hätte ihm Vitaminbärchen geben können. Man hätte Obst zu Smoothies pressen/pürieren können und daraus Eis am Stiel machen können. Man hätte der Mutter mit Kind einen Kinderkochkurs anbieten können. Man hätte es mit lustigen Gemüsegesichtern versuchen können.

Es hätte so viele Möglichkeiten gegeben, das Kind mit Geduld und vielleicht mit einer ergänzenden Spieltherapie zum Essen zu bewegen.



Ja , wahrscheinlich hätte es andere Möglichkeiten gegeben. Die Frage ist aber, in welchem System. Und wer das bezahlt. Die Mutter, deren (essgestörtes) Kind ich oben geschildert habe hat ähnliche Therapien in drei Kliniken abgebrochen. das Kind ist bei uns in einem extrem teuren langfristigen Setting, in dem mein team und ich intensiv mit Mutter, Kind und Jugendamt arbeiten. Mit Kochkurs, wöchentlichem Beratungsgespräch, sozialpädagogischer Familienhilfe.

Das Jugendamt schlägt meiner Chefin und mir alle 2 Monate vor, das Sorgerecht endlich mal zu entziehen und das Kind ins Heim zu geben. Die Wiedereingliederungshilfe will di Umschulung in eine deutlich billigere Halbtagesschule , meine Chefin muss hart kämpfen, dass das Kind bleiben darf. Wenn es bei uns gehen muss, weil die Kosten nicht mehr übernommen werden, dann wird nur das Heim bleiben. Alle die Wege die du vorschlägst, sind sicher gut, werden aber in unserer Gesellschaft nicht so begeistert finanziert wie ein dreiwöchiges Verhaltenstraining, das kurzfristige Erfolge zeigt. Die Klinik antwortet hier erfolgreich auf einen Bedarf. Wenn wir die Klinik kritiseren, müssen wir ein Gesellschaftssystem kritisieren.
07.07.2019 10:14 rennmaus ist offline Beiträge von rennmaus suchen Nehmen Sie rennmaus in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von KleinerKlabauter


Diejenigen, die als Baby oder Kleinkind dort waren, werden sich später nicht mehr an die Klinik erinnern. Sie werden aber im Erwachsenenalter unter Depressionen, Eß- und Angststörungen leiden. Sie werden -bestenfalls- mehrere Therapien machen und fieberhaft nach dem Auslöser für ihre psychischen Probleme suchen.



Hmmm, die Frage ist, ob das so einfach ist. wenn ein Kind als Baby 14 Stunden schreit, reagiert es empfindlich auf Reize. Mag sein, dass die Klinik das Kind traumamtisiert hat, Vielleicht hat es aber auch eine generelle Überempfindlichkeit auf Reize, die es ihm sein Leben lang schwer machen wird, mit eblastungssituationen klar zu kommen.

Dann hätte die Therapie zwar nichts geheilt, aber die Ursache für psychische Erkrankungen ist ja selten in nur einem Ereignis begründet.
07.07.2019 10:17 rennmaus ist offline Beiträge von rennmaus suchen Nehmen Sie rennmaus in Ihre Freundesliste auf
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@ Löwenherz, ich habe durch Zufall deinen Threat bei Frage gelesen und darauf dort geantwortet.
07.07.2019 13:09 rennmaus ist offline Beiträge von rennmaus suchen Nehmen Sie rennmaus in Ihre Freundesliste auf
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Eine andere Mutter schreibt, dass sie mit ihrer knapp 3-jährigen Tochter dort war. Das Kind war völlig gesund, konnte gut schlafen und sich problemlos trennen. Kigaeingewöhnung ging nur einen Tag.
Das Kind aß wenig und trank noch viel Milch.
In Gelsenkirchen musste das Kind das komplette "Training" durchlaufen, also Eß-, Schlaf- und Trennungstraining. Das Kind war nur am Brüllen und Weinen, lief nach einer Woche herum "wie ein Zombie". Die Mutter hat nach einer Woche abgebrochen. Das Kind hatte danach heftige Trennungsängste. Zwei Jahre später haben sich Mutter und Tochter immernoch nicht von der Tortur erholt.


