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Anja M. Anja M. ist weiblich
Frischling



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Dabei seit: 01.11.2016
Beiträge: 7
Bundesland: Baden-Württemberg


RE: umA Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Hallo Usha,
inzwischen klappt einiges besser als noch vor 2-3 Monaten. Ja, er geht in die Schule und hat seit diesem Jahr eine sehr strenge aber gute Lehrerin. Die Fortschritte in Deutsch sind wirklich gut. Allerdings hat er -obwohl er in Eritrea 10 Jahre zur Schule gegangen ist- fast keine Mathekenntnisse. Ich schätze mal Grundschule Niveau 2. Klasse-wenn überhaupt.

Und ja seine Muttersprache ist Tigrinya. Wir lernen das nicht bzw. nur mal einzelne Wörter. Fällt uns sehr schwer auszusprechen...da bekommt man eine Ahnung von der Leistung, die er bringen muss.
Wir haben uns nach ca. 4 Monaten ein großes WÖrterbuch Deutsch-Tigrinya gekauft. Das erleichtert doch vieles und das hätten wir früher machen sollen.

Wir sind gespannt wie es weitergeht.
Grüße Anja

__________________
Anja
02.12.2016 20:38 Anja M. ist offline Beiträge von Anja M. suchen Nehmen Sie Anja M. in Ihre Freundesliste auf
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Tikka Tikka ist weiblich
KiGa-Kind


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Dabei seit: 17.03.2013
Beiträge: 180


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Zitat:
Original von Klaus Wolf
Hallo Tikka,
seit August 2015? Da sind Sie ja schon lange dabei. Wie geht es Ihnen denn mit Ihrem Jugendlichen? Kommt er hier zurecht? Was sollte sich unbedingt ändern .... viele Fragen, aber es sind ja auch wirklich ganz neue Erfahrungen und Sie können sicher viel erzählen.
Herzliche Grüße
Klaus Wolf


Hallo Herr Wolf,
ich freue mich, dass der Austausch nun startet. Die 1,5 Jahre mit PS sind schnell vergangen.
Wir haben uns an die Art von PS inzwischen gut gewöhnt, er ist sehr still, fragt fast nie etwas. Wir können ihm hundert Mal erklären, dass er nachfragen muss, wenn er etwas nicht verstanden hat, aber er wird halt nie nachfragen. Er nickt immer, das scheint etwas Kulturelles zu sein, das sich PS nie abgewöhnen wird.
Sein Klassenlehrer hat am Elternabend geschildet, dass PS zum Beispiel vor der Klasse vorliest, genauso gut wie manch anderer Hauptschüler. Aber er versteht den Text überhaupt nicht. Fragen zum Text kann er jedenfalls nicht beantworten. Das gibt er aber nicht zu und schreibt deshalb regelmäßig schlechte Noten. Er geht jetzt in die 8. Klasse der Hauptschule, wir sind auf der Suche nach Nachhilfe.
Was sich ändern sollte: die bayerische Auffassung von Integration! Es gab diesen Herbst eine Weisung an die Ausländerbehörden, dass keine Erlaubnis mehr erteilt wird für eine Ausbildung, wenn "vorbereitende Maßnahmen zur Aufenthaltsbeendigung" getroffen wurden und der umF nur eine Duldung hat und keinen Heimatpass. Diese Regelung trifft leider auf unseren PS zu, falls der Flüchtlingsschutz abgelehnt wird. Ein dauerhafter Aufenthalt wegen guter Integration wird den Jugendlichen so verwehrt. PS hat nicht einmal eine Geburtsurkunde, kann also keinen Pass bekommen. Er gehört zwar zur Minderheit der Hazara, kann aber kaum persönliche Fluchtgründe benennen (er erzählt einfach zu wenig). Noch gibt es keinen Termin fürs Interview beim BAMF, aber es wird wohl eine Ablehnung werden, einfach, weil er sich nichts erzählen traut. Er hat z. B. als einziger einen Anschlag auf ein Hazara-Restaurant überlebt, aber das sind bei ihm zwei Sätze und er weiß nicht einmal mehr den Namen des Restaurants, obwohl er dort gearbeitet hat. Es wird nichts werden und dann wird mit 18 der Abschiebebescheid kommen. Es ist zum Verzweifeln. Er hat bisher zwei Praktika gemacht, beide super. In den Faschingsferien macht er Praktikum im Altenheim, er ist total willig. Aber der Staat wird ihm keine Chance geben.
02.12.2016 22:16 Tikka ist offline Beiträge von Tikka suchen Nehmen Sie Tikka in Ihre Freundesliste auf
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Saltatio Saltatio ist weiblich
Realschüler


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Dabei seit: 02.03.2012
Beiträge: 1.312
Herkunft: Landluft


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Dann mach ich mal mit einer Vorstellung weiter großes Grinsen

Wir haben vor zehn Monaten drei Kinder/Jugendliche aus Afghanistan aufgenommen. Es sind Geschwister. Der kleine ist mittlerweile 11 Jahre alt, die mittlere 16 und die große 17 Jahre alt. Sie besuchen die Grundschule/ Hauptschule.
Zusammen sind wir jetzt eine Familie von 8 Personen großes Grinsen

Die drei sprechen hervorragend deutsch. Wir brauchen gar kein Englisch mehr.
Langsam kennen wir auch alle Eigenarten von ihnen, sei es persönliche oder Kulturelle, kennen.

