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--- Petition gegen "Original Play" (http://www.pflegeeltern.de/thread.php?threadid=76248)


Geschrieben von moritz am 30.10.2019 um 22:57:

  Petition gegen "Original Play"

https://www.change.org/p/bmfsfj-stoppen-sie-originalplay-in-unseren-kitas-kein-kind-will-mit-fremden-kuscheln?utm_content=cl_sharecopy_18624393_de-DE%3Av2&recruiter=879553224&recruited_by_id=e5463d10-651e-11e8-96c0-e1b7b9e60954&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink&utm_campaign=psf_combo_share_initial&utm_term=0755832faead4a81a88cc1d0d23d2067



Geschrieben von rainbow am 31.10.2019 um 08:17:

 

Ich habe unterschrieben.

Als Erzieherin ist mir aber nicht klar, wie es in diesen Situationen zu sexuellem Missbrauch kommen kann.
Man lässt doch nicht einzelne Männer mit einzelnen Kindern alleine, normalerweise sind alle zusammen in der Turnhalle und es bleibt doch mindestens eine Erzieherin dabei.

Bei uns in der Kita gäbe es überhaupt keine Möglichkeit, sich räumlich zurück zu ziehen und in die Turnhalle kann jederzeit jeder rein.


Trotzdem ist das Konzept mehr als fragwürdig und gehört dringend abgeschafft!



Geschrieben von putzig55 am 31.10.2019 um 08:36:

 

Original play ist, zumindest in Berlin, mittlerweile vom Berliner Senat verboten worden.



Geschrieben von Mama Muh am 31.10.2019 um 14:06:

 

...schon beim "Auf-dem-Schoß-sitzen" kann es zur sexuellen Nötigung kommen.

Im Gerangel ist nicht nachvollziehbar, welche Bewegungen der Erwachsene dem Kind "aufzwingt", - auf den Schritt setzen - legen, hüpfen, reiben... Das Kind immer wieder "unabsichtlich" im Intimbereich anfassen... Es gibt viele Möglichkeiten. Schon dass die Intimsphäre nicht gewahrt wird, ist für mich ein Unding. Und Kinder ja anscheinend auch nicht wirklich die Möglichkeit hatten ein "Stopp" einzubauen.
Wenn ich in dem Video den Leiter sehe, dessen T-Shirt hochrutscht und der nackte Bauch zum Vorschein kommt... schon das gruselt mich, wenn ich mir vorstelle, dass er ja bei der Aktion sicherlich ins Schwitzen kommt.

Beobachten kann man dies nicht immer, wenn mehrere Erwachsene mit mehreren Kindern gleichzeitig aktiv sind. Ich kann mir allerdings auch gut vorstellen, dass die Erzieher nicht immer anwesend waren aus Personalmangel oder möglicherweise haben welche das Ganze noch gefördert oder waren selbst Teil davon.

Es reicht für mich, dass dies so übergriffig ist. Und den Kindern wird dadurch absolut abtrainiert, ihren Gefühlen zu trauen, wenn sie sich unwohl fühlen.

LG
Mama Muh



Geschrieben von Traumschaf am 31.10.2019 um 14:13:

 

Na das hat ja jetzt Wellen geschlagen...

Ich habe übrigens mittlerweile eine Familie kennen gelernt, welche sogar zwei Mal an "Original play" teilgenommen haben. Ich möchte jetzt keine Details nennen, aber das Konzept wurde von sog. "Achtsamkeitslehrern" angeboten. Teilgenommen haben allerdings nur jeweils ein Elternteil plus ein Kind und dann halt der "Mentor". Trotzdem hat das Kind z.B. mit einem "fremden" Elternteil gerauft. Mir erzählte die Familie, das sei "nur Körperkontakt", also zu behaupten, man berühre als Erwachener das Kind nicht, sondern "werde nur berührt" sei absoluter Quatsch.

Sie war sehr erschüttert über das, was ich erzählt habe vom "Kontraste" Beitrag und dem Vorgehen mancher KiTas. Und sie hat erzählt, dass es hier bei uns (eine Stadt in Bayern...) schon in Bälde wieder angeboten wird...



Geschrieben von Lexa am 31.10.2019 um 14:38:

 

„Nur Körperkontakt“, na dann.......

Ich finde es schrecklich viele Menschen unter Generalverdacht zu stellen, aber ich finde den Wunsch mit fremden Kindern zu balgen sehr befremdlich und was mein eigenes Kind davon haben sollte ist mir ebenfalls nicht klar.

