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Zum Ende der Seite springen Baby Lara
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Reica Reica ist weiblich
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Baby Lara Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Mutter nach Tod eines Babys in Hamburg festgenommen

Nach dem Tod eines neun Monate alten Mädchens in Hamburg hat die Polizei die Mutter des Kindes und deren Lebensgefährten vorläufig festgenommen. Nach ersten Untersuchungen der Babyleiche bestehe der Verdacht eines «Tötungsdeliktes durch Unterlassen», sagte ein Polizeisprecher am Mittwochabend auf ddp-Anfrage in Hamburg. Möglicherweise habe sich das Kind in einem «schlechten Ernährungszustand» befunden. Anzeichen auf eine Misshandlung gebe es nicht.

Die Mordkommission des Landeskriminalamtes (LKA) hat dem Sprecher zufolge die Ermittlungen übernommen. Die 18-jährige Mutter des Kindes und ihr Lebensgefährte würden nun vernommen. Die Todesursache war zunächst unklar. Aufschluss soll eine Obduktion liefern.

Rettungskräfte hatten das tote Baby am Mittwochmittag gegen 12.00 Uhr in einer Wohnung im Beisein der Mutter und ihres Lebensgefährten aufgefunden.



Quelle: http://www.news-adhoc.com/mutter-nach-to...a2009031121810/

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Wir leben auf Kosten unserer Zukunft.....also auf Kosten unserer Kinder!!!
12.03.2009 05:49 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Irina Irina ist weiblich
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Polizei vernimmt Mutter und Lebensgefährten Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Polizei vernimmt Mutter und Lebensgefährten

Nach dem ungeklärten Tod eines neun Monate alten Babys in Hamburg befinden sich die Mutter des Kindes und deren Lebensgefährte weiterhin in polizeilichem Gewahrsam. Die 18-Jährige wurde ebenso wie ihr 21-jähriger Lebensgefährte, der nicht der leibliche Vater des Kindes ist, mehrere Stunden vernommen, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte.


Hamburg (ddp-nrd). Nach dem ungeklärten Tod eines neun Monate alten Babys in Hamburg befinden sich die Mutter des Kindes und deren Lebensgefährte weiterhin in polizeilichem Gewahrsam. Die 18-Jährige wurde ebenso wie ihr 21-jähriger Lebensgefährte, der nicht der leibliche Vater des Kindes ist, mehrere Stunden vernommen, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte. Über den Inhalt der Vernehmungen machte er keine Angaben. Die Mordkommission des
Landeskriminalamtes hatte die Ermittlungen aufgenommen, weil der Verdacht eines «Tötungsdeliktes durch Unterlassen» besteht. An der Leiche des kleinen Mädchens seien indes keine äußerlichen Zeichen für Misshandlungen festgestellt worden. Der Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft, Wilhelm Möllers, sagte, dass die Ergebnisse der Obduktion des Leichnams ausschlaggebend für das weitere Vorgehen in diesem Fall seien. Um einen Unfall wie beispielsweise einen Sturz des Kindes als Todesursache auszuschließen, werde das Baby vor der Sektion geröntgt. Die Obduktion solle dann Aufschluss darüber geben, ob das Mädchen durch eine Krankheit oder durch Unterlassung zu Tode kam. Bisher gebe es «deutliche Anhaltspunkte» für eine Mangelernährung des Kindes, fügte Möllers hinzu. Die Obduktionsergebnisse sollten am frühen Nachmittag vorliegen. Nach Angaben der diakonischen Einrichtung «Das Rauhe Haus» wurden die Mutter, ihr Lebensgefährte sowie das Kind seit etwa einem Jahr von der dortigen Kinder- und Jugendhilfe betreut. Das Jugendamt habe «diese sozialpädagogische Familienhilfe», die wöchentlich zehn Stunden umfasst habe, bereits vor der Geburt des Mädchens eingerichtet, sagte ein Sprecher. Im September sei der Umfang der Betreuung auf wöchentlich fünf Stunden reduziert worden, weil die 18-Jährige «verantwortlich handelte und insbesondere ihr Kind gut versorgte», hieß es weiter. Zuletzt sei am Dienstag vergangener Woche die Familie von einer Fachkraft besucht worden. Es habe «weder in den vergangenen Monaten noch aktuell Anzeichen von Vernachlässigung und Kindeswohlgefährdung» gegeben. Rettungskräfte hatten das tote Baby am Mittwochmittag gegen 12.00 Uhr in einer Wohnung im Beisein der Mutter und ihres Lebensgefährten, beides Deutsche, aufgefunden. Die 18-Jährige habe den Tod des Kindes gemeldet.

Quelle: http://www.pr-inside.com/de/polizei-vern...en-r1109556.htm


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Irina


Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus

12.03.2009 19:30 Irina ist offline Beiträge von Irina suchen Nehmen Sie Irina in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Irina: locotanz1
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Reica Reica ist weiblich
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Haben die Behörden wieder versagt? Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Haben die Behörden wieder versagt?

Nach dem Tod des neun Monate alten Babys - Schwester der Mutter erhebt schwere Vorwürfe


Auf dem verdreckten Boden des Schlafzimmers lag die kleine Lara. Leblos und ausgemergelt. Das Baby starb Mittwoch an der Weimarer Straße in Wilhelmsburg (MOPO berichtete) - obwohl das Jugendamt die Familie nur acht Tage vor dem Tod besucht hatte. Die Obduktion ergab: Das Mädchen war stark unterernährt. Nun erhebt Nicole Z. (32), die Tante der kleinen Lara, schwere Vorwürfe: "Ich habe das Jugendamt immer wieder gewarnt, wurde aber abgewimmelt."

Nachdem die Mutter Jessica R. (18 ) die Feuerwehr alarmiert hatte, wurde die Leiche der kleinen Lara Mittwochmittag entdeckt. Die Retter hatten keine Chance, dem Baby zu helfen. Auf dem kleinen Körper waren bereits Leichenflecken, die darauf schließen lassen, dass das Mädchen schon länger tot war. Nach einer ersten Untersuchung der Leiche im Institut für Rechtsmedizin wurden die Mutter und ihr Lebensgefährte Daniel C. (21) vorläufig festgenommen. Auf dem Weg zum Polizeipräsidium sagt die junge Frau, dass sie ihr Kind doch bloß ins Bett gelegt habe und als sie wieder nach ihm schauen wollte, sei Lara tot gewesen.

Die Obduktion ergab: Lara wog nur 4,8 Kilogramm. Normal ist ein Gewicht zwischen 8 und 11 Kilo. "Der Körperfettanteil des Kindes war beinahe bei null", sagt Wilhelm Möllers, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ansonsten sei das Baby jedoch in einem gepflegten Zustand gewesen. Woran Lara starb, ist nicht geklärt. Eine Misshandlung durch Schläge oder Schütteln könne aber ausgeschlossen werden. Nun sollen feingewebliche Untersuchungen durchgeführt werden. Die Mutter, die während der Schulzeit ungewollt schwanger geworden war und vom Kindsvater verlassen wurde, und ihr Lebensgefährte wurden gestern Nachmittag wieder entlassen. Zwar werde weiter ermittelt, "jedoch müssen wir die Untersuchungen in der Rechtsmedizin abwarten. Danach können wir den Sachverhalt neu bewerten", so Wilhelm Möllers.

Dass es ein schlimmes Ende nehmen könnte - das hatte Nicole Z. schon seit Längerem befürchtet. Sie ist die ältere Schwester von Jessica R. "Wann werden Sie endlich was unternehmen? Muss die Kleine denn erst sterben?" Das habe die Frau in dem letzten Telefonat, das sie mit dem Jugendamt führte, gesagt. Nicole Z. versuchte immer wieder, die Behörde auf die katastrophalen Zustände in der Wohnung ihrer Schwester aufmerksam zu machen. "Jessica hat nicht mal gewusst, was das Kind zu trinken bekommen muss. Und sie hat sich auch nicht für Lara interessiert" sagt ihre ältere Schwester.

Auch die Versorgung ihrer Haustiere bekam das Paar wohl nicht geregelt. Kürzlich sollen eine Ratte und ein Kaninchen in der Wohnung verstorben sein. Trotzdem legten sich Jessica R. und ihr Freund vor etwa drei Wochen einen Hundewelpen zu.

Der Tod von Lara hätte vielleicht verhindert werden können. Denn die Mutter wurde betreut. Die Mitarbeiterin vom "Rauhen Haus" war zuletzt am 3. März in der Wohnung - nur acht Tage vor dem Tod des Babys. Nicole Z. kann nicht glauben, dass die Betreuerin die Unterernährung nicht bemerkt hat. "Das hätte jeder gesehen."

