§ 6 - Lehrerkonferenz

§ 6 Lehrerkonferenz
(1) Mitglieder der Lehrerkonferenz einer Schule sind die hauptamtlich und hauptberuflich, die nebenamtlich und nebenberuflich tätigen Lehrer sowie die sozialpädagogischen Fachkräfte. Lehramtsanwärter sind stimmberechtigt, wenn sie selbstständig Unterricht erteilen; andernfalls haben sie beratende Stimme. Die Leiterin oder der Leiter eines mit der Schule verbundenen Schulkinderhauses nehmen mit beratender Stimme an den Sitzungen der Lehrerkonferenz teil. Sie haben das Recht, Anträge zu stellen.
(2) Die Lehrerkonferenz kann weitere Mitarbeiter, die an der pädagogischen Arbeit beteiligt sind, zu ihren Sitzungen einladen.
(3) Die Lehrerkonferenz berät über die fachliche und pädagogische Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule; sie fördert die Zusammenarbeit der Lehrer bei der Gestaltung und Durchführung des Unterrichts und unterstützt den einzelnen Lehrer und den Schulleiter bei der Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule.
(4) Die Lehrerkonferenz entscheidet über folgende Angelegenheiten:
Grundsätze für die Unterrichtsverteilung und die Aufstellung von Stunden- und Aufsichtsplänen,
Richtlinien für die Vertretung von Lehrern,
Verteilung von Sonderaufgaben an Lehrer nach Anhörung der betroffenen Lehrer,
Angelegenheiten der Lehrerfortbildung,
Einräumung individueller Pflichtstundenermäßigungen im Rahmen der geltenden Bestimmungen,
Vorschläge zur Einführung sowie zur Ausleihe und Übereignung von Lernmitteln,
die Überweisung in eine parallele Klasse oder Lerngruppe sowie die Androhung der Entlassung und die Entlassung eines Schülers von der Schule,
weitere Angelegenheiten, die ausschließlich oder überwiegend unmittelbar die Lehrer betreffen.


(5) Der Schulleiter ist Vorsitzender der Lehrerkonferenz.
(6) Die Lehrerkonferenz kann Teilkonferenzen einrichten und ihnen Angelegenheiten
ihres Aufgabenbereichs ganz oder teilweise übertragen. § 5 Abs. 4 gilt entsprechend.