Hab ich das richtig verstanden? Eine Mutter geht mit einem gesunden Kind in eine Klinik weil es wenig isst und noch viel Milch trinkt?
Nur deswegen zahlt doch keine Krankenkasse so eine „Therapie“.
Klingt für mich wie unsere LM, die hat auch gesagt es läuft alles super, und eigentlich bräuchte sie nur etwas Ruhe. Zerknirscht
07.07.2019 20:36 Murmel ist offline Beiträge von Murmel suchen Nehmen Sie Murmel in Ihre Freundesliste auf
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Original von Murmel
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Eine andere Mutter schreibt, dass sie mit ihrer knapp 3-jährigen Tochter dort war. Das Kind war völlig gesund, konnte gut schlafen und sich problemlos trennen. Kigaeingewöhnung ging nur einen Tag.
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In Gelsenkirchen musste das Kind das komplette "Training" durchlaufen, also Eß-, Schlaf- und Trennungstraining. Das Kind war nur am Brüllen und Weinen, lief nach einer Woche herum "wie ein Zombie". Die Mutter hat nach einer Woche abgebrochen. Das Kind hatte danach heftige Trennungsängste. Zwei Jahre später haben sich Mutter und Tochter immernoch nicht von der Tortur erholt.


Hab ich das richtig verstanden? Eine Mutter geht mit einem gesunden Kind in eine Klinik weil es wenig isst und noch viel Milch trinkt?
Nur deswegen zahlt doch keine Krankenkasse so eine „Therapie“.
Klingt für mich wie unsere LM, die hat auch gesagt es läuft alles super, und eigentlich bräuchte sie nur etwas Ruhe. Zerknirscht


Lies doch mal auf der Facebookseite nach.
Die Mutter war wohl deswegen beim Kinderarzt. Der meinte, das Kind sie soweit gesund, aber sie solle doch mal in die Klinik, damit das Kind ein normales Eßverhalten hinbekommt. In der Klinik musste das Kind dann aber alle "Trainings" absolvieren. (Das müssen wohl grundsätzlich alle Kinder.) Auch wenn nur "Eßstörungen" bestehen, müssen die Kinder auch das Schlaf- und Trennungstraining machen, weil man laut Klinik nicht einen Punkt isoliert behandeln könne.

https://www.facebook.com/katiasaalfrank....0154?__tn__=K-R

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von KleinerKlabauter: 07.07.2019 20:59.

07.07.2019 20:58 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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Habibi3 Habibi3 ist weiblich
Wirbelwind



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Das muss ja trotzdem nicht der Wahrheit entsprechen...
Ich bin mittlerweile Vorsichtig mit Bewertungen jeglicher Art.
Und wenn es stimmen sollte.........der Kinderarzt strotzt ja direkt von "Kompetenz" wenn er einer Mutter keinen besseren Vorschlag machen kann. Aber ich glaube es nicht

__________________
"Was wir durch Liebe erlangen, kann uns niemand mehr nehmen."
07.07.2019 22:04 Habibi3 ist offline E-Mail an Habibi3 senden Beiträge von Habibi3 suchen Nehmen Sie Habibi3 in Ihre Freundesliste auf
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zaddik
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Therapie - Hilfen für erfahrungslosen und unerfahren glaubenden Personen sind sehr profitabel. Da kann eine Gesellschaft gut damit leben und alle anderen Bereiche eines Klinikbetriebes abdecken.

Ich verstehe gar nicht, wie gutgläubig man sein kann.

Aus meiner Sicht sollte man den Takt der Fremdbetreuung erhöhen, da gibt es noch weniger Widerstand.

Man, soviel willenlose kann es doch gar nicht geben.
07.07.2019 23:00 zaddik ist offline E-Mail an zaddik senden Beiträge von zaddik suchen Nehmen Sie zaddik in Ihre Freundesliste auf
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Suntini Suntini ist weiblich
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http://www.klinikskandal.com/

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„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast." - Antoine de Saint-Exupery
07.07.2019 23:11 Suntini ist offline Beiträge von Suntini suchen Nehmen Sie Suntini in Ihre Freundesliste auf
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Sadiria Sadiria ist weiblich
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Ich habe mir den Film inzwischen 2 x angeschaut!
Und ich sehe viele richtig gute Elemente und einiges lässt mich regelrecht erschaudern.