Zitat:
"Ich habe das Jugendamt immer wieder gewarnt"

Nicole Z. (32), Tante von Lara



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.mopo.de/2009/20090313/hamburg...er_versagt.html



"Kein Anzeichen für Vernachlässigung"
Die neun Monate alte Lara ist gestorben - unter den Augen des Jugendamtes


Die Betreuerin hatte das Kind nur wenige Tage zuvor gesehen. Die MOPO sprach mit den Verantwortlichen.

Seit wann und in welcher Form wurden Mutter und Kind betreut? "Die Kinder- und Jugendhilfe des ,Rauhen Hauses' betreute die Familie seit April 2008. Das Jugendamt hatte diese sozialpädagogische Familienhilfe bereits vor der Geburt des Mädchens eingerichtet und uns mit der Betreuung beauftragt, die zehn Stunden in der Woche umfasste", sagt Uwe Mann van Velzen, Sprecher des "Rauhen Hauses". "Im September 2008 wurde der Betreuungsumfang aufgrund der positiven Entwicklung auf fünf Stunden in der Woche herabgesetzt. Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem die Mutter in allen Lebensumständen verantwortlich handelte und insbesondere ihr Kind gut versorgte."

Wann waren die Mitarbeiter zuletzt bei der Familie? "Unsere sozialpädagogische Fachkraft, von Anfang an für die Familie tätig, war zuletzt am Dienstag vergangener Woche in der Familie und sah das kleine Mädchen wohlauf beim Essen", sagt Uwe Mann van Velzen. "Das nächste Aufsuchen war für gestern vorgesehen. Es gab weder in den vergangenen Monaten noch aktuell Anzeichen von Vernachlässigung und Kindeswohlgefährdung."

Das Kind war stark unterernährt. Wie kann so etwas einfach nicht auffallen? "Das kann momentan nicht beantwortet werden. Die Mitarbeiterin befindet sich im Urlaub. Sie soll nun aber nach Hamburg zurückgeflogen werden", sagt Markus Schreiber, Mittes Bezirksamts-Chef.

Gab es Vorsorgeuntersuchungen? "Ja, das Kind wurde vom Arzt untersucht. Es soll alles normal gewesen sein. Wir werden aber noch Kontakt zu dem Kinderarzt aufnehmen", sagt Schreiber.

Warum wurden die Warnungen von Laras Tante nicht ernst genommen? "Es gab Kontakt zu der Tante und daraufhin auch Gespräche mit ihr und der Mutter von Lara. Anzeichen, dass das Kind aus der Familie hätte genommen werden müssen, gab es nicht", sagt Schreiber.

Wird es personelle Konsequenzen geben? "Wir werden erst einmal die Ermittlungen abwarten und das Ganze genau untersuchen", so der Bezirksamtschef.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.mopo.de/2009/20090313/hamburg...laessigung.html

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13.03.2009 04:59 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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"Wir dachten, wir schaffen das" Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Laras Tod: Die Betreuerin kam Dienstags für 20 Minuten, sagt Daniel C.

"Wir dachten, wir schaffen das"

Die Mutter und ihr Lebensgefährte scheuten einen Arztbesuch - aus Angst, das Jugendamt nehme das Kind weg.


Die Betreuerin, die die Mutter (18 ) der am Mittwoch gestorbenen Lara Mia aus Wilhelmsburg regelmäßig besuchte, hat offenbar schon vor Wochen bemerkt, dass das Kind deutlich untergewichtig war. Sie habe ihnen geraten, zu einem Kinderarzt zu gehen, sagte Daniel C., der Lebensgefährte von Laras Mutter Jessica, am Freitag. Aus Angst, das Jugendamt könne ihnen das Kind wegnehmen, hätten sie aber keinen Arzt aufgesucht. "Wir dachten, wir schaffen das so", sagte Daniel C. (21). Das Kind starb am Mittwoch (wir berichteten) mit einem Gewicht von 4,8 Kilo. Es wurde nur neun Monate alt. Die genaue Todesursache steht noch nicht fest. "Das Kind kann nicht verhungert sein. Wir sind sicher, dass es eine Magenkrankheit war", so die Großmutter der Kleinen, Marina T.

Die Betreuerin des "Rauhen Hauses", die sich zunächst zehn, zuletzt fünf Stunden pro Woche um das Wohl von Jessica, ihrem Freund und Baby Lara kümmern sollte, wurde gestern von der Polizei und vom zuständigen Bezirksamt befragt. Sie hat die Aussage verweigert. "Das geschieht auf Anraten ihres Anwaltes, denn sie steht wegen unterlassener Hilfeleistung unter Tatverdacht", sagt Friedemann Green, Chef des Rauhen Hauses.

Daniel C. war stets zufrieden mit der Betreuerin: "Sie war immer für uns da!" In der Erinnerung des jungen Mannes kam sie regelmäßig dienstags in die Wohnung des jungen Pärchens in der Weimarer Straße. Daniel berichtet, dass sie dann jeweils geschätzte zwanzig Minuten geblieben sei. Eine Aussage, die Fragen aufwirft. Denn das "Rauhe Haus", das vom Bezirk Mitte mit der Betreuung beauftragt worden war, rechnete wöchentlich fünf Stunden Betreuung ab. Selbst wenn Fahrzeiten und Bürostunden abgezogen werden müssen, bleibt eine ungewöhnliche Diskrepanz. Für Jessica und Daniel reichte der Umfang der Betreuung allerdings aus: "Wir konnten sie immer anrufen, sie war immer für uns da", sagt Daniel. Ob die Betreuerin sie wiederholt aufgefordert hatte, Lara Mia wegen ihres Untergewichts einem Arzt vorzuführen, weiß Daniel nicht mehr. Bei ihren Besuchen habe die Betreuerin sich die Wohnung angesehen, sich mit ihnen unterhalten, Lara angeschaut, sie auch gefüttert und auf dem Arm gehabt.

Zuletzt war die Betreuerin am 3. März in der Dachgeschosswohnung des Pärchens gewesen. Danach fuhr sie in den Urlaub. Eine Urlaubsvertretung sollte die Betreuung übernehmen. Am Dienstag, dem 10. März war allerdings kein Betreuer bei Jessica und Daniel. Am Tag darauf war Lara Mia tot.

Daniel erzählt von dem Moment, in dem Jessica und er das tote Kind in seinem Bettchen fanden: "Wir kamen in ihr Zimmer, da lag die Decke über dem Kopf von Lara Mia. Jessica schrie: "Sie bewegt sich nicht!" Wir waren geschockt, haben angefangen mit Mund-zu-Mund-Beatmung. Aber es war nichts mehr." An dem Tag, an dem Lara starb, hätten sie zu einem Kinderarzt gehen wollen, sagt Daniel. Zwei Wochen lang habe das Kind bereits schlecht gegessen. "Wir haben ihr Beruhigungstee für den Magen gegeben", sagt der schmächtige 21-Jährige. Jessicas Großmutter ergänzt: "Sie hat manchmal schlecht gegessen, dann wieder richtige Fressattacken gehabt." Es sei schlicht nicht wahr, dass dem Baby nicht genug zu essen angeboten worden sei.

Die Frage nach dem Lieblingsessen der kleinen Lara Mia beantwortet Daniel mit "Lasagne. Und Fruchtzwerge." Warum hatten sie Angst, zum Kinderarzt zu gehen? "Wir dachten, das Jugendamt nimmt uns die Kleine weg!", sagt Daniel. Zum Hintergrund sagt Marina T: "Ihre älteste Schwester hat Jessica dort fälschlicherweise angeschwärzt. Sie hat behauptet, Jessica und Daniel würden das Kind misshandeln. Aber das ist Schwachsinn."

Den Gewichtsverlust ihres Kindes erklärte sich das Pärchen unter anderem mit der wachsenden Agilität. Lara Mia hatte angefangen zu krabbeln, sich hinzustellen.

Sanitäter, die das Kind am Mittwoch aus der Wohnung holten, berichteten, Lara habe wegen der starken Austrocknung bereits faltige Haut gehabt.

