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Pflegeeltern.de » Das schwarze Brett » Medien » Babyklappen - ins Leben geschoben » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen Babyklappen - ins Leben geschoben
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Lampe Babyklappen - ins Leben geschoben Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Neun Neugeborene sind in den vergangenen sechs Jahren in die Lübecker Babyklappe gelegt worden, bundesweit teilen weit über 150 Kinder ihr Schicksal. Keiner weiß, was mit diesen Kindern passiert wäre, wenn es die Babyklappen nicht gegeben hätte. Wären sie jetzt bei der leiblichen Mutter oder einer Adoptivfamilie, wären sie gar abgetrieben oder nach der Geburt getötet worden? Eine anonyme Annahme von Neugeborenen ist umstritten, in Kiel aber seit Kurzem politisch gewollt. Im April soll am Städtischen Krankenhaus die erste Babyklappe eingerichtet werden.


Wenige Augenblicke alt, eingewickelt nur in ein blaues Handtuch, wird das Neugeborene auf das Wärmebettchen geschoben. Die Mutter verliert noch Blut, während sie an der Babyklappe hantiert. Dann eilt sie davon. Die Stadt ist belebt, aber niemand hat die Frau bemerkt. Der Alarm schrillt erst durch das Haus, als sie längst weg ist. Das kleine Mädchen ist gerettet, die Mutter aber ist für immer aus seinem Leben verschwunden.

Dorothea nennt Friederike Garbe das Findelkind. Die 63-Jährige hat an ihrem Privathaus eine von inzwischen drei Babyklappen in Schleswig-Holstein installiert, die einzige hierzulande, in der je ein Kind abgegeben wurde.
Sie lebt mit ihrem Mann inmitten der Lübecker Altstadt nur wenige Schritte von der Untertrave entfernt. Schon seit 1995, also lange vor der Babyklappe, bietet sie in ihrem Stadthaus schwangeren Frauen und jungen Müttern, die sich in psychosozialen Grenzlagen befinden, Unterkunft und Verpflegung: „Es sind Frauen, die gescheitert sind, die keine Liebe, kein Vertrauen bekommen haben und daher auch nichts an ihre Kinder weitergeben können.“ Frauen, die vielleicht unter anderen Umständen ihr Kind in eine Babyklappe gelegt hätten? Friederike Garbe wehrt ab: „Nein. Mütter, die ihre Kinder in eine Babyklappe legen, sind verantwortungsvoller als diese Mütter, denn sie wollen etwas Besseres für die Kinder, als sie selbst glauben geben zu können.“
Friederike Garbe zieht einen Brief hervor und beginnt zu lesen:

Liebe Marie, ich hoffe, Du wirst mir eines Tages verzeihen, dass ich Dich weggeben habe. Ich habe es getan, weil ich denke, dass es Dir besser gehen wird in einer Familie, die sich schon lange ein Kind wünscht und Dir viel Zeit und Liebe geben kann. Für mich waren es die schönsten Stunden, in denen ich Dich bei mir hatte. Du warst das schönste Baby, das ich jemals gesehen habe. Ich wünsche Dir, dass Du es besser machst als ich und hoffentlich mal eine gute Mutter wirst. Ich bete zu Gott, dass wir uns wieder sehen. Ich liebe Dich, Deine Mutter.

Es ist der Brief einer Mutter, die ihr Kind in die Lübecker Babyklappe gab. Das Mädchen taucht am 9. Oktober 2003 auf, einen Tag alt. Es hat ein rosa Seidenband um den Bauchnabel. Für Friederike Garbe, selbst mehrfache Mutter und Großmutter, ein Zeichen der Zärtlichkeit. Über die örtliche Presse ruft sie die Mutter auf, einen Brief für das Kind zu hinterlassen. Und tatsächlich: Die Mutter steckt diese handgeschriebenen Zeilen in den Briefkasten neben der Babyklappe. Von den neun Müttern, die ihr Kind hier abgaben, haben vier persönliche Worte für ihr Kind hinterlassen.
Im Jahr 2000, kurz nachdem in Hamburg bundesweit die erste Babyklappe eingerichtet wurde, setzt sich Friederike Garbe für ein solches Angebot in Lübeck ein, Unternehmer spenden Stahlklappe, Wärmebettchen und Alarmsystem. Doch die Lübeckerin, die selbst als unerwünschtes Kind einer Kriegerwitwe kurz vor der Flucht geboren worden war, hat zunächst Vorurteile: „Ich dachte, die Kinder die hier abgegeben werden, sind Müllkinder. Kinder, die keiner haben will, der Abschaum dieser Gesellschaft.“