Die Erklärungen an der Tafel finde ich zum großen Teil sehr interessant und ich denke, das ist auch ein Bereich, den man wirklich in einen normalen Alltag mit Kindern übernehmen kann.
Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Zum Beispiel die Aussage, dass JEDES Kind in JEDEM Alter bis zu 4 Stunden Fremdbetreuung pro Tag aushalten kann, weil es dem natürlichen Rhythmus eines Säuglings entspricht.
Aber die meisten Erklärungen fand ich verständlich und auch gut nachvollziehbar.

Was klar ist: Die Familien, die in dieser Klinik Hilfe suchen, brauchen Hilfe! Eine Mutter sagte bereits beim Erstgespräch, dass sie das Kind sicher in ein Heim bringen würde, wenn sich nichts ändert.

Im Film geht es doch um Extreme! Es geht nicht darum, ob ein Kind eine Zeitlang nur wenige Speisen zu sich nimmt und auch nicht darum, ob es anstatt zu essen eben lieber Milch trinkt. (Die hätte es tagsüber durchaus trinken können und eventuell auch 1 oder 2 x in der Nacht. Aber eben nicht 10 Flaschen in einer Nacht!)
Diesem Mädchen mit Migrationshintergrund wurde das Essen nicht reingestopft - es bekam regelmäßig die Möglichkeit zu essen, ohne Drama.
Leider war auch deutlich im Verhalten des Kindes zu sehen, dass es traumatisiert war. Es bewegte sich nur sehr langsam, es machte ohne Anweisung NICHTS! Und hier sehe ich auch, dass eine Traumatherapie sicher notwendiger wäre als dieses Training. Hier hätte es gereicht wenn die Mutter es geschafft hätte, die Milchmenge von der Nacht auf den Tag zu verlegen.

Ich fand die betreuenden und fütternden Mitarbeiterinnen zum Teil furchterregend. Diese Gesichter strahlten echt Lieblosigkeit aus! Mir fehlte die freundliche Zuwendung, nette Worte, ein Lächeln......

Was nicht gezeigt wurde, war die Zeit zwischen den "Therapiestunden". Da die Mütter ja alle mit dabei waren, gehe ich davon aus, dass die Kinder in den Zeiten dazwischen ausgiebig Zeit mit ihren Müttern verbringen durften. Ein kleiner und schöner Einblick zeigte diese Szene aus dem Snoozleraum.

Also, wie gesagt - nicht alles sehe ich als schlecht an, manches aber schon. Und viele Ansätze finde ich sogar gut.


Ich kenne ein 10-jähriges Mädchen, das mit ihrem Verhalten ihre alleinerziehende Mutter durchgehend tyrannisiert. Jede Beziehung, die die Mutter versucht einzugehen, scheitert irgendwann am Verhalten dieses Kindes.
Die Mutter liebt ihr Kind über alles! Und sie ist gleichzeitig soooooo wütend. Aber an jedem Verhalten des Kindes sind immer andere schuld. Niemals sie selber und niemals das Kind. Dieses Mädchen bestimmt das Leben ihrer Mutter. Durchgehend. Ist die Mutter eingeladen, will das Kind mit - und darf natürlich. Kaum sind sie dort, benimmt sich das Mädchen, wie ein Kleinkind, wirft mit Essen um sich und beschließt, gehen zu wollen. Geht die Mutter nicht darauf ein, läuft das Kind weg und die ganze Gesellschaft muss suchen gehen. Die Mutter ärgert sich natürlich, doch das Kind wird in Schutz genommen, mit der Aussage, es könne halt keine Kontakte knüpfen und die anderen Kinder hätten auf sie zukommen müssen.
Am nächsten Tag will das Kind in einen Vergnügungspark gehen - sofort. Die Mutter und der Freund wollen noch in Ruhe frühstücken, doch dies wird durch das Mädchen torpediert. Sie zerbricht Farbstifte und wirft sie schreiend nach den Erwachsenen, zerkratzt damit provokativ die Möbel und grinst dann übers ganze Gesicht, als der Freund geht, weil ihm das einfach zu viel wird. Dieses Kind beschließt mitten in der Nacht, dass es auf der Stelle an die Spielekonsole möchte. Die Mutter kämpft 1 Stunde mit ihr, gibt aber schließlich nach und erlaubt dem Mädchen 15 Minuten. Daraus wird 1 Stunde und der Kampf geht danach weiter. Morgens bekommt das Kind eine Entschuldigung für die Schule.
Die Mutter will alles kontrollieren, ist überfordert, traut dem Kind nichts zu und das Kind lebt ein durchgehendes NEIN. Machtkampf in allen Bereichen!