Daniel sagt mit Tränen in den Augen, er könne noch gar nicht fassen, dass die Kleine nicht mehr da sei. Auch seiner Freundin, der Mutter des Kindes, gehe es derzeit ganz schlecht. "Man macht sich schon Vorwürfe", sagt der Ersatzvater. "Aber wir sind doch keine Mörder. Wir wollten die Kleine doch." Jetzt sei es wichtig, dass ganz schnell herauskomme, woran das Baby starb. Der Leiter des Bezirksamts Mitte, Markus Schreiber (SPD), kündigte Freitagabend an, den von Sozialsenator Dietrich Wersich (CDU) geforderten Bericht zum Fall Lara am Montag vorzulegen. Die öffentliche Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses im Bezirk Mitte (17 Uhr, Sitzungssaal der Bezirksversammlung, Klosterwall 4, Block B, 1. Stock) wurde auf Montag vorverlegt. Einziger Tagesordnungspunkt: Der tragische Tod von Baby Lara.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.abendblatt.de/daten/2009/03/14/1084940.html

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14.03.2009 07:09 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Reica Reica ist weiblich
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Lara - Chronik einer Tragödie Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Baby-Drama: Heute informiert der Bezirksamtsleiter die Gesundheitsbehörde über Hintergründe

Lara - Chronik einer Tragödie

Vor fünf Tagen wurde das neun Monate alte Baby tot aufgefunden, unterernährt und dehydriert. Unklar ist, wie es dazu hatte kommen können. Das Abendblatt hat ein eigenes Protokoll erstellt.


Heute übergibt der Leiter des Bezirksamts Mitte, Markus Schreiber (SPD), ein geheimes Protokoll an die Gesundheitsbehörde. Darin geht es um die Hintergründe des Todes von Baby Lara. Senator Dietrich Wersich (CDU) hat den Bericht angefordert und mit Konsequenzen gedroht. Das Abendblatt hat ein eigenes Protokoll erstellt. Im Mittelpunkt steht Laras Mutter, Jessica R., die in einer zerrissenen Familie groß und mit 17 Jahren durch ihre Schwangerschaft aus der eigenen Kindheit herausgerissen wurde. Noch ist unklar, ob es Versäumnisse gegeben hat, die möglicherweise zum Tod von Lara geführt haben könnten. Das Protokoll basiert auf Angaben von Familienangehörigen, Betreuern und Ämtern. Die Chronologie einer Betreuung, die womöglich scheiterte.

Juni 2007: Jessica R. nimmt wegen des Streits mit ihrer Mutter, Marina T., Kontakt zum Jugendamt Wilhelmsburg auf, damals noch dem Bezirk Harburg zugehörig.

Juli 2007: Gespräch mit Jugendamtsmitarbeiter B., dem der "Fall Jessica" angetragen wurde. Die Lösung: Jessica soll zum Vater Karl Heinz R. ziehen. Dieser strebt an, Jessicas Mutter das alleinige Sorgerecht zu entziehen.

16. August 2007: Jessica zieht mit ihrem Vater nach Neugraben.

August 2007: Jessica wird schwanger. Der Vater heißt Florian, ist polizeibekannt und saß bereits in der geschlossenen Unterbringung Feuerbergstraße.

Herbst 2007: Jessica lernt Daniel C., ihren späteren Verlobten, kennen. Sie überwirft sich auch mit ihrem Vater.

28. November 2007: Der Anwalt von Jessicas Vater schreibt an das Familiengericht Harburg: Jessica, die die Schule abgebrochen habe und in den Tag hinein lebe, sei im dritten Monat schwanger, nehme darauf aber keine Rücksicht. Sie rauche und trinke Alkohol. Sie lasse "Nahrungsmittel und Abfälle achtlos in ihrem Zimmer liegen". Sie stehle Lebensmittel und Geld. Er habe sich deshalb an das Jugendamt Wilhelmsburg gewandt, sei dort aber abgewiesen worden.

13. Dezember 2007: Das Jugendamt Wilhelmsburg teilt dem Amtsgericht Harburg in der "Familiensache Jessica R." mit, dass eine "Jugendhilfemaßnahme erforderlich" sei, weil (die schwangere) Jessica ihr Kind nicht allein versorgen könne. Weiter: Die Eltern hätten "keinerlei Einfluss" auf Jessica, und diese "keinerlei Leidensdruck und keine Zielvorstellung". Jessica selbst könne sich die "Unterbringung in einer Mutter-Kind-Einrichtung vorstellen". B. empfiehlt nicht, Jessicas Mutter das Sorgerecht zu entziehen.

27. Dezember 2007: Der Anwalt von Jessicas Vater antwortet: Das Jugendamt Wilhelmsburg habe versprochen, Jessica bei der Suche nach einem Platz in einem Mutter-Kind-Haus zu helfen. Bislang habe sie allerdings nichts mehr von B. gehört. "Offensichtlich will sich das Jugendamt nicht Jessicas annehmen."

22. Februar 2008: Erste Anhörung zum Sorgerechtsstreit beim Amtsgericht Harburg. Man einigt sich darauf, dass Jessica Ende April 2008 bei ihrem Vater wieder auszieht. Die Familienrichterin warnt Jessica: Sollte sie sich nicht um eine Wohnung oder einen Platz im Mutter-Kind-Haus kümmern, "bestehe die Gefahr, dass das Jugendamt einen Antrag auf Übertragung der elterlichen Sorge für das Neugeborene stellen und das junge Kind in Obhut nehmen werde."

28. März 2008: Zweite Anhörung: Karl Heinz R., der sich zunehmend überfordert fühlt, zeigt Fotos vom katastrophalen Zustand von Jessicas Zimmer. Rattenkot mischt sich mit Abfall und Essensresten. Man einigt sich darauf, dass Jessicas Ratten weggegeben werden.

Frühjahr 2008: Da Wilhelmsburg nach Angaben von Jessicas Vaters nicht reagiert, bemüht er das Jugendamt Süderelbe, um eine Betreuung für Jessica zu organisieren. Das Jugendamt Süderelbe beauftragt das Rauhe Haus.

21. April 2008: Marianne K., Mitarbeiterin vom Rauhen Haus, übernimmt die Betreuung von Jessica R. über zehn Wochenstunden.

April/Mai 2008: Kompetenzstreitigkeiten zwischen den Jugendämtern Süderelbe und Wilhelmsburg. Da Jessicas Mutter das alleinige Sorgerecht behält, ist nicht das Jugendamt Süderelbe, sondern das in Wilhelmsburg für Jessica zuständig. Wilhelmsburg verlangt die Übergabe des Falls. Diese scheitert nach Angaben von Jessicas Vater. Ihre Akten tauchen angeblich nicht in Wilhelmsburg auf.

Mai 2008: Lara wird geboren. Laut Gericht darf Jessica R. nicht zurück in die Wohnung ihres Vaters. Sie kommt bei der Mutter ihres Lebensgefährten Daniel C. in Hausbruch unter.

Juni 2008: Jessica R. und Daniel C. beziehen auf Vermittlung des Rauhen Hauses eine Dreizimmerwohnung an der Weimarer Straße in Wilhelmsburg.

September 2008: Der Betreuungsumfang von Jessica wird vom Rauhen Haus aufgrund der positiven Entwicklung von Lara von zehn auf fünf Stunden in der Woche herabgesetzt.

Dezember 2008:
Hinweis, dass Jessica ihr Baby vernachlässigt. Marianne K. überprüft dies. Die Vorwürfe seien "gegenstandslos", so das Rauhe Haus.

02. März 2009: Jessicas Vater begleitet Daniel C. zum Sozialgericht. Er sieht Lara das letzte Mal.

03. März 2009: Marianne K. besucht Jessica und Lara noch einmal. Dann geht sie in Urlaub. Die Aushilfsbetreuerin hat sich vorher (nach Angaben vom Rauhen Haus) bei Jessica R. vorgestellt. Als nächster Besuchstermin wird der 11. März vereinbart.

11. März 2009: Lara wird tot in der Wohnung aufgefunden. Jessica und Daniel werden festgenommen. Die Polizei ermittelt wegen des "Verdachts eines Tötungsdelikts durch Unterlassung".

12. März 2009: Die Obduktion von Lara ergibt, dass das Mädchen mangelernährt wurde. Ihr Körperfettanteil lag zuletzt bei nahezu null Prozent. Weitere Untersuchungen werden angeordnet. Jessica und Daniel kommen auf freien Fuß, da es keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Laras Unterernährung und dem Versagen der Eltern gibt.