Es ist nicht immer leicht, klappt aber erstaunlich gut.

__________________
____________________________________________
........ träumen darf ich ja wohl noch .......
03.12.2016 09:12 Saltatio ist offline E-Mail an Saltatio senden Beiträge von Saltatio suchen Nehmen Sie Saltatio in Ihre Freundesliste auf

entropie1980 entropie1980 ist weiblich
Erstklässler


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Dabei seit: 23.12.2014
Beiträge: 428
Bundesland: Niedersachsen


RE: Vorstellung Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Klaus Wolf
Hallo entropie 1980 (interessante Namen habt ihr manchmal),
ich gratuliere zur Großfamilie, da kommen ja dann besonders viele interessante Erfahrungen zusammen! Wie war denn der Abschied von dem afghanischen Jugendlichen? War der Umzug für alle okay? Und die anderen Kinder, wie haben die reagiert? Besteht denn noch irgendeine Art von Kontakt?
Herzliche Grüße
Klaus Wolf

Der Abschied fiel nicht schwer. Er war schon ziemlich selbstständig und nicht wirklich integriert bei uns. Daher ist wohl auch eine Wohngruppe das beste für ihn. Wir hatten noch kurze Zeit Handy Kontakt.
Die anderen Kinder konnten nichts mit ihm anfangen. Zum einen aufgrund der Sprachbarriere, zum anderen, weil er kein Interesse daran hatte.
03.12.2016 12:20 entropie1980 ist offline Beiträge von entropie1980 suchen Nehmen Sie entropie1980 in Ihre Freundesliste auf
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Klaus Wolf Klaus Wolf ist männlich




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Dabei seit: 11.11.2008
Beiträge: 35
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Herkunft: Siegen

Themenstarter Thema begonnen von Klaus Wolf




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Hallo Tikka,
ja die Signale der Politik (und eines großen Teils der Gesellschaft - befürchte ich) an die jungen Leute (und die, die die Sorge um sie mittragen wollen)
sind - sehr zurückhaltend formuliert - widersprüchlich und halbherzig. Wenn der Junge aber bei Ihnen und in Ihrer Familie Rückhalt hat und damit die Zeit der Unsicherheit vielleicht etwas besser überstehen kann, ist das viel wert. Ich wünsche ihm sehr, dass das Praktikum im Altenheim gut verläuft: ihm Spaß macht und vielleicht den einen oder anderen nachdenklich macht.
Herzliche Grüße
Klaus Wolf
04.12.2016 16:50 Klaus Wolf ist offline Homepage von Klaus Wolf Beiträge von Klaus Wolf suchen Nehmen Sie Klaus Wolf in Ihre Freundesliste auf

ira
pubertierender Wüterich


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Dabei seit: 04.11.2007
Beiträge: 932


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Hallo Tikka, erkundige dich, ob für ihn die Möglichkeit einer schriftlichen Anhörung besteht. Dabei kann ein Anwalt helfen. Gründe wären: schwere Traumatisierung, jugendliches Alter, geschütztes Umfeld unbedingt nötig usw. Dann könnte er z.B. mit seinem Psychotherapeuten die Anhörungsfragen beantworten.

Außerdem bekommt er sofort eine mehrjährige Aufenthaltserlaubnis, wenn er einen Ausbildungsplatz hat!
SG ira

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von ira: 05.12.2016 12:24.

05.12.2016 12:23 ira ist offline E-Mail an ira senden Beiträge von ira suchen Nehmen Sie ira in Ihre Freundesliste auf
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Anja M. Anja M. ist weiblich
Frischling



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Dabei seit: 01.11.2016
Beiträge: 7
Bundesland: Baden-Württemberg


RE: umA Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Hallo Herr Wolf,

unser umA M. st nun seit knapp 6 Monaten bei uns. Meine Kinder (20+23)sind im Studium und kommen allerdings relativ regelmäßig in den Semesterferien nach Hause. Die Entscheidung einen umA aufzunehmen wurde in der Familie gemeinschaftlich getroffen (damit verbunden eine Verantwortung sich im Rahmen der Möglichkeiten(Anwesenheit) zu "kümmern").