Aber egal wo dabei meine eigene Motivation liegt, es muss mir doch klar sein, dass es gerade hier zu Übergriffen kommen kann und ich damit Pädophilie Tür und Tor öffnen kann ebenso.

Wenn ich das als Erwachsener mit Erwachsenen machen möchte, alles gut, aber mit Schutzbefohlenen?



Geschrieben von Braun am 31.10.2019 um 14:54:

 

In Sachsen ist es zumindest in städtischen Kitas auch verboten.



Geschrieben von moosi am 01.11.2019 um 21:07:

 

https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/original-play-an-kitas-verbieten-falscher-weg-ein-kommentar-a-1294493.html

Könnte von mir sein, dieser Kommentar



Geschrieben von KleinerKlabauter am 01.11.2019 um 21:49:

 

Sorry, aber der Autor des Kommentars hat nicht verstanden, worum es geht.

Es geht ja noch nicht einmal um Körperkontakt mit den ErzieherInnen und EINEM Trainer. Es geht darum, dass noch jede Menge völlig fremder Erwachsener zusätzlich anwesend waren.
Noch dazu, ohne je ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt zu haben.

Und selbst wenn sie ein solches hätten ... Ich würde nicht wollen, dass meine Kinder mit völlig fremden Erwachsenen rangeln, raufen, sich am Boden wälzen und sich "im Körperkontakt üben".
Die reine Idee und Vorstellung ist so abwegig, dass ich nicht verstehe, wie man FÜR dieses "Konzept" sein kann.
Wie soll ein Kind lernen, dass es zu fremden Erwachsenen eine gewisse (und vor allem körperliche!) Distanz wahren muss?
Selbst wenn es zu keinerlei Übergriffen gegenüber den Kindern käme ... so würde man Kindern damit doch eine gewisse Distanzlosigkeit anerziehen und eine Sorglosigkeit, was körperliche Annäherungen von (fremden) Erwachsenen angeht. Diese Kinder werden unter Umständen sehr viel leichter zu Missbrauchsopfern. Weil sie die ersten Schritte eines Täters nicht als unpassend erkennen, und vielleicht erst reagieren/ sich mitteilen, wenn der Mb schon im vollen Gange ist. Oder nicht einmal dann, weil es ja als "normal" gilt, dass man mit fremden Erwachsenen einen engen Körperkontakt pflegt.

Dieses Konzept ist so nicht tragbar, auch dann nicht, wenn immer ein Elternvertreter anwesend ist und zuschaut.



Geschrieben von Braun am 02.11.2019 um 11:14:

 

Man kann das schön reden wie man will,es ist einfach unmöglich.
Unsere distanzlosen Kinder würde ich niemals bewusst einer solchen Situation aussetzen.
Ich biete meinem Kind Trost und Kuscheleinheiten und tobe mit ihm und sonst KEINER.
Ein Erzieher sollte trösten und aufmerksam sein und darf als feste Bezugsperson auch kuscheln ,aber zum spielen,toben,rangeln hat das Kind andere Kinder in der Einrichtung.
Anleitung des Spiels durch den Erzieher ist völlig in Ordnung ,ausführend sind die Kinder.
Unsere Kinder werden oft als bindungsgestört bezeichnet,weil sie distanzlos sind.
Bei diesem Konzept wird jede Form von gesunder Distanz unterschritten.
Ich möchte auch nicht unter Aufsicht als Elter mit meinem Kind kuscheln,toben,rangeln.
DAS ergiebt sich aus der Situation heraus und die ist meist eher privat.



Geschrieben von Prysseliese am 02.11.2019 um 13:19:

 