13. März 2009: Marianne K. wird aus dem Urlaub zurückgeholt und von der Polizei angehört. Sie verweigert die Aussage.

Alle Artikel und Bilder zum Fall "Lara" unter www.abendblatt.de/lara



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.abendblatt.de/daten/2009/03/16/1086491.html

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16.03.2009 06:13 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Rauhes Haus gibt externe Prüfung in Auftrag Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Tote Lara
Rauhes Haus gibt externe Prüfung in Auftrag

Nach dem Tod der neun Monate alten Lara in Wilhelmsburg zieht das Rauhe Haus nun Konsequenzen. Der Jugendhilfeträger gibt eine externe Überprüfung seiner Arbeitsweise und der Abläufe in Auftrag. Sie wird vom früheren Staatsrat Detlef Gottschalk geleitet. Er soll Schwachstellen aufdecken.


Der Prüfer habe die Aufgabe, die internen Abläufe des Trägers sowie die konkrete Umsetzung des Betreuungsauftrages auf mögliche Schwachstellen und Fehler zu untersuchen, hieß es vom Rauhen Haus nach einem Gespräch mit Sozialsenator Dietrich Wersich (CDU) und seiner Staatsrätin Angelika Kempfert. Wersich begrüßte die selbstkritische Auseinandersetzung des Trägers mit dem tragischen Vorfall.

Zugleich mehren sich die Vorwürfe gegen die Sozialarbeiterin des Rauhen Hauses, die die Familie betreut hatte. Entgegen früheren Darstellungen wurde das Kind offenbar nicht zur frühkindlichen Vorsorgeuntersuchung U5 beim Kinderarzt vorgestellt, die eigentlich im sechsten oder siebten Lebensmonat vorgesehen ist. Im Interview mit dem NDR räumte Laras Mutter Jessica R. ein, die letzten Vorsorgeuntersuchungen für ihr Kind nicht wahrgenommen zu haben. Am Tage nach Jessicas Tod hatte das Rauhe Haus erklärt, dass alle ärztlichen Untersuchungen wahrgenommen wurden. Darauf habe die Mitarbeiterin „sehr geachtet“.

Auch die Sozialbehörde versucht nun, den Widerspruch zwischen den Angaben der Mutter und der Sozialarbeiterin zu klären. Das gelbe Vorsorgeheft des Kindes, in dem die Untersuchungen von Lara festgehalten sind, hat die Polizei beschlagnahmt. Markus Schreiber (SPD), Leiter des Bezirksamts Mitte, sieht eine „gewisse Glaubwürdigkeit“ in den Aussagen der Mutter, die sich ja selbst belaste, wenn sie einräume, das Kind nicht zum Arzt gebracht zu haben. „Es ist unglaublich schwer, man denkt 24 Stunden an die Kleine“, sagte die Mutter in dem Interview. „Da ist einfach eine Leere in meinem Herzen, das ist, als wenn man innerlich aufgefressen wird.“

Die kleine Lara war vor gut einer Woche tot in der Wohnung ihrer Eltern gefunden worden. Die Obduktion ergab, dass das Kind mangelernährt war. Die genaue Todesursache steht allerdings noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Sozialarbeiterin ebenso wie gegen die Mutter und ihren Lebensgefährten. Wegen des laufenden Strafverfahrens macht Betreuerin Marianne K. keinerlei Angaben.

Bezirksamtsleiter Schreiber hatte gestern kritisiert, die Auskunftsfreude des Rauhen Hauses lasse zu wünschen übrig, „das ist misslich“. Dagegen wehrte sich der Träger: „Wir mauern nicht.“ Man sei bisher davon ausgegangen, dass Lara bei allen Untersuchungen vorgestellt worden sei. „Aber das kann uns nur die Mitarbeiterin sagen, und die verweigert die Aussage – auch uns gegenüber.“ Die Rechtsanwaltskanzlei Bernzen Sonntag, die sowohl die Sozialarbeiterin als auch das Rauhe Haus vertritt, rechtfertigt das Schweigen der Frau. „Es gehört zur professionellen Strafverteidigung, einem Mandanten zu raten, sich nicht zu äußern, bevor nicht die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsakten eingesehen wurden“, sagt der Jugendhilfeexperte Christian Bernzen.

Gleichwohl will Schreiber den Druck verstärken: Gestern hat sich das Bezirksamt schriftlich an das Rauhe Haus gewandt mit der Aufforderung, arbeitsrechtlich auf die Sozialarbeiterin einzuwirken, damit sie erforderliche weitere Auskünfte gebe. Der Austausch notwendiger Informationen über die Entwicklung der Familie sei vertraglich mit dem Rauhen Haus vereinbart. „Wir sind an einer Stelle, wo wir ansonsten nicht weiterkommen“, so Schreiber.

Die SPD erhebt unterdessen schwere Vorwürfe gegen die CDU, die es seit Jahren versäumt habe, zumindest das Einladewesen für die Vorsorgeuntersuchungen verbindlich zu gestalten. Nun habe die Koalition lediglich einen Antrag in die Bürgerschaft eingebracht, zur U6 und U7 verbindlich einzuladen – allerdings nur in ausgewählten Bezirken und als Modellversuch, der auf zwei Jahre befristet ist.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.welt.de/hamburg/article340100...in-Auftrag.html

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"Hilfe kann man keinem aufzwingen" Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

"Hilfe kann man keinem aufzwingen"

Auch nach dem Tode der kleinen Lara hält Hamburgs Sozialsenator Dietrich Wersich die Möglichkeiten staatlicher Einflussnahme für begrenzt. Er fordert intensivere Kontrollen bei den Trägern der Familienhilfe


Der Tod der kleinen Lara aus Wilhelmsburg bewegt Hamburg. Noch ist die genaue Todesursache zwar unklar, aber es gibt den Verdacht, das Kind sei möglicherweise gestorben, weil es von seinen Eltern vernachlässigt worden ist. Die "Welt am Sonntag" sprach mit Sozialsenator Dietrich Wersich (CDU).

Welt am Sonntag:
Herr Wersich, müssen wir uns in einer modernen Großstadt mit Fällen wie dem Tod der kleinen Lara abfinden?

Dietrich Wersich:
Absolute Sicherheit gibt es natürlich nicht, und professionelle Fehler können leider immer wieder passieren. Im Fall von Lara aber ist die Angelegenheit bislang unklar. Das Kind wurde nicht misshandelt, geschlagen oder von seinen Eltern aktiv vernachlässigt. Möglicherweise war das Baby erkrankt, und seine jungen Eltern gingen mit dieser Erkrankung nicht richtig um. Endgültige Aufklärung über die Todesursache erhoffe ich mir von der Obduktion.

Eine Sozialarbeiterin hatte die Betreuung der Familie übernommen. Nun fehlen seit September Hilfeberichte. Wurde hier geschlampt?

Wersich:
Nicht unbedingt. Üblicherweise wird ein entsprechender Report alle drei Monate gefertigt, manchmal können es aber auch sechs Monate sein. Wir wissen aber, dass trotz des fehlenden Berichts der Kontakt zwischen Jugendamt und der Familienhilfe mehrfach bestand.

Könnte sich der Tod von Lara am Ende als eine Verkettung unglücklicher Umstände herausstellen?

Wersich:
In der Tat ist meine Kernhypothese, dass die Eltern aus Angst nicht zum Arzt gegangen sind und Lara deshalb nicht rechtzeitig behandelt wurde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt sowohl gegen die Eltern als auch gegen die Betreuerin wegen unterlassener Hilfeleistung. Wie gesagt, wir haben bislang keine Anhaltspunkte für eine Vernachlässigung über längere Zeit.

Eigentlich gibt es für junge Mütter speziell ausgebildete Familienhebammen. Warum hier nicht?

Wersich:
Das fragen wir uns als Fachbehörde auch. Es hätte nicht einmal eine Familienhebamme sein müssen, schließlich wird eine Hebammenbetreuung für jede Mutter von der Krankenkasse bezahlt.

Dafür ist das Jugendamt zuständig?

Wersich:
Man kann den Eltern keine Hilfe aufzwingen. Aber man hätte sie vielleicht mit mehr Nachdruck dazu bewegen sollen, derartige Hilfe anzunehmen. Wenn das Kindeswohl gefährdet ist, muss das Jugendamt handeln.

Sie planen, Ausgaben für Problemfamilien zu kürzen. Wie erklären Sie das angesichts des Todes von Lara?

Wersich:
So eigenartig das klingen mag, gerade die Betreuung von Laras Familie zeigt, worum es uns geht. Wir wollen nicht eine Hilfeart in einem einmal festgelegten Umfang über einen langen Zeitraum bewilligen. Die zuständige Betreuerin soll einen auf die Familiensituation zugeschnittenen Hilfeplan erarbeiten und diesen ständig anpassen. Damit wird staatliche Unterstützung engmaschiger und zugleich effizienter. Das gilt nicht nur für ambulante Betreuungen, sondern auch und gerade für aufwendige stationäre Hilfen.