Die ersten zwei Monate mit M. waren geprägt von vorsichtigem Aufeinanderzugehen, vielen sprachlichen Missverständnissen (er sagte IMMER "ok, no problem" ...und hatte fast NIE etwas verstanden), dem Einüben von Alltag und vielen Aktionen "komm doch mit zu ...." .

Eine Geschichte aus der Zeit hat etwas mit dem Schwimmbad zu tun. M. wollte ein "bisschen spazieren gehen" ..erfahrungsgemäß blieb er dann ca. 30-45 Minuten weg...An dem Tag kam er erst nach mehr als 3 Stunden wieder (wir hatten uns schon wirklich Sorgen gemacht). Auf die Frage wo er denn gewesen sei, antwortete er " im Schwimmbad". Wir schauten wohl entsetzt, denn wie sollte er bitteschön in Shorts und Tshirt im Schwimmbad gewesen sein ? Nun, nur ein Deutscher braucht Badehose, Handtuch, Tasche, Sonnencreme, was zu trinken....etc. für einen Schwimmbadbesuch. M. ist rein, hat sein Shorts fallen lassen und schwamm glücklich und zufrieden ein paar Runden, ließ sich im Gras trocknen und kam dann wieder heim. WO ist das Problem? Wir erklärten ihm, dass man nur mit Badehose baden darf....( er hatte leider eine Mikrofaser-Unterhose an, die für den Bademeister von weitem nicht wirklich erkennbar war). Ok, er hat´s vermeintlich verstanden ....dachten wir. Zwei Tage später die exakt gleiche Situation ...Es hat noch eine Weile gedauert, bis er dann wirklich verstanden hat, welche seiner Hosen die Badehose ist und dass er diese bitte mitnimmt ins Schwimmbad.....

Und diese Geschichte ist nur eine von vielen, die wenn sie mehrfach vorkommen dann sehr anstrengend sind. Das schwierigste war zu der Zeit, dass er niemals zugegeben hat, dass er etwas NICHT versteht.

Dann in den Sommerferien und danach folgten fast 3Monate "Rebellion". Er wollte selbst bestimmen, wann er geht und kommt und mit wem er sich trifft. Wollte keine Auskunft über Schule geben...etc. Wenn man nachfragte, ging der "Rolladen runter" ...war sehr schwierig und "dünne Faden der Beziehung" war zum Zerreißen gespannt. Er fühlte sich "like in prison"...Wir fühlten uns ausgenutzt und "benutzt als 3***-Hotel. Es gab eine Situation, da hat er massiv gelogen was seinen Aufenthaltsort angeht...das hat viel Vertrauen kaputt gemacht und die Stimmung in der Familie gedrückt.

Unser umA hat Familie in Eritrea, eine Mutter und Geschwister, die in der ganzen Welt verteilt sind. Er braucht keine Familie. Er braucht einen sicheren Ort, was zu essen, Kleidung etc. Die geschwisterlichen Beziehungen zu meinen Kindern sind entstanden und sind gut. WIr als "Eltern" wissen manchmal nicht welche Rolle wir ihn seinem Leben haben. Als eine gewisse "Autorität" werden wir glaub ich (noch) nicht gesehen.

In den drei Monaten "Stress" war er sehr wechselhaft , mal freundlich dann wieder sehr "pampig" ...das zerrte an allen Nerven. Gerade als wir den Vormund um einen Termin gebeten haben, auch um M. die Wahl einer Wohngruppe zu lassen und/oder sich nochmal für uns zu entscheiden, war M. wie ausgewechselt(also bereits VOR dem Termin!).

Das hält nun schon vier Wochen an. Wir haben KEINE Ahnung wodurch der "Sinneswandel" kam. Er ist wesentlich kommunikativer, setzt sich zu uns ins Wohnzimmer, fragt viel mehr und lässt sich auch "verbessern" (das war vorher fast nicht möglch, bzw. nur mit Augenrollen). Er erzählt viel mehr und man muss ihm nicht mehr alles aus der Nase ziehen....Das ist richtig schön und macht echt Spaß!! Durch die gesteigerte Kommunikation macht er große Fortschritte in Deutsch! Eine große Erleichterung nach den vielen Wochen, die wirklich sehr anstrengend waren.