Und genau davor warnt dieser Film mit Recht.
08.07.2019 10:06 Sadiria ist offline Beiträge von Sadiria suchen Nehmen Sie Sadiria in Ihre Freundesliste auf
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KleinerKlabauter
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@Sadiria

Wenn ein Kind sich auf solche Weise verhält, dann stimmt etwas gewaltig nicht. Entweder mit dem Kind (Hirnschädigung?) oder mit der Mutter bzw. der Bindung zwischen den beiden.
Ein neurologisch gesundes Kind und eine Mutter mit durchschnittlicher Erziehungs-und Bindungsfähigkeit würden niemals zu einem solchen Verhalten führen.
Und ich glaube nicht, dass hierfür eine derart überwältigende, grenzüberschreitende und empathielose Erziehung nötig ist, wie sie von der Klinik propagiert wird.

Meine Überzeugung ist, dass (gesunde) Kinder, die empathisch, fürsorglich und respektvoll behandelt und erzogen werden, genau dieses Verhalten auch ihrer Umwelt gegenüber zeigen. Dass man natürliche Grenzen setzt, halte ich für selbstverständlich. Ich glaube, dass die allermeisten Eltern das auch intuitiv hinbekommen.
Das blonde Mädchen, das mit der Gabel geworfen hat, und deren Mutter von einer Heimunterbringung sprach, sah aus wie ein FAS-Kind und hat sich so verhalten wie mein FAS-Kind sich zuweilen verhält. Mein PK ist aber nicht "schlecht erzogen". Sondern es kann sich in vielen Situationen ohne Medikamente, die den Hirnstoffwechsel stabilisieren, nicht regulieren und regelkonform verhalten. Beim geringsten Druck, den das Kind von außen verspürt (dazu gehört auch "konsequzentes Durchgreifen"), geht dann gar nichts mehr und das Verhalten des Kindes wird immer schlimmer. Das Kind braucht permanente Unterstützung in der Selbstregulation und kann diese auch nicht "erlernen". Es braucht einen ruhigen, zugewandten und stabilisierenden Umgang - keinesfalls aber Druck. Druck bringt das ohnehin sehr fragile Nervensystem quasi zum Explodieren.

Ich fand es schade, dass gerade über diese Familie nicht mehr weiter berichtet wurde. Ich vermute, dass die Klinik bei diesem Kind keinen Erfolg verbuchen konnte, eben weil dem Verhalten vermutlich hirnorganische Ursachen zugrunde lagen, und kein Erziehungsversagen der Mutter.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von KleinerKlabauter: 08.07.2019 11:30.

08.07.2019 11:29 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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KUH-VADIS
Arbeiter


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puh--ich habe den Film nun doch noch einmal angeschaut

ganz oft habe ich überlegt wieder aus zu machen

wie kann man das aushalten?

warum dürfen die Eltern ihre Kinder bei der ärztlichen Untersuchung nicht beruhigen oder trösten, ermutigen? Geht´s noch? Wäre das unser Kinderarzt hätte er mich das letzte Mal gesehen geschockt geschockt

warum müssen so kleine Kinder lernen alleine zu schlafen, alleine einzuschlafen, im Dunkeln zu schlafen?

warum muss ein 6 Monate altes Baby von der Mutter getrennt werden? (KatjaSaalfrank)

warum dürfen Eltern nicht zusammen mit ihren Kindern "lernen"?

warum bekommen die Eltern keine Möglichkeit den "Umgang" mit ihren Kindern wieder in die "richtige" Bahnen zu lenken--fürsorglich und achtsam zu werden, ein Gefühl für ihre Kinder zu entwickeln?

Warum müssen die Kinder zu so lieblosen Pflegepersonal oder in diese Mäuseburg mit Erziehern, die nicht einmal mit ihnen reden?