Man könnte auch sagen, die Ausgabenkürzung führe zu einer Reduzierung der Hilfe für die Familie.

Wersich:
Nein. Wer Hilfe benötigt, bekommt sie auch, egal, was der Haushalt vorsieht. Wir glauben aber, dass in jedem Einzelfall über die notwendige Stundenzahl entschieden werden muss. Dadurch wird die Beschäftigung mit der betroffenen Familie intensiver. Außerdem haben Problemfamilien einen gesetzlichen Anspruch auf Hilfen zur Erziehung.

Müssen Sozialarbeiter und Hilfeträger stärker kontrolliert werden?

Wersich:
Für mich stellt sich eher die Frage, ob die internen Systeme zur Qualitätssicherung ausreichend sind. Wir stellen fest, dass derartige Fälle wie möglicherweise bei Lara eher bei erfahrenen Sozialarbeitern auftreten - eine Art Betriebsblindheit. Unerfahrene Kollegen sichern sich offenbar stärker ab und suchen eher Unterstützung. Vielleicht müssen erfahrene Kräfte stärker ihr Handeln permanent hinterfragen.

Das reicht möglicherweise nicht.

Wersich:
Ich halte eigentlich nichts davon, von Seiten des Staates Qualität herbeikontrollieren zu wollen, auch Kontrolleure können Dinge übersehen. Die Träger sind gefordert, ihre internen Abläufe permanent zu prüfen. So zum Beispiel muss regelmäßig eine zweite Person in die Arbeit mit gefährdeten Familien einbezogen werden. Diese Forderung wird möglicherweise eine Konsequenz sein, die wir aus dem Tod von Lara ziehen. Aber ich warne davor, jetzt in Kontroll-Aktionismus zu verfallen.

Themenwechsel: In sozial schwachen Stadtteilen machen mehr und mehr Arztpraxen dicht. Ist die Versorgung in Hamburg in Gefahr?

Wersich:
Nein, insgesamt ist Hamburg gut versorgt. Wir liegen in allen Fachrichtungen bei über 100 Prozent. In ländlichen Gebieten und Teilen Ostdeutschlands ist die Lage dagegen wirklich dramatisch.

Die Steilshooper werden Ihre Einschätzung nicht teilen. Dort gab jüngst der letzte Kinderarzt auf.

Wersich:
Wir erleben in einigen Stadtteilen die Folge der Gesundheitspolitik des Bundes der ver-gangenen zehn Jahre. Die Budgetierung hat die Einnahmen einer Reihe von Arztpraxen zum Teil deutlich reduziert. Da ist es nicht verwunderlich, dass in Stadtteilen, in denen wenige Privatpatienten leben, die Praxen dicht machen. Was wir brauchen, ist die Anhebung der Vergütung.

Auch das wird die dort lebenden Menschen nicht trösten. Wie kann dieser Entwicklung entgegengewirkt werden?

Wersich:
Wir fordern, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen mit Sonderbedarfszulassungen arbeiten. Dabei wird die Genehmigung, eine Arztpraxis zu betreiben, nicht nur an den Arzt, sondern auch an den Ort gebunden. Mit anderen Worten: Der Arzt darf sich niederlassen, aber nur in einem bestimmten Stadtteil.

Wäre es nicht auch möglich, Ärzte in sozial schwachen Stadtteilen besser zu bezahlen?

Wersich:
Die aktuelle Honorarreform hat eine andere Zielsetzung: gleiche Bezahlung für gleiche Leistungen. Ohne alle Probleme vom Tisch wischen zu wollen, ich sage noch einmal: Es ist sicher schön, wenn wohnortnah alle Ärzte vorhanden sind. Aber auch im Vergleich zur Situation in ländlichen Gebieten der Republik ist die Situation in Hamburg komfortabel.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.welt.de/wams_print/article342...aufzwingen.html

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22.03.2009 07:47 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Tote Lara: Sozialarbeiter müssen Betreuung künftig protokollieren Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Tote Lara: Sozialarbeiter müssen Betreuung künftig protokollieren

Die oppositionelle SPD hat Sozialsenator Dietrich Wersich (CDU) politisch mitverantwortlich für den Tod der kleinen Lara aus Wilhelmsburg gemacht. "Der Fall Lara macht einen Skandal deutlich", sagte die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Carola Veit, am Freitag. Nach wie vor gebe es in Hamburg keine verbindlichen Vorsorgeuntersuchungen. "Hierfür trägt Senator Wersich die volle politische Verantwortung", sagte Veit.

Lara war am Mittwoch vor acht Tagen tot in der Wohnung ihrer Eltern gefunden worden. Sie wog lediglich 4,8 Kilogramm. Die genaue Todesursache wird noch untersucht. Allerdings ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die 18-jährige Mutter, deren Lebensgefährten und eine Sozialarbeiterin, die die junge Familie betreute.

Veit bezog sich auf Medienberichte, nach denen Lara an den Vorsorgeuntersuchungen U 4 und U 5 nicht teilgenommen habe. Ein Gesetzentwurf der SPD, der jene Untersuchungen verbindlich gemacht hätte, sei zwei Mal von der Union abgelehnt worden, sagte die Oppositionspolitikerin.

Der Bezirksamtsleiter von Hamburg-Mitte, Markus Schreiber (SPD), hat unterdessen eine strengere Kontrolle der vom Jugendamt beauftragten Betreuer angekündigt. "Künftig muss es von jedem Besuch eines Betreuers in einer Familie Protokolle geben, die gegengezeichnet werden müssen", sagte Schreiber nach einem Bericht des "Hamburger Abendblatts". Damit solle sichergestellt werden, dass die vom Steuerzahler finanzierten Betreuungsleistungen auch tatsächlich erbracht würden. Bisher hatten sich die Behörden ohne Prüfung auf die Angaben der Jugendhilfe-Einrichtungen verlassen.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.welt.de/welt_print/article341...okollieren.html

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22.03.2009 07:50 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Kalle
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Hoffentlich wird es überall eingeführt und keiner verlässt sich mehr auf solche Angaben!!!

LG
Kalle
22.03.2009 11:15
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TaTa
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Na wenigstens ein bißchen Kontrolle Daumen
dieses kleine Wesen hat zwar nichts mehr davon, aber vielleicht das nächste traurig
22.03.2009 11:53
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Ulti
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Genauso wie ich Berichte über mein PK verfasse, setze ich eigentlich voraus, dass Protokolle über Hausbesuche -Zustand der Wohnung, des Kindes, Verhalten der betreuten Familie- von der Familienbetreuung verfasst werden.

Diese "Betriebsblindheit" kann überall passieren, darf aber nicht bei Kindern vorkommen.
Sie kann tödlich enden. Berichte darüber hatten wir genug in den Medien.
Zwei Mitarbeiter würde ich auch bevorzugen. Was der eine als nicht so gravierend sieht, könnte der Andere anders sehen.
Erlebe es immer wieder, dass Familienbetreuer eine Freundschaft zur betreuenden Familie aufbauen u. dadurch nicht aufmerksam genug sind.
22.03.2009 12:10
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mal eine anregung, nicht meine meinung: Augenzwinkern

wenn die SA mehr berichte verfassen sollen oder müssen, dann haben sie noch weniger zeit sich vor ort um die kinder zu kümmern.

wird hier bei uns in deutschland nicht schon zuviel protokolliert und schriftlich festgehalten?

macht das ganze protokollieren sinn, wenn keine neuen mitarbeiter eingestellt werden?

protkollieren ist zeitaufwändig, damit verbringen die SA noch mehr zeit am schreibtisch statt im außendienst.



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22.03.2009 12:26 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Schimi
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Hallo ,

ich denke auch,daß immer mehr protokollieren wird Zeit kosten und es werden keine zusätzlichen Stellen geschafft .Immer mehr soll in der gleichen Zeit geleistet werden und das auch gut.Das wird auf Dauer nur woanders Lücken aufreissen.Aber in blindwütigen Aktionismus sind unsere Politiker ja groß.

