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„Niemand soll verloren gehen“ Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

„Niemand soll verloren gehen“

Die Arche kümmert sich um Kinder in Not und hat mittlerweile Zweigstellen in ganz Deutschland. Hier bekommen Kinder bedürftiger Familien das, was sie zu Hause oft vermissen: Aufmerksamkeit und Zuwendung.


Kevin, würde man auf den ersten Blick sagen, hat eine große Klappe. Laut ist er und aufbrausend, der drahtige kleine Kerl. Und vor allem ungebremst, wenn es darum geht die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Einer, bei dem der aggressive Auftritt nur die innere Not verrät. Er reißt die Tür zum Besprechungsraum auf, ohne anzuklopfen und was er zu sagen hat, muss sofort raus. Kevin kennt es nur so. Sonst nimmt ihn zu Hause vermutlich niemand wahr. Und Kevin ist keine Ausnahme. „Wenn auch einer unserer besonderen Sorgenkinder“, sagt Jugendpastor Bernd Siggelkow, nachdem er den Neunjährigen sanft auf später vertröstet hat. Kevin schmeißt die Tür etwas zu laut wieder zu. Aber er weiß, es gibt noch andere Erwachsene in der Arche, die ihm jetzt zuhören.

Die Arche, 1995 von Siggelkow hier in Berlin Hellersdorf gegründet, das ist ein Projekt in mittlerweile fünf Städten der Republik, ein Projekt, von dem immer noch viele sagen, so etwas bräuchte es nicht in Deutschland. Das Credo der Einrichtung: „Es ist der Wille Gottes, dass niemand verloren geht“. Deshalb auch Arche, das biblische Schiff. Ein Ort, zu dem die Kinder selber gehen können, ohne Anmeldung, ohne Berechtigungsschein der Eltern. Ein Haus, wo es etwas gibt, was sie zu Hause oftmals nicht bekommen: Aufmerksamkeit und Zuwendung, eine angstfreie Umgebung und nicht zuletzt ein warmes Mittagessen. Hier in Hellersdorf hätte sich zu DDR-Zeiten niemand ein solches Projekt vorstellen können. Heute liegt hier die Arbeitslosenquote bei 52 Prozent, leben 65 Prozent der Kinder von Hartz IV, und mehr als ein Drittel der Familien besteht aus Müttern mit Kindern. Beziehungen halten hier nicht lange. Und für Kinder haben viele keine Nerven. Solche Eltern sind schon mit der eigenen Lebensführung überfordert.

Kevin zum Beispiel kommt, wenn die Arche öffnet und er geht, wenn sie wieder schließt. Wie viele Kinder hier, erzählt Damaris Freischlad, die als Sozialarbeiterin in der Arche arbeitet. Kevins Vater ist gerade erst wieder aus dem Gefängnis raus. Seine älteste Schwester, - sie hatte den Vater wegen sexuellen Missbrauchs >angezeigt -, lebt im Heim. Kevin kommt lieber in die Arche.

Manche Kinder sind erst drei Jahre alt. Im Speisesaal in der ehemaligen Schule stehen die Kinder Schlange. Ihre Eltern haben nichts dagegen. Wahrscheinlich sind sie froh, nicht kochen zu müssen. Weil das Geld vorne und hinten nicht reicht. Vielleicht haben sie aber auch keine Lust. „Mama sitzt am Computer und sucht Männer“, sagt ein Sechsjähriger auf die Frage, ob die Mutter nicht mit dem Essen wartet. Eine Umfrage der Arche-Leute unter den Kindern des Bezirks ergab, dass ein Drittel der Kinder nur zweimal in der Woche etwas Warmes zu essen bekommt. Die Arche in Hellersdorf gibt täglich kostenlos etwa 400 Essensportionen aus.

Allein die Kinder zu füttern, sei keine Lösung, haben schon viele Kritiker aus der Jugendhilfeszene gemeint. „Aber wer macht es denn sonst“, fragt der Pastor, der auch für zwei Grundschulen Frühstücksbrote schmieren lässt. Von ein paar Müttern übrigens. Natürlich sei es besser, die Eltern zu befähigen, besser für ihre Kinder zu sorgen. „Aber kommen die anderen Träger wirklich an die Eltern ran?“, fragt er.

Auch Pastor Siggelkow ist oft ratlos. Einmischen oder nicht? Jugendamt einschalten oder nicht? Tun die was, dürfen die Kinder vielleicht nicht mehr kommen. Die „Eltern sind die „schwierigeren Kinder“, sagt er. Viele hätten keine Selbstverantwortung gelernt. Wie sollten sie dann Verantwortung für andere übernehmen. Über ihre Probleme zu reden, dazu seien viele nicht in der Lage. Zudem hätten sie Angst, dass man ihnen dann die Kinder wegnähme. „Ich verurteile die Mütter nicht. Sie könnten bessere Mütter sein“, glaubt der Pastor. Mann weg, arbeitslos, verschuldet, ohne Rückhalt: das seien die Realitäten.