Warum wird hier soviel Wert auf dieses "Essen" gelegt---das sah doch überhaupt nicht lecker aus-eher igitt geschockt

das würden meine Kinder hier auch nicht gerne essen---wo ist da der Reiz etwas Neues zu probieren?

Auch ich habe bei diesem Film den Eindruck, dass die Probleme mit dem Essen vor allem die "Eltern" hatten (stark übergewichtig)

Ansätze sind sicherlich richtig, aber die Ausführung und der lieblose Umgang mit den Kindern Schreck

gut gemeint (von der Klinik) aber nicht gut gemacht

__________________
kuh-vadis

sozialer Abstand -- JA

soziale Kälte und Ignoranz -- NEIN

Bleibt gesund smile

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von KUH-VADIS: 08.07.2019 12:06.

08.07.2019 12:04 KUH-VADIS ist offline Beiträge von KUH-VADIS suchen Nehmen Sie KUH-VADIS in Ihre Freundesliste auf
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KleinerKlabauter
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@KUH-VADIS
Es kommt zwar nicht oft vor, aber da sind wir mal zu 100% einer Meinung! Daumen
08.07.2019 13:29 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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rennmaus
pubertierender Wüterich



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Zitat:
Original von KleinerKlabauter

Meine Überzeugung ist, dass (gesunde) Kinder, die empathisch, fürsorglich und respektvoll behandelt und erzogen werden, genau dieses Verhalten auch ihrer Umwelt gegenüber zeigen. Dass man natürliche Grenzen setzt, halte ich für selbstverständlich. Ich glaube, dass die allermeisten Eltern das auch intuitiv hinbekommen.



Ich teile die überzeugung, dass Kinder kooperieren, wenn sie respektvoll erzogen werden. Ich habe aber leider zu viele Eltern erlebt, die keine intuitiven Grenzen setzen. toll, dass sich hier so viele darum bemühen. in der klinik sind offenbar eltern, die darüber nachdenken, ihr kind ins heim zu geben, weil sie die grenzsetzungen - aus welchem grund auch immer - irgendwann verpasst haben und jetzt mit den konsequenzen am rand des nervenzusammenbruchs leben. schön, dass wir, die wir uns hier tummeln, alle reflektierte und geduldige begleiter unserer kinder sind. wir können aber nicht jedes verhaltensoriginelle kind eines völlig überforderten elternpaares in eine hochqualifizierte pflegefamilie stecken, ind er durch langfristige liebevolle begleitung und konsequente grenzzsetzung entwicklung und heilung möglich wäre.

ja, und was ist jetzt die sinnvolle und hilfreiche lösung? wenn ich in meiner teilstationären einrichtung jeden montag von vorne anfange, weil alles was wir letzte woche erreicht haben, übers wochenende in einem familiensystem, in dem ein kind eine macht hat, die es vollkommen überfordert, irgendwo abhanden gekommen ist, dann frage ich mich schon, was der familie hätte helfen können, bevor es soweit gekommen wäre. obwohl ich bei einigen filmszenen bauchschmerzen habe, weiß ich die lösung nicht. das lässt mich verzweifeln...

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von rennmaus: 08.07.2019 19:55.

08.07.2019 19:47 rennmaus ist offline Beiträge von rennmaus suchen Nehmen Sie rennmaus in Ihre Freundesliste auf
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KleinerKlabauter
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Zitat:
Original von rennmaus
Zitat:
Original von KleinerKlabauter

Meine Überzeugung ist, dass (gesunde) Kinder, die empathisch, fürsorglich und respektvoll behandelt und erzogen werden, genau dieses Verhalten auch ihrer Umwelt gegenüber zeigen. Dass man natürliche Grenzen setzt, halte ich für selbstverständlich. Ich glaube, dass die allermeisten Eltern das auch intuitiv hinbekommen.