Ein skeptischer Schimi
22.03.2009 13:05
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mami0710
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Problem ist auch, wie schon viele geschrieben haben. Personalmangel in den Jugendämtern. Auf der anderen Seite gibt es viele moderne Medien, die helfen können das die SA des JA nicht den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen. So kann z.B. eine verwahrloste Wohnung per Video aufgezeichnet werden und die müssen dann nur ein Formblatt unterschreiben, dass es sich hier um Ihre Wohnung handelt. Ausserdem denke ich, das die U-Untersuchungen penibler gehandelt werden müssen, kommen die Eltern zu einer Untersuchung nicht, erscheint das JA mit einer Amtsärztin. Kind müsste bei der Geburt einen Kinderarzt zugewiesen bekommen, der schon im Vorfeld alle Termine zur U-Untersuchung abklärt und der sich dann auch dafür verantwortlich hält, dann wäre auch schon eine bessere Kontrolle zu halten. Kommt man dann nicht mit dem Arzt zurecht, kann man wechseln muss sich aber beim Vorgänger abmelden. So kann so eine extreme Verwahrlosung früher erkannt werden.
Alles in allem ist es wieder ein Kind daas wieder darunter leiden musste, dass den Eltern zuviel Chancen und Möglichkeiten eingeräumt wurden.
Schade!
Eine nachdenkliche Lizzy
22.03.2009 13:27
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Ulti
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Ich rede hier nicht von den SA auf den JÄ, sondern von den Familienbetreuern, die durch das JA eingesetzt werden.
Keine Romane schreiben, sondern kurz notieren, was an betreffenden Tag los war.
Ab damit in die Akte u. dann müsste man der Familienbetreuerin nicht wegen ihrer Aussage hinterher laufen, wie es jetzt im Fall Lara der Fall ist.

Die kann heute sagen, was sie will. Es gibt ja keine früheren Aufzeichnungen, nur Gespräche.
22.03.2009 14:32
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szm
Arbeiter


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Bin überrascht, dass eine Aufzeichnung der Besuche der Familienbetreuung nicht Pflicht ist! Vorkommnisse oder Auffälligkeiten müssen doch festgehalten werden!?

Selbst als BPM von Säuglingen habe ich tabellarisch Tagebuch geführt über Nahrungsmenge, volle Windeln, Medikamente, Arztbesuche, Entwicklung, Auffälligkeiten uam. Besonders wichtig, wenn zwei Babys gleichzeitig da waren. Überhaupt kein großer Aufwand, nur Gewohnheit.

ulti: deine Feststellung, dass sich freundschaftl. Bande entwickeln zw. Familienhelferin und betreuter Familie kann ich nur bestätigen.
22.03.2009 17:20 szm ist offline Beiträge von szm suchen Nehmen Sie szm in Ihre Freundesliste auf
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putzig55 putzig55 ist weiblich
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Hallo Ulti,
genau das erleben ich und das JA jetzt bei der HF meiner PT.Die Familienbetreuerin sieht alles durch die rosarote Brille und die Probleme der Kinder,die jetzt wieder in der Familie leben,sieht sie nicht.Sie hat aber jetzt vom JA einen klaren Arbeitsauftrag bekommen,mal sehen,ob sie sich daran hält und was passiert,wenn nicht.

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22.03.2009 18:35 putzig55 ist offline E-Mail an putzig55 senden Beiträge von putzig55 suchen Nehmen Sie putzig55 in Ihre Freundesliste auf
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Sozialsenator weist Vorwürfe im Fall Lara zurück Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Sozialsenator weist Vorwürfe im Fall Lara zurück

Dietrich Wersich: Vorsorgeuntersuchungen kein Allheilmittel - SPD sieht Behördenchef in der Pflicht


Hamburgs Sozialsenator Dietrich Wersich (CDU) hat im Zusammenhang mit der verstorbenen Lara aus Wilhelmsburg Vorwürfe zurückgewiesen, durch verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen hätte man den Tod des neun Monate alten Kindes verhindern können. "Wir wollen das verbindliche Einladewesen, damit das Jugendamt die Familien kennenlernen kann", sagte er der WELT. "Im Fall Lara aber erhielt die Familie schon staatliche Hilfe." Zudem warne er davor, in den Untersuchungen ein "Allheilmittel" zu sehen. "Möglicherweise war Lara kurz vor ihrem Tod akut erkrankt", sagte Wersich. "Das hätte der Arzt bei der Vorsorgeuntersuchung im November nicht erkennen können." Nur ein kurzfristiger Arztbesuch hätte dann noch helfen können. Die kleine Lara war am 11. März in der Wohnung ihrer Eltern in Wilhelmsburg tot gefunden worden. Sie war unterernährt, wies aber keine Spuren von Gewalt, Vernachlässigung oder Misshandlung auf.

Wersich stellte allerdings klar, dass Sozialarbeiter kontrollieren müssen, ob Kinder aus Problemfamilien ordnungsgemäß zu den Untersuchungen gebracht werden. "Das gehört zu den Aufgaben einer Familienbetreuerin in derartigen Familienkonstellationen", sagte er. Mehr noch: "Wenn Kinder nicht zu den Untersuchungen gebracht werden, muss das Jugendamt informiert werden."

Die Opposition schließt derweil auch eine Forderung nach einem Rücktritt des Sozialsenators nicht aus. "Senator Wersich trägt, auch als ehemaliger Staatsrat, die volle politische Verantwortung dafür, dass es in Hamburg nach wie vor keine Verbindlichkeit bei den Vorsorgeuntersuchungen für Kinder gibt", sagte Carola Veit, die familienpolitische Sprecherin der SPD. "Sollte sich bewahrheiten, dass drei Jahre nach dem Sonderausschuss ,Vernachlässigte Kinder' wieder ein Kind tot ist, das möglicherweise auch deswegen nicht gerettet wurde, weil es in Hamburg immer noch keine verbindlichen Vorsorgeuntersuchungen gibt, muss Wersich seinen Hut nehmen."



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.welt.de/welt_print/article342...ra-zurueck.html

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23.03.2009 06:59 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Ein Insider klagt an Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

DAS TODESDRAMA UM DIE KLEINE LARA

Ein Insider klagt an

Sozialarbeiter Jens P. kritisiert Behörde


Der Tod des Babys Lara in Wilhelmsburg hat erneut viele Fragen über die Arbeit der Jugendämter und Sozialarbeiter aufgeworfen. Wie kann es sein, dass eine Betreuerin nicht merkt, in welch erbärmlichem Zustand sich ein Kind befindet. Die MOPO sprach mit dem Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD), Jens P. (Name geändert), der für minderjährige Mütter wie Jessica R. zuständig ist und Betreuungen für sie plant.

MOPO: Was haben Sie gedacht, als Sie von dem Fall hörten? Ist man da erleichtert, dass der Kelch an einem vorübergegangen ist?

Jens P.: Ja. Als ASD-Mitarbeiter steht man ja immer mit einem Bein im Gefängnis. Und so etwas kann jedem passieren - etwa wenn man durch viele Fälle überlastet ist.

MOPO: Wo lag Ihrer Meinung nach der Fehler in der Betreuung der kleinen Lara?

Jens P.: Ich glaube, die Mitarbeiterin des Rauhen Hauses hat womöglich versäumt, sich von den Kinderarztbesuchen und den U-Untersuchungen zu überzeugen. Jedenfalls wenn tatsächlich die U4 und U5 nicht gemacht wurden.

MOPO: Wie kann das passieren?

Jens P.: Das Jugendamt hat der Betreuerin sicherlich vorgegeben, die regelmäßigen Untersuchungen zu kontrollieren. Ich mache das jedenfalls immer. Möglicherweise wurde die Verbindung zwischen ihr und der jungen Mutter zu eng. Da hat die Betreuerin einfach geglaubt, als die Mutter ihr vorlog, beim Arzt gewesen zu sein. Und sie hat es nicht kontrolliert, weil sie nicht die Böse sein wollte. Das ist unprofessionell. Ich hätte mir das Kind auf jeden Fall auch einmal nackt angesehen - natürlich im Beisein der Mutter.

MOPO: Hätte es auch andere Betreuungsmöglichkeiten gegeben?

Jens P.: Ja. Der jungen Mutter wurde auch eine Unterbringung in einer Mutter-Kind-Einrichtung angeboten. Aber das wollte sie nicht, sie wollte mit ihrem Partner zusammenziehen.

MOPO: Es gibt den Vorwurf, es habe nicht einmal einen Vertrag über die Betreuung und die Pflichten der Betreuerin gegeben. Wie kann das sein?

Jens P.: Das ist eine Fehlinformation. Es gab diesen sogenannten schriftlichen Hilfeplan.

MOPO: Hätte man das Kind vielleicht schon früher aus der Familie nehmen müssen?