Was würden wir uns wünschen? Wir würden uns mehr Unterricht in der Schule wünschen und auch für etwas ältere umAs eine MÖglichkeit in den deutschen REgelbetrieb überzugehen. Er geht jetzt in eine VABO-Klasse, nächstes Jahr wir er in ein VAB-R Klasse gehen und am Ende den Hauptschulabschluss machen. Die VAB-R Klasse wird auch eine reine Flüchtlingsklasse sein. M. wünscht sich sehr eine Klasse mit deutschen Schülern. Das ist in weiter Ferne. Außerdem hat er nur von ca. 8.30-13 Uhr Schule. Welcher 17 Jährige in D. hat jeden Nachmittag frei? Er hat nur einen Schulweg von 10 Minuten, da ist dann der Nachmittag echt lang, bis dann erst ein Fußballtraining anfäng. Wünschen würden wir uns auch, dass in der Schule Sport, Musik+Kunst angeboten wird. Fächer in denen man mit weniger Deutsch auskommt.....

Gewünscht hätten wir uns mehr Dolmetscherkontakte in den ersten Monaten. Wobei die beiden Dolmetscher, die wir hatten, beide NIEMALS nur das übersetzt haben, was sie hätten übersetzen sollen, sondern ihre eigene WErtung, MEinung mit reingebracht haben, da bin ich sicher. Und das setzt den umA dann noch mehr unter Druck. Das würde mich interessieren, wie es bei anderen Pflegefamilien geht mit den Dolmetschern...

Schön wäre es auch, wenn der Vormund wirklich jeden Monat vorbeikommen würde. Wäre wirklich eine Unterstützung . Klappt nicht, weil er zuviele Mündel hat. Schade.

Puh, jetzt ist alles so lang geworden. Viel zu lesen ...und es gäbe ja noch viel mehr zu berichten.

Grüße Anja M.

__________________
Anja
05.12.2016 19:24 Anja M. ist offline Beiträge von Anja M. suchen Nehmen Sie Anja M. in Ihre Freundesliste auf
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Tikka Tikka ist weiblich
KiGa-Kind


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Dabei seit: 17.03.2013
Beiträge: 180


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@ira: Danke für den Tipp bezüglich der schriftlichen Anhörung!
Ich versuche schon länger, PS zu überreden, mal seine Geschichte aufzuschreiben, um einmal eine Beratung bei einem spezialisierten Anwalt einzuholen (Gunter Christ in Köln, vertritt bundesweit Afghanen).
Aber PS schafft es einfach nicht, irgendwas zu Papier zu bringen, mag auch nicht erzählen usw. Falls er bei der Anhörung genauso schweigsam ist, geht das schief.

@anja: unser PS ist in vielen Punkten haargenauso: er würde auch nie zugeben, dass er irgendwas nicht verstanden hat. Er verdreht auch die Augen, wenn man ihm durch eine Nachfrage zeigt, dass er etwas eben nicht verstanden hat. Er will auch nichts besprechen, so viel als möglich für sich behalten, usw. Unser PS hat zwar nur noch einen Bruder im Iran, aber er hört vermutlich viel auf seine Clique aus den Zeiten in der Clearingstelle. Er ist oft wie ausgewechselt, wenn er von Treffen mit den anderen afghanischen Jungs kommt.
Wir sind zum Glück an einen super Dolmetscher geraten, der PS mal gehörig den Kopf gewaschen hat und auch den anderen Gesprächsteilnehmern erklärte, was er ihm gesagt hat. Nachdem PS aber gut genug deutsch sprach fürs letzte Hilfeplangespräch, müssen wir künftig ohne Dolmetscher auskommen.
Der Vormund zieht hier sein eigenes Ding durch, trifft sich mit PS in der Schule. Wir erfahren keine Ergebnisse. Unser Ansprechpartner ist der PKD, der ist super, kommt zufällig morgen.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Tikka: 06.12.2016 18:04.

06.12.2016 17:56 Tikka ist offline Beiträge von Tikka suchen Nehmen Sie Tikka in Ihre Freundesliste auf
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3047
Neugeborenes



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Dabei seit: 12.11.2016
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Dolmetscher,
ich weiss nicht mit wie vielen verschiedenen wir schon Gespräche hatten. Ich hätte am liebsten, die wären Maschinen.
Bei uns hat auch mal einer Junge den Kopf gewaschen, darauf hin nahm Junge die Termine nicht mehr war... Ich mag ihre Meinung nicht hören, es hat immer genug Fachleute am Tisch. Schon nur wenn sie mir beim begrüssen sagen, was für ein aussergewöhnlicher Fall das sei, könnte ich sie auf den Mond schicken. Das weiss ich selber und es ist äusserst bedauernswert, dass es so ist.
Letztes mal in der Schule, waren nur Lehrer da, die sich ein Gespräch so zu führen nicht gewohnt waren. Der Dolmetscher hat das alles sehr gut gemacht, Väterlich, erklärend. Es war klar, dass er selber Kinder in der Schule hat.
Unsere SA versuchen immer den passenden Dolmetscher mitzubringen. Die Seelenklempner möchten immer denselben.
Meine Freundin ist Dolmetscherin. Vor manchen Terminen ist sie sehr nervös. Was sie da alles mitbekommt, belastet sie oft.
Manche Wörter, die wir brauchen gibt es in ihrer Sprache nicht, dann wird nicht nur übersetzt sondern auch noch erklärt. Ging bei uns kürzlich so mit dem Wort Diplomat.
06.12.2016 23:37 3047 ist offline Beiträge von 3047 suchen Nehmen Sie 3047 in Ihre Freundesliste auf
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fuchska fuchska ist weiblich
Frischling