Ich teile die überzeugung, dass Kinder kooperieren, wenn sie respektvoll erzogen werden. Ich habe aber leider zu viele Eltern erlebt, die keine intuitiven Grenzen setzen. toll, dass sich hier so viele darum bemühen. in der klinik sind offenbar eltern, die darüber nachdenken, ihr kind ins heim zu geben, weil sie die grenzsetzungen - aus welchem grund auch immer - irgendwann verpasst haben und jetzt mit den konsequenzen am rand des nervenzusammenbruchs leben.

ja, und was ist jetzt die sinnvolle und hilfreiche lösung? wenn ich in meiner teilstationären einrichtung jeden montag von vorne anfange, weil alles was wir letzte woche erreicht haben, übers wochenende in einem familiensystem, in dem ein kind eine macht hat, die es vollkommen überfordert, irgendwo abhanden gekommen ist, dann frage ich mich schon, was der familie hätte helfen können, bevor es soweit gekommen wäre. obwohl ich bei einigen filmszenen bauchschmerzen habe, weiß ich die lösung nicht. das lässt mich verzweifeln...


Das Kind, von dem du schreibst, war die ca. 6-jährige Anna. Sie sah aus wie ein FAS-Kind und mein FAS-Kind verhält sich in schlimmen Phasen ganz ähnlich.
Obwohl ich meine Grenzen sehr klar äußere und ziehe. Nutzt leider nichts. Kind lernt nichts daraus und kann seine Impulsivität nicht kontrollieren. Daher verhält es sich phasenweise (bzw. ohne Medikamente) wie ein Elefant im Porzellanladen. Die Grenzsetzungen wiederhole ich täglich. Manchmal stündlich oder minütlich. Das Verhalten ändert sich dadurch leider nicht. In guten Phasen ist es dann auch wieder eine ganze Weile verschwunden. In schlechten Phasen kommt es dann wieder.
Nicht immer liegt es an den unfähigen Eltern!

Die Mutter dieses Kindes im Film hat in einem der Gespräche erwähnt, dass man das Kind, sollte es ins Heim kommen, dort mit Medikamenten versorgen würde. Sie schien dagegen zu sein. Da frage ich mich, warum nur??? Bei manchen Kindern geht es leider nicht ohne. Das Heim, das anvisiert worden war, schien das schon erkannt zu haben.
Wenn eine irreversible hirnorganische Störung vorliegt, kann man - je nach Schweregrad und Lokalisation - Grenzen setzen, so oft man will. An der Behinderung des Kindes und dadurch an seinem Verhalten ändert das leider nichts.

Interessanterweise wurde auch ausgerechnet die Geschichte dieses Kindes nicht weiter gezeigt.
08.07.2019 19:56 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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rennmaus
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Ich dachte schon,; ich dachte es wäre das kind gewesen, dass mit dem Psychologen um den See lief, seine Mütze auf den boden warf und am schluss dem psychologen versprach, dass es auch karotten essen würde, aber vielleicht habe ich mich getäuscht. verwirrt

Ich weiß, was du meinst, wenn du schreibst, manche Grenzen werden einfach nicht verinnerlicht, ich erziehe auch ein FAS-Kind. Ich habe Kinder mit Hirnschädigungen in der Klasse. Aber bei allen Kindern, die ich seit Beginn meiner Berufslaufbahn unterrichtet habe, konnte ich das Erziehungsverhalten der Eltern in Hausbesuchen ebenso wie auf Schulfesten und beim Abholen deutlich beobachten. Ich würde nicht jedes Kind in meiner Klasse in die Klinik stecken, und mit der Rennmaus würde ich auch nicht hingehen, weil ich weiß, dass viele Eltern Grenzen setzen, jeden Tag neu und jeden Tag konsequent, aber nicht immer mit Erfolg. Da bin ich keine ausnahme!

Aber bitte glaube mir, ich kenne Eltern, bei denen sind ein Teil der Probleme - unabhängig von der Hirnschädigung - hausgemacht. Die Hirnschädigung würde längst nicht so gravierend ins Gewicht fallen, wenn die Eltern intuitiv Grenzen setzen könnten. Letztlich sind all die betroffenen Kinder im Heim gelandet, weil das teilstationäre Setting nicht ausgereicht hat. eine heilpädagogische Tagesstätte ist nur die entlastung, weil zum Zeitpunkt der Aufnahme die Eltern nicht mehr in der Lage gewesen wären, das Kind ab 13.30 selbst zu betreuen, sonst wäre das heim eher gekommen.