Jens P.: Nein. Alle Informationen deuten darauf hin, dass die junge Mutter sich zunächst gut um das Kind gekümmert hat. Die Betreuung wurde ja nach drei Monaten auch von zehn auf fünf Stunden pro Woche reduziert. Das machen die Jugendämter nur, wenn die Mütter gut mitarbeiten. Und auch am toten Baby wurden ja keine Spuren von Misshandlung festgestellt. Aber es war unterernährt.

MOPO: Die Betreuerin soll auch nur für 20 Minuten am Tag dort gewesen sein ...

Jens P.: Das glaube ich nicht. Ich schätze die Familie nicht so ein, dass sie das richtig weiß. Es kann wohl sein, dass die Hilfe mal an einem Tag nur 20 Minuten da war, weil sie an einem anderen Tag länger anwesend war.

MOPO: Die Sozialbehörde hat 30 weitere ASD-Stellen bewilligt. Wieso sind davon erst zwölf besetzt?

Jens P.: Wegen der Tarife. Ein Sozialpädagoge studiert doch nicht vier Jahre, um dann als Einstiegsgehalt nur 2100 Euro brutto zu bekommen. Und wer zuvor jahrelang mit den gleichen Aufgaben bei einem anderen Arbeitgeber beschäftigt war, der wird bei uns im öffentlichen Dienst dann trotzdem als Berufsanfänger eingestuft. Wer macht das schon mit?

MOPO: Wie ist denn die Belastungslage der ASD-Mitarbeiter?

Jens P.: Ganz verschieden, je nach Bezirk. Es gibt Bezirke, da haben die Kollegen 120 Fälle pro Person zu bearbeiten. Woanders sind es 40. Das bedeutet auch, dass man in dem einen Jugendamt sofort einen Termin bekommt, bei einem anderen gibt es eine Wartezeit von einem halben Jahr.

MOPO: Woran liegt das?

Jens P.: Eine Personalbemessung fehlt. So wird bei der Verteilung der ASD-Stellen nicht geguckt, wie viele Kinder in einem Bezirk leben, wie viele Hartz-IV-Empfänger es dort gibt und wie viele Migranten und alleinerziehende Mütter. Das alles ist aber doch entscheidend dafür, wie viele Menschen im Jugendamt Hilfe vom ASD brauchen. Das ist entscheidender als die reine Einwohnerzahl des Bezirks.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.mopo.de/2009/20090325/hamburg...r_klagt_an.html

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25.03.2009 05:46 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Keiner schuld an Laras Tod Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Keiner schuld an Laras Tod

Nachdem bekannt wurde, dass das Baby zwei wichtige Vorsorgetermine versäumte, schieben CDU und GAL dem SPD-regierten Bezirk Mitte die Verantwortung zu. Jährlich fehlen 1.300 Babys bei diesen beiden Untersuchungen


Wer trägt politisch Verantwortung am Tod der kleinen Lara? Darum entspann sich gestern ein Schwarze-Peter-Spiel. Mittlerweile gilt als relativ gesichert, dass das am 11. März gestorbene Baby monatelang nicht beim Kinderarzt war und die Vorsorge-Termine U 4 (3. bis 4. Monat) und U 5 (6. bis 7. Monat) versäumte - obwohl eine Sozialarbeiterin des Rauhen Hauses regelmäßig die Familie besuchte. Mitte-Bezirkschef Markus Schreiber (SPD) hat daraufhin in der Bezirksamtsleiterrunde vorgeschlagen, künftig sollten Betreuer die Arztbesuche kontrollieren.

"Was Herr Schreiber vorschlägt, gibt es bereits", erklärte Sozialbehördensprecherin Jasmin Eisenhut und verwies auf eine Leistungsvereinbarung mit dem Rauhen Haus. Dort ist unter anderen die Sicherstellung der medizinischen Vorsorge und die Begleitung von Eltern zu diesen Terminen angeführt.

Nur ist diese Vereinbarung lediglich ein Katalog, aus dem das Jugendamt Maßnahmen für den Hilfeplan auswählt. Im Fall Lara zählte dazu in den ersten vier Monaten der Schutz vor Kindeswohlgefährdung. Später wurde "der Fokus der Hilfe auf die Mutter gelegt", wie es heißt. Zwar hätte auch dann die Betreuerin Hinweise, dass das Kind nicht beim Arzt war, dem Jugendamt melden müssen. Sie hatte aber nicht den Auftrag, das gelbe Heft, das die U-Termine dokumentiert, zu kontrollieren.

"Es stellt sich die Frage, warum dies so entschieden wurde", sagte die GAL-Jugendpolitikerin Christiane Blömeke. Auch ihr CDU-Kollege Stefan Müller fragt nach "Defiziten" in der Hilfeplanung. "Es hat wenig Sinn, wenn Herr Schreiber in heroischer Weise etwas einfordert, was bereits geregelt ist und es möglicherweise nur an der Umsetzung in seinem bezirklichen Jugendamt hapert." Das, so heißt es beim Senat, hätte sich auch unabhängig von der Betreuerin ein Bild machen müssen.

Schreibers Sprecherin Sorina Weiland erklärte, Schreiber habe Vorschläge gemacht, die jetzt auf Fachebene erörtert würden: "Wir wollen dies nicht weiter kommentieren."

Für die SPD-Abgeordnete Carola Veit sind das Scheingefechte. "Wir hätten das Thema nicht, wenn die U-Untersuchungen verbindlich wären." Sie hat gerade durch eine große Anfrage erfahren, dass viele Kinder nicht bei den U's erscheinen. Allein an den auch von Lara versäumten U 4 und U 5 nahmen zwischen 2005 und 2008 rund 1.300 Babys nicht teil (siehe Kasten).

Schwarz-Grün plant ab diesem Jahr einen Modellversuch, in dem es ein "verbindliches Einladewesen" mit Postkarte nach schleswig-holsteinischem Vorbild geben soll. Kommt ein Kind nicht zur U, gibt es eine Meldung ans Jugendamt.

Allerdings soll dies nur für die Termine U 6 und U 7 gelten, die um den ersten und zweiten Geburtstag herum anstehen. Forderungen, dieses Verfahren auf die U 4 und U 5 auszuweiten, lehnen CDU und GAL derzeit ab.

KINDER OHNE ARZT

Besonders in ärmeren Stadtteilen wie Jenfeld, Wilhelmsburg und Veddel erscheinen viele Kinder nicht bei der Vorsorge, ergab nun eine SPD-Anfrage. So nimmt in 14 der 51 Hamburger Stadtteile jedes dritte Kind nicht an den Untersuchungen U 7 bis U 9 zwischen zweitem und sechstem Geburtstag teil, in 19 Quartieren fehlt jedes vierte Kind. Bei Kindern nicht-deutscher Staatsangehörigkeit ist die Quote am höchsten.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/...Hash=b89680bad1

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27.03.2009 06:26 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Lara: Todesursache "vor Ostern geklärt" Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Lara: Todesursache "vor Ostern geklärt"

Die Fehlersuche im Fall Lara soll wohl hinter verschlossenen Türen erfolgen. Das hat ein Gespräch zwischen Sozial- und Familiensenator Dietrich Wersich (CDU) und Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (SPD) ergeben. Beide betonen in einer Erklärung Selbstverständlichkeiten wie ein "gemeinsames Aufklärungsinteresse". Der "fallzuständige" Bezirk Mitte würde sich - wie das Rauhe Haus auch - einem "selbstkritischen Prozess" unterziehen.

Am 11. März war das neun Monate alte Mädchen Lara in Wilhelmsburg in der elterlichen Wohnung tot gefunden worden. Das Baby war stark unterernährt, wog nur noch 4,8 Kilo und war ausgetrocknet. Mutter und Kind waren seit Langem in der Betreuung und Verantwortung des Bezirks Mitte, der den freien Träger Rauhes Haus damit beauftragt hatte.

Die Todesursache steht erst nach der feingeweblichen Untersuchung fest. Das Ergebnis soll nach Mitteilung des Bezirks Mitte noch vor Ostern vorliegen. Gegen die Eltern und die Betreuerin ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Aufgeklärt werden soll, ob das Jugendamt Mitte und das Rauhe Haus die Regeln im Kinderschutz "fachlich richtig angewendet" haben. Nach dem Tod des Kindes waren schnell Widersprüche wegen der Betreuung aufgetaucht. So erklärte die Mutter des Kindes, aus "Angst, das Jugendamt könne ihr das Baby wegnehmen", nicht alle der erforderlichen ärztlichen Untersuchungen vorgenommen zu haben.

Diese Untersuchungen sollen nach einer Forderung der Hamburger Ärztekammer auch in Hamburg wie in Schleswig-Holstein zur Pflicht werden. "Denn häufig bringen gerade die Eltern ihre Kinder nicht zu den Untersuchungen, wo Hilfe nötig ist", sagt Kammerpräsident Frank Ulrich Montgomery.