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Auch ich möchte mich/uns zunächst vorstellen: bei uns lebt seit Mai 2016 unser 14jähriger afghanischer Pflegesohn. Seine Familie lebt noch in Afghanistan und er hat regelmäßig Kontakt per Skype. Im Großen und Ganzen läuft es prima, er lernt unglaublich schnell Deutsch, besucht die Realschule und ist einfach ein pfiffiger Kerl. Zu unserer Familie gehören außerdem noch drei Adoptiv-/Dauerpflegekinder (15 männl, 19 weibl, 21 männl.). Die beiden Großen studieren bereits außerhalb.
In unserer Stadt gibt es wohl 8 Familien, die jugendliche Flüchtlinge aufgenommen haben, mit einem Teil treffen wir uns in einer Gruppe. Ein großes Problem ist die mangelnde Unterstützung durch das Jugendamt. Für jede Familie ist ein anderer Sachbearbeiter zuständig, jeder hat einen anderen Vormund und die Zuständigkeiten sind sehr unklar. Häufig gibt es auch unterschiedliche Auskünfte z.B. zu rechlichen Fragen. Mich würde sehr interessieren, ob dies in anderen Städten ähnlich läuft. Wir haben auch das Gefühl, das gar nicht mehr versucht wird, UMFs in Pflegefamilien unterzubringen (zu mühsam?)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von fuchska: 08.12.2016 16:24.

08.12.2016 16:22 fuchska ist offline Beiträge von fuchska suchen Nehmen Sie fuchska in Ihre Freundesliste auf
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jamy jamy ist weiblich
Beamter


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Beiträge: 4.247


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Habt ihr einen Tipp welchen Übersetzer man am besten kaufen kann , der nicht so teuer ist ? Wir haben kein neues PK , ich arbeite aber in einer Einrichtung für Flüchtlinge und ich würde gerne etwas kleineres wie einen PC in der Hosentasche haben, wo man schnell auch mal zwischen den Sprachen wechseln kann. Danke!

__________________
Viele Grüße jamy


" Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand "(Blaise Pascal)
08.12.2016 22:55 jamy ist offline Beiträge von jamy suchen Nehmen Sie jamy in Ihre Freundesliste auf
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Usha Usha ist weiblich
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Zitat:
Original von jamy
Habt ihr einen Tipp welchen Übersetzer man am besten kaufen kann , der nicht so teuer ist ?

Hallo jamy, welche Sprachen brauchst du denn?
LG Usha

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Usha: 09.12.2016 14:18.

09.12.2016 14:15 Usha ist offline Beiträge von Usha suchen Nehmen Sie Usha in Ihre Freundesliste auf
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Christa Christa ist weiblich
Wirbelwind



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Bundesland: Niedersachsen


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Hallo fuchska,
bei uns in der Landeshauptstadt wurden laut einem Zeitungsbericht 6 UMAs in Gastfamilien vermittelt. Im Mai kam ein Brief vom JA an alle für geeignet befundenen Bewerber, dass eine Unterbringung in Gastfamilien nur für wenige UMAs das Richtige sei, auch weil die meisten das gar nicht wollten. Man solle bitte von Nachfragen beim JA absehen und warten, bis sie sich melden. Ich glaube nicht, dass wir von denen noch einmal etwas hören.
10.12.2016 10:25 Christa ist offline E-Mail an Christa senden Beiträge von Christa suchen Nehmen Sie Christa in Ihre Freundesliste auf
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jamy jamy ist weiblich
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Hallo Usha, ich hätte gerne arabisch, tigrynia ( oder so ähnlich ), syrisch, kurdisch , persisch. das sind so die meisten, wo ich momentan mit arbeite, der google Übersetzer spricht das leider nicht, und einige können nicht lesen .

__________________
Viele Grüße jamy


" Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand "(Blaise Pascal)
10.12.2016 16:50 jamy ist offline Beiträge von jamy suchen Nehmen Sie jamy in Ihre Freundesliste auf
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Usha Usha ist weiblich
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Zitat:
Original von jamy
Hallo Usha, ich hätte gerne arabisch, tigrynia ( oder so ähnlich ), syrisch, kurdisch , persisch. das sind so die meisten, wo ich momentan mit arbeite, der google Übersetzer spricht das leider nicht, und einige können nicht lesen .