Mein lieber Engel, vielleicht kommt irgendwann die Zeit, dich zu fragen, wo du herkommst, und warum du nicht bei mir bist. Ich habe in meinem Leben nichts erreicht und das einzig Gute, was ich zustande gebracht habe, sind dein Bruder und du. Mein Leben ist ein einziges Chaos, ich weiß nicht mehr weiter. Dein Vater wollte nichts von Dir wissen. Wenn es nach ihm gegangen wäre, wärest du nicht mal auf der Welt. Ich hoffe, du kannst mir irgendwann verzeihen. In ewiger Liebe, Mama.

Diese Mutter bringt ihr Kind im November auf die Welt, legt es auf das Bettchen hinter der Babyklappe, ohne Papiere, ohne Brief und Zeichen. Erst am 24. Dezember steckt sie einen Umschlag in den Briefkasten neben der Babyklappe „An das Findelkind“ ist darauf zu lesen.
Die leibliche Mutter hat acht Wochen Zeit, ihr Kind wieder an sich zu nehmen; über einen „Brief an die Mutter“, der in der Babyklappe liegt, wird sie darüber informiert. In Lübeck hat noch keine Frau diese Option wahrgenommen. In dem Brief bittet Friederike Garbe die Mutter auch, ihrem Kind „einen persönlichen Gruß mitzugeben“, sie bietet der Unbekannten Hilfe an und garantiert Verschwiegenheit.

Die zierliche, gepflegte Frau nimmt jedes der Kinder wie ein eigenes auf. Das erste Baby kam Anfang August 2003, und mit ihm ein Brief, in dem sich die Mutter entschuldigt, dass sie ihr Kind nicht behalten kann. Friederike Garbe umsorgte das Mädchen Tag und Nacht, klebte Fotos in Alben und führte ein Babytagebuch. „Keiner kann dem Kind etwas über die Schwangerschaft und Geburt erzählen, aber sie sollen wissen, wie es ihnen in ihren ersten Lebenstagen ergangen ist.“ Dieses „Wurzelpaket“ gibt sie jedem Findelkind mit, wenn es Tage später, nachdem Jugendamt und Vormund alles auf den Weg gebracht haben, in eine ausgewählte Adoptivfamilie kommt. Auch Jahre später pflegt Friederike Garbe noch Kontakt und kann einschätzen: „Unsere Kinder haben es wirklich gut getroffen.“

Die öffentliche Diskussion um Babyklappen wird kontrovers geführt. Annegret Bergmann, Frauenbeauftragte der Stadt Kiel, die sich naturgemäß für Frauen einsetzt, steht für die Klappengegner: „Den Frauen soll es nicht zu leicht gemacht werden. Sie sollen selbst Verantwortung übernehmen. Es gibt genügend Hilfsangebote in der Stadt. Kindstötungen vermeiden wir durch die Babyklappe ohnehin nicht.“ Diese These belegen Statistiken und erklären Fachleute durch die Tatsache, dass Kindstötungen im Affekt geschehen, während die Abgabe eines Kindes in eine Babyklappe geplant werde: „Daher sind Babyklappen auch keine Alternative zur Kindstötung, sondern zur Abtreibung“, argumentiert Friederike Garbe. „Denn Schwangere treiben oft unter dem Druck der Fristenlösung ab. Es gibt Frauen im Elend, die wollen nicht reden, keine Ratschläge hören, sich nicht rechtfertigen, weder Anträge noch irgendwelche Papiere ausfüllen, sie wollen anonym bleiben und trotzdem ihr Kind auf die Welt bringen.“ Ehepaar Garbe fragt sich manchmal, „wie viele Kinder durch unsere Babyklappe wohl gerettet wurden: Sicherlich mehr, als hier herkommen, nämlich auch die, für die sich die Mütter dann doch entscheiden“.
Im letzten Jahr wurden vier Kinder bei ihr abgegeben. Ihre ursprüngliche Meinung von den „Müllkindern“ hat sie inzwischen revidiert. Friederike Garbe vergleicht einfach das Schicksal der Kinder um sie herum: Das der Kinder, die trotz etlicher „Hilfsangebote und viel Unterstützung in meinem Haus bei ihren überforderten, leiblichen Müttern“ aufwachsen, und andererseits, die zwar entwurzelte, aber dann doch friedliche Existenz der Kinder, die aus der Babyklappe stammen: „Diese Findelkinder sind die wahren Glückskinder!“
Neben einem dieser Kinder lag ein Brief von Mutter und Vater:

Wir wollen nur das Beste für ihn und es bricht uns das Herz, aber wir sind nun mal nicht das Beste, was ihm geboten werden kann. Bitte behandeln Sie ihn gut und sorgen Sie gut für ihn, er hat es verdient. Wir lieben ihn und werden immer an ihn denken. Bitte zeigen Sie ihm den Brief, wenn er alt genug ist, damit er weiß, dass er uns nicht egal ist.

Ein weiterer Gegenstand war dem Jungen beigelegt, der hier nicht genannt werden soll, der aber darauf hindeutet, „dass die Eltern aus Satanistenkreisen stammen, die Opferrituale haben, bei denen Säuglinge getötet werden“, mutmaßt Friederike Garbe.

Das Bundesfamilienministerium gibt an, dass in Deutschland 40 bis 50 Kinder im Jahr ausgesetzt werden, die Hälfte davon wird tot aufgefunden, aber wie hoch ist die Dunkelziffer? Und wie ergeht es den Müttern gesundheitlich, wenn sie ohne Hilfe ihr Kind gebären? Als bessere Alternative hinsichtlich der Gesundheit von Mutter und Kind gilt die anonyme Geburt, bei der die Mutter trotz medizinischer Versorgung ihre Identität nicht preisgeben muss. Doch Geburtshelfer, die eine anonyme Geburt ermöglichen, machen sich strafbar: Sie verstoßen gegen das im Grundgesetz verankerte Recht des Kindes auf Kenntnis der Abstammung. In Kiel gibt es in keinem Krankenhaus das Angebot einer anonymen Geburt, in Lübeck schon, und dennoch werden Kinder bei Friederike Garbe abgegeben. Sie sagt: „Natürlich ist die anonyme Geburt die bessere Lösung.“ Wer weiß schon, was mit der Mutter von Dorothea ohne medizinische Hilfe geschehen ist. Sie brachte womöglich ihr Mädchen im Auto zur Welt, wickelte es in ein Handtuch, legte es in die Babyklappe und verlor dabei viel Blut. Vielleicht zu viel.


Quelle: http://www.kn-online.de/artikel/2314421


__________________
Liebe Grüße
Silvia



Mit den Wölfen heulen gilt denen als Ausrede, die mit den Schafen blöken.
Hans Reimann

01.03.2008 12:31 peutetre ist offline E-Mail an peutetre senden Homepage von peutetre Beiträge von peutetre suchen Nehmen Sie peutetre in Ihre Freundesliste auf

Irina Irina ist weiblich
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Beiträge: 12.457
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danke für den Bericht.

Das stimmt sehr nachdenklich und berührt mich. Ich denke auch es gibt einen großen Unterschied zwischen den Müttern, die ihr Baby in eine Babyklappe legen und denen die ihr Kind sterben lassen oder töten.


__________________
Liebe Grüße
Irina


Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus

01.03.2008 12:49 Irina ist offline Beiträge von Irina suchen Nehmen Sie Irina in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Irina: locotanz1
Dieser am 01.03.2008 um 12:49 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Irina wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

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