Erst kürzlich haben Arche-Mitarbeiter kurzerhand eine ganze Wohnung renoviert. „Da sah es chaotisch aus. Nur ein Raum war noch bewohnbar“, erzählt Wolfgang Büscher, der für die Arche auch die Pressearbeit macht. Natürlich bleibe solche Zusatz-Hilfe die Ausnahme. „Aber manchmal hilft das schon, manchmal stellt man eine Familie so wieder auf die Beine, mit einem neuen Selbstwertgefühl.“ Und weil vieles, was die Arche anbietet, niedrigschwellig ist, wie man das im Hilfejargon nennt, setzen auch solche Mütter oder Väter dann irgendwann doch den Fuß über die Schwelle.

Wir gehen durch den Speisesaal. Selbst um drei Uhr sitzen noch Kinder hier und löffeln das Hühnerragout, das es heute gibt. Auch zwei Mütter essen mit. Beide würden sich, so scheint es, am liebsten unsichtbar machen. Hier, sagt der ehemalige Lehrer Eckardt Steinhagen machen wir einmal im Monat auch ein Eltern-Café. Da sitzen an Tischen verstreut ein Rechtsanwalt und Sozialarbeiter, die man einfach mal fragen kann, was es für Möglichkeiten gibt, von den Schulden runterzukommen. Oder wie das mit Kinderzuschlag und Sorgerecht ist. Beim Gang durch die langen Flure und kunterbunten Räume, spricht aber auch Steinhagen dann von Enttäuschungen und Mitnahmementalität. Von Eltern, die es gewohnt seien, dass von Amtswegen für sie gesorgt wird. „Wir haben erlebt, dass Eltern ihre Kinder dazu bringen, die Schulbrote über den Zaun zu reichen“, sagt er. Aber immer wieder finden sich auch welche, die schließlich als Mitarbeiter selber in der Arche mitmachen.

Mit den Jahren hat die Arche der Suppenküche ein komplexeres Angebot hinzugefügt. Vielleicht auch, weil man auf die Vorwürfe, allein Almosen zu verteilen, reagiert hat. Es gibt - alles ab 13 Uhr - ein Angebot für Kinder von 0 bis sechs, eins von sechs bis 13 Jahre und für die Großen. Da ist die Krabbelstube, die Spielgruppe, die Hausaufgabenbetreuung, der Computerraum, der Tobe- und Turnraum, das Jugendcafé, die Kleiderkammer, das Fußballtraining, der Breakdance, die wöchentliche Kinderparty. Kostenlos.

In der Kleiderkammer treffen wir Jenny, die sich ein paar Wollhandschuhe ausgesucht hat. „Ich liebe pink“, sagt sie und zieht zufrieden ab. Einmal im Monat darf sich jedes Kind bis zu fünf Sachen aussuchen.

„Wir wollen die Kinder nicht betreuen, wir wollen das Leben mit ihnen teilen,“ beschreibt der Pastor seinen Hilfe-Ansatz, ein Mann, der seine christliche Heimat und Ausbildung bei der Heilsarmee nicht leugnet. Einer, der den hohen Anspruch vor allem an sich selbst stellt, mit der Liebe, die er den Kindern zeigt, die kleinen Seelen ein Stück weit zu heilen. Einer, der deshalb nicht zwischen seinem Leben mit sechs eigenen Kindern und dem der Kinder trennt. Selbst nachts fährt er manchmal raus, um Schlimmes zu verhindern.

Aus einer Ecke fliegt Marvin auf den Pastor zu. Siggelkow drückt den Jungen kurz an sich und fragt, was ansteht. Echt wirkt das. Von beiden Seiten. Auch diese Form von Zuwendung hat man dem Pastor schon vorgeworfen. Dass vieles hier distanzlos sei und ein bisschen penetrant christlich gutmenschelt. Und in der Tat ist der Begriff Papa hier nicht sonderlich geschützt. Als die Reporterin das Haus verlässt, sind Kevin und etliche andere Kids noch da. Draußen ist es dunkel geworden. Und die Eindrücke verdichten sich zu einem Bild von Kindern, die nur widerwillig nach Hause gehen. Kevin trägt die Tasche des Gastes zum Taxi. Die Antwort auf die Frage, ob er das darf, wartet er nicht ab. Die Gelegenheit, gelobt zu werden, will er sich nicht entgehen lassen.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.ksta.de/html/artikel/1233584138403.shtml

__________________
Liebe Grüße von Reica



Wir leben auf Kosten unserer Zukunft.....also auf Kosten unserer Kinder!!!
16.03.2009 03:45 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
Dieser am 16.03.2009 um 03:45 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Reica wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

peutetre peutetre ist weiblich
ist auch nur ein Mensch ;o)


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Dabei seit: 09.04.2005
Beiträge: 28.211
Bundesland: Nordrhein-Westfalen


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Gestern sendete das ZDF Heute-Journal einen interessanten Bericht über die Arche in Berlin, den man sich hier

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/A...48?inPopup=true


anschauen kann.


__________________
Liebe Grüße
Silvia



Mit den Wölfen heulen gilt denen als Ausrede, die mit den Schafen blöken.
Hans Reimann

08.04.2009 23:39 peutetre ist offline E-Mail an peutetre senden Homepage von peutetre Beiträge von peutetre suchen Nehmen Sie peutetre in Ihre Freundesliste auf

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