Hallo jamy,
für's Smartphone kann ich dir für Arabisch Fahum (http://fahum.de/de/startseite/)empfehlen.
Für Tigrinya kenne ich einige Apps, aber ein wirklicher Übersetzer ist nicht dabei. Ein Dictionary Deutsch-Tigrinya / Tigrinya-Deutsch: https://play.google.com/store/apps/detai...a.deutsch&hl=de (es gibt einige, aber bei den Wörtern, die dieses ausspuckt, habe ich am wenigsten Widerspruch meines Mündels gehört).
Hier https://play.google.com/store/apps/detai....tigrigna&hl=de werden auch einige Worte und Phrasen gesprochen, aber das wird wohl nicht sehr weiterhelfen und ist außerdem auch fehlerhaft in der Rechtschreibung.

Für Dari/Farsi und die anderen Sprachen hab ich keine weiteren Infos. U. a. Dari gibt es auf dieser Seite hier, aber eben wieder für den PC: https://en.wikibooks.org/wiki/Refugee_Ph...pers_-_Germany, ist aber wieder für den PC.

Vielleicht hilft dir das ein bisschen? LG Usha

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Usha: 10.12.2016 23:38.

10.12.2016 23:38 Usha ist offline Beiträge von Usha suchen Nehmen Sie Usha in Ihre Freundesliste auf
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jamy jamy ist weiblich
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liebe Usha, Danke, das ist sehr nett von dir, ich werde mir das mal alles in Ruhe anschauen und ausprobieren, Es ist echt nicht leicht , wenn man auf mehrere Sprachen etwas sucht, was auch halbwegs zu bezahlen ist Daumen bei einer Sprache alleine wäre es leichter und man könnte sich auch mal etwas merken, wenn man aber ständig wieder umdenken muss, ist man da schon auf irgendwelche technische Hilfe angewiesen.

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Viele Grüße jamy


" Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand "(Blaise Pascal)
11.12.2016 00:49 jamy ist offline Beiträge von jamy suchen Nehmen Sie jamy in Ihre Freundesliste auf
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Klaus Wolf Klaus Wolf ist männlich




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RE: umA Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Hallo Anja M.
leider habe ich erst gerade Ihren interessanten Beitrag gelesen (letzte Woche war viel los -Entschuldigung). Jedenfalls ganz herzlichen Dank.
Aufgrund Ihrer Schilderungen konnte ich sehr gut nachvollziehen, was für unterschiedliche Phasen es geben kann und wie doch recht unberechenbar die Entwicklung manchmal ist. Im Moment sieht es ja aus, als ob M. jetzt eine konstruktive Kurve gekriegt hat. Ich wünsche Ihnen allen, dass das so bleibt!
Die Themen Schule und Vormund und die Dolmetscher-Probleme werden wir auch insgesamt kommunizieren. Da liegen offensichtlich öfter große Baustellen.
Was ich auch total interessant finde, welche Rolle Sie für den Jugendlichen spielen. Sie schreiben, dass er ja keine (zweite) Familie braucht sondern einen sicheren Ort. der wird ja auch durch die Menschen dort zu einem sicheren Ort. Dass der Kontakt vielleicht durch die sozialen Geschwister leichter entsteht, während Ihre Rolle als "Eltern" "Autoritätspersonen" Berater oder Begleiter erst allmählich klarer werden wird, kann ich mir gut vorstellen. Wie sich das entwickelt finde ich sehr interessant.

Klingt vielleicht auch etwas komisch, wenn ich das immer wieder schreibe, aber es ist mir trotzdem ein Bedürfnis: Toll, dass es solche Menschen wie Sie in unserer Gesellschaft auch gibt.
Herzliche Grüße
Klaus Wolf
11.12.2016 14:41 Klaus Wolf ist offline Homepage von Klaus Wolf Beiträge von Klaus Wolf suchen Nehmen Sie Klaus Wolf in Ihre Freundesliste auf

fuchska fuchska ist weiblich
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Es handelt sich hier wohl um dieselbe Stadt (an der Leine). Wie gesagt, meines Wissens sind es acht Familien, in die vermittelt wurde und wir hatten eben auch den Eindruck, dass weitere Vermittlungen nicht geplant sind. Ob wirklich kein weiterer Jugendlicher interessiert bzw. geeignet ist, kann natürlich keiner von außen beurteilen.
12.12.2016 15:03 fuchska ist offline Beiträge von fuchska suchen Nehmen Sie fuchska in Ihre Freundesliste auf
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3047
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Vielleicht kamen in diesem Sommer weniger UMAs als angenommen.... Politik, Geld, leere Betten und was weiss ich....
12.12.2016 21:02 3047 ist offline Beiträge von 3047 suchen Nehmen Sie 3047 in Ihre Freundesliste auf
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Tikka Tikka ist weiblich
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Unser PS muss am 11. Januar zur Anhörung. Der Vormund meldet mich als Beistand an, ist sich aber nicht sicher, ob ich teilnehmen darf. PS wirkt seit ca. 2 Wochen ziemlich bedrückt, im Nachbarlandkreis ist ein UMF nach Albanien abgeschoben worden, mit Polizei aus der Jugendhilfeeinrichtung geholt worden.