Bei den so betroffenen Kindern, die wir derzeit in der Schule begleiten, ist es leider auch nur eine Frage der Zeit, wann die Eltern zusammenbrechen. Ist das Trauma, das die Klinik auslöst nun unbedingt schlimmer als das, was die Heimunterbringung auslösen wird? ich bin mir da nicht so sicher...

Übrigens brauchen all diese Eltern mit denen ich arbeite ebenfalls eine Therapie, da stimme ich allen zu, die dies so sehen. Nur, wem helfe ich zuerst? Henne oder Ei? Und wie lange dauert es, bis die Eltern soweit sind, dass sie wieder intuitiv grenzen setzen können? und was passiert mit dem kind in der zwischenzeit?

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von rennmaus: 08.07.2019 20:18.

08.07.2019 20:11 rennmaus ist offline Beiträge von rennmaus suchen Nehmen Sie rennmaus in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von rennmaus



Bei den so betroffenen Kindern, die wir derzeit in der Schule begleiten, ist es leider auch nur eine Frage der Zeit, wann die Eltern zusammenbrechen. Ist das Trauma, das die Klinik auslöst nun unbedingt schlimmer als das, was die Heimunterbringung auslösen wird? ich bin mir da nicht so sicher...



Ich glaube eben nicht, dass bei diesem Kind der Klinikaufenthalt "Erfolg" hatte. Wenn das Kind aufgrund einer hirnorganischen Störung seine Impulse nicht kontrollieren kann, so wird es dies auch nach dem Klinikaufenthalt nicht können.
Schwierig wird es immer dann, wenn FAS-Kinder sehr impulsiv und aggressiv sind. So wie bei meinem und bei "Anna" aus dem Film. Selbst wenn es "nur" ADHS wäre, so wäre das Ergebnis dasselbe.
Eine Verhaltenstherapie oder Erziehungsberatung kann bei derart impulsiven Kindern nur erfolgreich sein, wenn sie zusätzlich medikamentös gut eingestellt sind. Wenn das Gehirn gar nicht in der Lage ist, eine bestimmte Aufgabe zu leisten (in dem Fall die Impulskontrolle), dann ist jede Therapie "für die Katz".


Meiner Wahrnehmung nach ist diese Familie in einen Teufelskreis geraten, aus dem sie nur heraus finden kann, wenn man das Kind gut medikamentös einstellt.
Das Mädchen ist impulsiv, haut schnell. DAS wiederum ruft den Ärger der Mutter auf den Plan. Sie reagiert darauf mit Schimpfen und Konsequenzen. Das Kind kann aber nicht aus Konsequenzen lernen, wird jedes Mal frustrierter und dadurch noch aggressiver. Das ganze endet dann in einem Machtkampf ums Essen usw.

Die Impulsivität/Aggressivität lässt sich nicht wegerziehen. Die ist da. Eingreifen muss die Mutter aber spätestens dann, wenn jemand anderes zu Schaden kommt, in dem Fall die kleine Schwester. Das "Eingreifen" / die Konsequenz frustriert das Kind, weil es das nicht verstehen kann. Und so wird das Verhalten des Kindes schlimmer und schlimmer und schlimmer.

Daher bin ich mir sicher, dass diese Klinik dem Mädchen nicht helfen konnte. Denn der Druck auf das Kind wurde dort durch die sehr rigiden Maßnahmen ja weiter und weiter erhöht. Und dadurch die "Betriebstemperatur" (hallo @Kati).

Die Klinik ist ja eine Klinik für Psychosomatik. Herr Langer selbst hat an einer Stelle im Film gesagt, dass die Klinik helfen kann, wenn keine organischen Ursachen vorliegen. FAS (und selbst ADHS) ist aber eine (hirn)organische Ursache.
Ich finde diese Klinik für kein einziges Kind geeignet, da man die Grenzen der Kinder permanent niedertrampelt und sehr entwürdigend mit ihnen umgeht. Aber für ein FAS-Kind wäre die Klinik der Supergau, weil der dort auf die Kinder ausgeübte Druck und Stress jegliche FAS-Symptomatik mit Sicherheit potenziert, aber niemals heilt.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von KleinerKlabauter: 08.07.2019 20:33.

08.07.2019 20:31 KleinerKlabauter ist offline Beiträge von KleinerKlabauter suchen Nehmen Sie KleinerKlabauter in Ihre Freundesliste auf
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