Die Staatsanwaltschaft gab die Babyleiche jetzt zur Bestattung frei.



Quelle, Rechte und weitere Informationen http://www.abendblatt.de/daten/2009/03/30/1104252.html

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30.03.2009 09:03 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Kalle
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Ja und alle waschen sich die Hände in Unschuld!! regauf
30.03.2009 10:54
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Vorsorge soll zum Teil verbindlich werden Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen


Vorsorge soll zum Teil verbindlich werden

Nach dem Tod des Babys Lara werden jetzt erste Konsequenzen gezogen: Zumindest zwei Untersuchungen sollen verbindlich werden, nämlich die Vorsorgeuntersuchungen U 6 und U 7, wie die schwarz-grüne Mehrheit in der Bürgerschaft beschließen wollte.


Das Ringen um einen besseren Kinderschutz gerät nach dem Tod der neun Monate alten Lara immer mehr zu einem Parteienstreit. So warf die SPD-Jugendpolitikerin Carola Veit Sozialsenator Dietrich Wersich (CDU) Verantwortungslosigkeit vor, weil Hamburg anders als andere Bundesländer noch keine verbindlichen Vorsorgeuntersuchungen für Kinder eingeführt habe. „Hätte Hamburg diese Untersuchungen, wäre sichergestellt, dass ein Arzt das Kind wiederholt auch auf mangelhafte Versorgung, Krankheit oder Misshandlung untersucht.“ Die Bürgerschaft wollte gestern auf Antrag der schwarz-grünen Koalition beschließen, das Einladungswesen für die U6 und U7 zunächst für zwei Jahre verbindlich zu gestalten. Zu wenig, fand Veit. Die SPD scheiterte mit ihrem Antrag, alle zehn U-Untersuchungen verbindlich zu machen.

Sozialsenator Dietrich Wersich (CDU) nannte es „daneben“, dem Senat vorzuwerfen, er habe nach Jessicas Tod nichts unternommen. Er warnte zugleich davor, zu viel von den verbindlichen Einladungen und Rückmeldungen zu den Vorsorgeuntersuchungen zu erwarten. Die regelmäßige Betreuung in Schulen und Kita sowie Hausbesuche seien tausendmal besser geeignet, um Vernachlässigung zu erkennen. Ziel der Untersuchungen sei es, auf vernachlässigte Kinder zu stoßen, die dem Jugendamt noch nicht bekannt seien, so Wersich. Dies sei aber bei Lara nicht das Problem gewesen.

Christiane Blömeke (GAL) sagte, Vorsorgeuntersuchungen seien nur ein Baustein für einen besseren Kinderschutz. Es sei aber legitim darüber nachzudenken, ob nicht weitere Untersuchungen verbindlich gemacht werden sollten. „Es ist bedauerlich, dass wir in einen heftigen, mit gegenseitigen Vorwürfen geprägten parteipolitischen Streit abgleiten“, sagte die SPD-Politikerin Britta Ernst. Nach Jessicas Tod habe man sich noch um Gemeinsamkeit bemüht. Der Jugendausschuss hatte die erneute Diskussion über Versäumnisse beim Tod von Lara zur Empörung der SPD auf den 21. April vertagt. Dann soll die Todesursache geklärt sein, die eine echte Bewertung des Falls erst möglich mache.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.welt.de/hamburg/article348560...ich-werden.html

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02.04.2009 04:41 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Der Tod der kleinen Lara - Bericht wirft Jugendamt Fehler vor Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Der Tod der kleinen Lara - Bericht wirft Jugendamt Fehler vor

Hamburg -
Im Fall der verstorbenen neun Monate alten Lara aus Wilhelmsburg hat es Fehler der betreuenden Mitarbeiter des Jugendamtes und der Diakonieeinrichtung Rauhes Haus gegeben. Zu diesem Ergebnis kommt ein Expertenbericht, den Sozialsenator Dietrich Wersich (CDU), Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (SPD) und Friedemann Green, Leiter des Rauhen Hauses, am Freitag vorgestellt haben.

Danach hätten zu viel Routine und Erfahrung zu einem "unkritischen Blick" geführt. Auch die Dokumentation der Hilfeleistungen sei lückenhaft gewesen. Laut vorläufigem Obduktionsbericht war Lara bei ihrem Tod unterernährt und wog nur noch 4,8 Kilogramm - halb so viel wie üblich in dem Alter. Dies hätten Eltern und die Betreuerin bemerken müssen, heißt es.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.abendblatt.de/daten/2009/04/18/1126630.html

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18.04.2009 06:37 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Lümmelmutti Lümmelmutti ist weiblich
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Baby Lara Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Unglaublich wie toll hier die Zuständigkeit immer von sich gewiesen wird Jeder schieb den tragischen Tod dieses kleinen Wesens weiter

(Politier zum JA und die zum Träger und der oder die Mitarbeiter aind dann restlos überfordert )

Wenn aber eine FH es nicht sieht das ein Kind nicht ausreichend versorgt wird ist sie wohl hier fehl am Platze nach meiner Meinung

Wir haben aber auch schon die Antwort bekommen von einer für 10 Stunden eingesetzten FH OT:""" ich habe zur jungen Mutter noch kein Vertrauen aufbauen können"""""

Was nutzt aber einem vernachläsigtem Kindchen die regelmäsige kontrolle zwischen den Untersuchungen aus dem gelben Heft wenn so ein Körperchen schnell austrocknet ?????Und in der Zwischenzeit keiner richtig hinschaut ?????

Wenn die Anleitung fehlt wie ein Kind richtig versorgt werden müsste?????

Wann es einem Arzt vorgestellt werden muss ? Auch ohne das eine U 4-7 ansteht. !!!

Warum wird eine Betreuung von 10 Stunden so einfach auf 5 herrab gesetzt????

((((( Kenne es auch aus einer Familie (Kind ist 3 J. und wiegt grade mal 10 KG)
Mama wollte nicht mehr betreut werden und die Betreunung wurde eingestellt??
Einzigste Auflage für die geistig etwas zurückgebliebene Mama> KIND MUSS EINMAL DIE WOCHE ZUM KA ZUM WIEGEN> aber keiner überprüft es
Hier werden doch die bestehenden Probleme nur weiter und anders verlagert!!!


Was würden den Unterschriften nutzen bei einer nur 20 Minütigen Beobachtung ????
So eine Unterschrift unter einem Besuchsprotokoll dauert doch auch keine 20 Min.

Fakt ist doch nun mal in meinen Augen das hier ganz andere Wege gefunden werden müssten !!Und das nicht erst wenn es einem Kind das Leben gekostet hat.

In diesem speziellen Fall ::... Von wegen SOZIALEN BRENNPUNKT

Kommt das Geld nicht aus immer dem selben Topf????
Könnte es nicht in den Stadtteilen eingesetzt werden wo es gebraucht wird ???
Was heist hier Hilfe im armen Bezirk oder im reichen?

Jede Stadt,jeder Bezirk hat doch die Pflicht jedem Kind das Hilfe braucht diese auch zu gewähren und den Schuldigen nicht erst zu suchen wenn es zu spät ist.

Und auch die Pflicht Hilfe so einzusetzen auf die man sich verlassen kann !!!!

In diesen Fällen darf einfach in meinen Augen keine Routine mit im Spiel sein !

Hier ist doch unser Staat mächtig gefragt und nicht erst wenn es wieder einmal zu spät ist wie für die kleine arme nun leider tote Lara.

Bleiben nun nur für uns alle noch einige Fragen offen :::::::::::::

Wann wird unsere Regegierung aufwachen und nicht am verkehrten Ende sparen??

Wann wird flächendeckend deutschlanweit einheitlich die Versorgung gefärdeter Kinder ,betroffener Familien abgedeckt???

Wann dürfen wir drauf hoffen nicht mehr von solchen Fällen lesen zu müssen????

Wann wachen A L L E entlich mal auf ehe es wieder einmal zu spät ist???

eine sehr voller noch mehr Fragen steckende traurige Lümmelmutti

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Das Leben ist wie ein Theater Stueck doch leider ohne Generalprobe
Drum SINGE;LACHE;TANZE oder WEINE ehe der Vorhang fällt
18.04.2009 11:46 Lümmelmutti ist offline E-Mail an Lümmelmutti senden Beiträge von Lümmelmutti suchen Nehmen Sie Lümmelmutti in Ihre Freundesliste auf
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