Hoffentlich läuft unsere Anhörung gut und PS erzählt. Er ist leider oft zu schweigsam.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Tikka: 21.12.2016 19:33.

21.12.2016 19:32 Tikka ist offline Beiträge von Tikka suchen Nehmen Sie Tikka in Ihre Freundesliste auf
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Amanullah
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Anhörung Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Hallo Tikka,

mein Mann durfte an der Anhörung teilnehmen. Asylanten haben das Recht auf einen Beistand/Anwalt.
22.12.2016 17:21 Amanullah ist offline Beiträge von Amanullah suchen Nehmen Sie Amanullah in Ihre Freundesliste auf
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Tikka Tikka ist weiblich
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So, heute war nun die Anhörung. Wir mussten nur eine halbe Stunde warten. Eigentlich ist es sehr gut gelaufen, PS hatte zwar ziemlich Angst, hat aber viel drauf los erzählt. Die Anhörerin war sehr nett, hat mehrfach nachgefragt. Nur der Dolmetscher war leider nicht so toll. Er hat überhaupt nicht wörtlich übersetzt. PS erzählte einen ganzen Block, der Dolmetscher diktierte dann zwei oder drei Sätze fertig formuliert, überhaupt keine Formulierungen, die PS verwenden würde wie z. B. "Die Sicherheitslage war nicht stabil." PS hat extra nachgefragt, was stabil denn bedeutet, dann Diskussion auf Dari und dann blieb der Satz so. Die Anhörerin hat die Sätze des Dolmetschers so ins Protokoll aufgenommen. PS hat auch mehrmals Daten korrigiert. Als er einmal den Dolmetscher unterbrochen hat, schnauzte ihn der Dolmetscher an: "Redest du oder ich." Die Anhörerin ist da nicht eingeschritten, nur als PS mitten in einem wichtigen Vorfall den Tränen nahe war und der Dolmetscher nur dauernd nickte, da meinte sie endlich, der Dolmetscher solle mal Satz für Satz übersetzen, damit keine Infos verloren gehen. Leider hat das PS dann so aus dem Konzept gebracht, dass das Ende der Story extrem kurz wurde. Ich durfte Zwischenfragen stellen und so kam wenigstens überhaupt das Ende der Story später noch ins Protokoll. Der Vormund war doch auch hilfreich, fragte, ob das Weinen ins Protokoll aufgenommen werden kann, was die Anhörerin dann auch machte. Die Anhörung hat etwa 2,5 Stunden gedauert und alles, was PS uns vorher erzählte hatte (wir haben letzte Woche immer wieder gebohrt), hat er in der Anhörung auch erzählt.
Jetzt warten wir gespannt auf die Entscheidung. Ausgerechnet heute war ein Artikel in der Zeitung, dass gerade Afghanen wie am Fließband abgelehnt würden von unserer BAMF-Außenstelle.
11.01.2017 17:41 Tikka ist offline Beiträge von Tikka suchen Nehmen Sie Tikka in Ihre Freundesliste auf
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3047
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Drücke euch die Daumen!
So oder so, ihr habt das Maximum heraus gehauen, bravo
12.01.2017 22:48 3047 ist offline Beiträge von 3047 suchen Nehmen Sie 3047 in Ihre Freundesliste auf
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Wir haben seit März 2016 ein syrisches Mädchen bei uns als Pflegekind, sie wird im Frühsommer 18 Jahre.
Nachdem durch eine große Werbeaktion ehrenamtliche Vormünder gesucht worden, haben Familienrat gehalten und uns schließlich beim JA gemeldet.
Sind dort schon bekannt "wie ein bunter Hund", da wir lange Jahre ein Dp und seit vielen Jahren Bereitschaftspflegeeltern sind.

Wir haben allerdings gesagt, dass wir (wegen unserer jüngsten noch daheim lebenden Tochter) nur ein Mädchen aufnehmen wollen. Man sagte uns: Mädchen kommen nicht, nur Jungs.
... 3 Wochen später kam der Anruf: wir hätten ein Mädchen.

Dann folgte ein Kennenlernen über 4 Wochen und schließlich zog L. hier ein.