Ich habe noch nicht verstanden. Wird/Wurde für diese "Original play"-Veranstaltungen jeweils das Einverständnis der Eltern eingeholt? Handelt es sich um eine Art Wahlkurs wie Musikalische Früherziehung oder Frühenglisch, die externe Anbieter im Kindergarten anbieten und durchführen, wozu man sein Kind anmelden kann, wenn man das möchte (und bezahlt). Dann kann ich die Argumentation des verlinkten Artikels mit dem Vergleich mit Judo oder Kunstturnen halbwegs nachvollziehen.
Wenn die Veranstaltungen ohne detaillierte Informatin, ohne Wahlmöglichkeit und ohne eindeutiges Einverständnis der Eltern stattfinden / stattgefunden haben, schließe ich mich uneingeschränkt der Verbotsforderung an.
Anfassen, berühren, kuscheln, rangeln ... nur mit Vertrauens- und vertrauten Personen! Alles andere grenzt mindestens an Übergriffigkeit!
Ich hattenei den gezeigten Filmausschnitten übrigens nicht den Eindruck, dass die Aktivität vom Kind ausgeht. Ich sah Männer, die Kinder an sich zogen und festhielten. Ich bekam allein beim Zuschauen ein ganz unangenehmes Gefühl ...
Gesunde Distanz und eigene Grenzen kennenlernen ist sicher ein wichtiges Ziel, das braucht aber einen sicheren und geschützten Rahmen, den ich hier nicht sehen kann.
Von der speziellen Problematik mit Bindungsstörung und Distanzlosigkeit bei ganz vielen Pflege- und Adoptivkindern - auch auf unsere beiden trifft das in unterschiedlicher Weise und Ausprägung zu - mal ganz abgesehen .

Viele Grüße



Geschrieben von moosi am 02.11.2019 um 16:02:

 

Wenn ich die STimmung hier im Forum richtig aufnehme, kann ich nur jedem Mann dringend davon abraten, Erzieher werden zu wollen. Zu dem berechtigten (!) Generalverdacht gegen Männer kommt in der Kita noch dazu, dass toben und raufen als übetrgriffig gewertet wird.

Berechtigt ist der Generalverdacht, weil Männer nun mal nahezu alle schweren Straftaten gegen Leib und Leben begehen.



Geschrieben von Traumschaf am 02.11.2019 um 17:45:

 

Zitat:
Original von Lexa
„Nur Körperkontakt“, na dann.......

Ich finde es schrecklich viele Menschen unter Generalverdacht zu stellen, aber ich finde den Wunsch mit fremden Kindern zu balgen sehr befremdlich und was mein eigenes Kind davon haben sollte ist mir ebenfalls nicht klar.



Aus Sicht der Familie, welche das schon gemacht hat war die Motivation, dies für das eigene Kind anzubieten, Stichwort Aggressionsabbau. Hier war nicht die Motivation, als Einzelperson mit anderen Kindern zu raufen und zu balgen. Und ich denke, hier liegt auch die Wurzel des Übels. Wo liegt die Motivation einer Einzelperson, sich zu solchen "Rangelspielen" anzumelden.

Ich persönlich finde männliche Erzieher in KiTas bzw. Kindergärten genau wie männliche Grundschullehrer gut und möchte keinesfalls hier die (jungen) Männer unter Generalverdacht stellen, dass sie diesen Job wählen, weil sie eine pädophile Neigung ausleben möchten. Wenn bei uns - immer wieder - eine Woche lang einer zur Schnupperwoche ist, dann freuen sich die Jungs wie Schnitzel, dass mal einer im Garten mit ihnen Fußball spielt. Und der Sohn (16) einer Freundin passt hier ab und an auf PS auf und ich vertraue ihm in dieser Hinsicht genauso wie der weibl. Babysitterin.

@prysseliese
Ich hatte es im Beitrag so verstanden, dass die Eltern wohl wussten, dass Original play gemacht werden soll in der KiTa, aber nicht, dass daran "fremde" Erwachsene teilnehmen. Aber es wäre wohl interessant, dass nochmals genau zu hinterfragen, wie die zwei KiTas vorgegangen sind.



Geschrieben von KleinerKlabauter am 02.11.2019 um 19:13:

 

Zitat:
Original von moosi
Wenn ich die STimmung hier im Forum richtig aufnehme, kann ich nur jedem Mann dringend davon abraten, Erzieher werden zu wollen. Zu dem berechtigten (!) Generalverdacht gegen Männer kommt in der Kita noch dazu, dass toben und raufen als übetrgriffig gewertet wird.

Berechtigt ist der Generalverdacht, weil Männer nun mal nahezu alle schweren Straftaten gegen Leib und Leben begehen.


moosi, es geht doch gar nicht um den männlichen Erzieher. Würde nur ein Erzieher "mitspielen", dann wäre das vielleicht noch vertretbar. Vielleicht. Da müsste ich drüber nachdenken, ob das für mich akzeptabel wäre.
Selbst ein Erzieher und ein fremder Trainer ist grenzwertig.
Das Hauptproblem ist doch aber, dass sich mehrere WILDFREMDE erwachsene Interessenten zu diesem Event anmelden konnten. Es wurde nicht nachgefragt, wer die Leute sind, es wurde kein polizeiliches Führungszeugnis dieser Leute verlangt.
DAS geht gar nicht und widerspricht sogar dem Gesetz. Denn jeder, der in irgendeiner Weise mit Kindern arbeitet (auch der Judotrainer) muss ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.