Wir hatten schon viel Erfahrungen mit Austauschschüler, Gaststudenten aus aller Herren Länder... und wir dachten, das wird nicht so schwer werden.
Zwischenzeitlich habe ich wirklich gezweifelt und war sehr unglücklich, weil L. sich sehr zurückzog, nur ständig am Handy war und per whatsapp mit ihrer LF in Kontakt und mit Freunden nur arabisch kommunizierte.
Wir haben viel geworben, dass sie manches mit uns gemeinsam macht, ihr vieles angeboten. Es war nicht einfach.
Dazu kommt, dass sie natürlich Muslima ist, wir sind Christen und leben das auch.
Mittlerweile kann ich sagen, seit November ist es richtig schön mit ihr. Sie kann jetzt einigermaßen deutsch reden und traut sich auch, vieles zu erzählen, ihre Meinung zu sagen und sitzt gern bei uns.
Wir hatten schon im Juni die Vormundschaft beantragt. Das ist eine Odyssee bis jetzt... die Führungszeugnisse waren über Monate im Sumpf der Verwaltungsapparate vergraben und verschwunden, bis sie irgendwann im Dez. wieder auftauchten. Morgen haben wir die Anhörung bei Gericht und werden hoffentlich die Vormundschaft übertragen bekommen.
Haben sowieso schon alles geregelt, der Vormund hat L. nur bei der Übergabe gesehen.
Mittlerweile hat L. ein Bleiberecht erstmal für 3 Jahre, sie ist von der UNO anerkannter Flüchtling, weil sie Palästinenserin ist. Sie versucht jetzt, ihre Familie nachzuholen, was natürlich nicht einfach ist. Aber sie sind dran, auch wenn es wohl noch 1-2 Jahre dauert.

Soweit erstmal von mir/uns.
Cornelia
16.01.2017 20:03 Cornelia ist offline E-Mail an Cornelia senden Beiträge von Cornelia suchen Nehmen Sie Cornelia in Ihre Freundesliste auf
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Guzi Guzi ist weiblich
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Hallo Zusammen,#
bin erst heute dem Forum beigetreten. Wir haben seit März 2016 einen 17jährigen afghanischen UMA bei uns. Die erste Zeit war natürlich erst einmal geprägt von Deutsch lernen (er sprach bisher ausschließlich Dari), Schulplatz finden und Erstausstatten. Dazu kam noch eine eher schwierige medizinische Problematik: Ein Bandscheibenvorfall mit Nervenschädigung. Inzwischen operiert, klagt er immer noch über Schmerzen, ist natürlich frustriert und in seiner Freizeitgestaltung recht eingeschränkt. Fußball geht nicht, selbst Tischtennis schmerze. Zumindest lernt er jetzt Gitarre. Schule ist nicht einfach. Er hat nur drei Jahre Schule in Afghanistan hinter sich, ist in Mathe nicht so weit wie unsere 9jährige Tochter, die ihm hin und wieder ja gerne was beibringen würde, aber ich glaube, das ist zu beschämend für ihn. Lieber übt er mit meinem Mann, der aber manchmal beinahe verzweifelt ob der fehlenden Grundkenntnisse. Deutsch klappt schon recht gut, zumindest das Sprechen. Im schriftlichen und beim Lesen tut er sich schon noch schwer. Seit ich ein bisschen Persisch lerne, verstehe ich aber das ein oder andere sprachliche Problem leichter...
Was wir leider noch gar nicht richtig mit ihm diskutieren können, sind die Zukunftserwartungen, -wünsche und -perspektiven. NAtürlich würde er gerne eine Ausbildung machen. Für die allermeisten Berufe bringt er aber zuwenig Grundbildung mit oder ist körperlich beeinträchtigt, was ihn aber nicht an hochtrabenden Plänen hindert. Als schwierig empfinde ich es, ihn auf den Boden zurückzuholen und realistische Perspektiven zu erarbeiten. Und das alles mit einer drohenden Ablehnung des Asylantrages (kaum ein Afghane kann ja auf Anerkennung hoffen)
I. ist kein Familienmensch. Seine eigene Familie hat er schon im Kindesalter verloren, sich dann irgendwie durchgeschlagen und so nutzt er unsere Familie eher als Unterkunftsort und tut sich nicht leicht mit "Familienbezügen". Ich, obwohl Frau, habe einen ganz guten Draht zu ihm, vielleicht, weil ich die Alleinverdienerin bin. Mein Mann dagegen hat es mit seinem Hausmannsein nicht so leicht, auch was die Autorität angeht.
Im März wird I. 18, dann muss entschieden werden, ob die Jugendhilfemaßnahme auf Antrag verlängert wird oder nicht. Wir sind noch unschlüssig.
Das war´s mal für´s erste
18.01.2017 16:09 Guzi ist offline Beiträge von Guzi suchen Nehmen Sie Guzi in Ihre Freundesliste auf
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