So gesehen ist die logische Konsequenz, dass original play in dieser Form verboten werden MUSS.

Und dann fragt man sich als normal denkender Mensch, was bewegt erwachsene Menschen dazu, sich zu so einem Event anzumelden? Warum haben Erwachsene Lust dazu, mit wildfremden Kindern zu "raufen" und derart intimen Körperkontakt herzustellen.
Ich würde sagen, kein normal tickender Mensch meldet sich zu sowas an!

Man kann das drehen und wenden wie man will, original play lässt sich nicht schön reden. Es bleibt zu hoffen, dass es in ganz Deutschland in dieser Form verboten wird.



Geschrieben von Sajudiar am 02.11.2019 um 19:29:

 

Mal davon abgesehen , dass ich das Konzept unmöglich finde,zumindest mit fremden Erwachsenen ohne Einverständnis der Eltern:
Auch Frauen können Kinder vergewaltigen Moosi. Da würde ich keinen Unterschied im Geschlecht machen. Diese Art von Rangeln geht gar nicht.



Geschrieben von moosi am 02.11.2019 um 19:44:

 

@Sajudiar,

Frauen können zwar missbrauchen, aber sie tun es nicht. Zumindest nicht in einer so großen Zahl, dass man berechtigte Sorge um Unversehrtheit der Kinder haben müsste.



Geschrieben von Sajudiar am 02.11.2019 um 19:49:

 

Hmm, da hab ich keine Statistik im Kopf, aber ich denke die Dunkelziffer ist extrem hoch. Passiert leider öfter als man denkt.



Geschrieben von secondmum am 02.11.2019 um 21:12:

 

Zitat:
Original von moosi
@Sajudiar,

Frauen können zwar missbrauchen, aber sie tun es nicht. Zumindest nicht in einer so großen Zahl, dass man berechtigte Sorge um Unversehrtheit der Kinder haben müsste.


Man geht davon aus, daß ca 10 Prozent von Mißbrauchsfällen durch Frauen verübt werden, wobei die Dunkelziffer recht hoch anzunehmen ist. Denn die Opfer schämen sich noch mehr - mißbraucht durch die eigene Mutter... Wer will das schon zugeben.

Ich bin jedenfalls dafür, daß "OP" verboten wird - fremde Erwachsene haben nichts an einem Kind verloren! Ich weiß gar nicht, warum man das rechtfertigen muss. Männer, von denen keiner irgend etwas weiß, rangeln mit kleinen Kindern,die diese Männer auch nicht kennen. Was soll das? Wie kann man das mit männlichen Erziehern vergleichen, die eine Ausbildung absolviert und ein Führungszeugnis vorgelegt haben....



Geschrieben von moosi am 02.11.2019 um 21:55:

 

Hallo Secondmom,

"missbraucht durch die eigene Mutter" fällt Dir zu weiblichem Missbrauch ein. Das macht mich darauf aufmerksam, dass nicht der Missbrauch hauptsächlich in Familien stattfindet. Dann wäre die Angst vor dem Fremden, wie sie in diesem Thema vielfach zum Vorschein kommt, ja eine fehlgeleitete. TäterInnen in der Familie haben es umso leichter, je stärker die Angst vor Fremden geschürt wird.



Geschrieben von ppapa am 02.11.2019 um 23:49:

 

Geht gar nicht!
Was soll so n Blödsin!?
Unterschrift gegeben.

Gruß Ppapa



Geschrieben von Prysseliese am 03.11.2019 um 16:14:

 

Zitat:
Original von Traumschaf



@prysseliese
Ich hatte es im Beitrag so verstanden, dass die Eltern wohl wussten, dass Original play gemacht werden soll in der KiTa, aber nicht, dass daran "fremde" Erwachsene teilnehmen. Aber es wäre wohl interessant, dass nochmals genau zu hinterfragen, wie die zwei KiTas vorgegangen sind.


Traumschaf, danke für die Erklärung.

Mit Generalverdacht gegen männliche Erzieher hat das für mich nichts zu tun.



Geschrieben von moritz am 04.11.2019 um 21:01:

 

danke für alle bisherigen Unterschriften

Ich denke auch, dass der springende Punkt die Fremden sind, die bei diesen Kursen auftauchen.


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