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Geschrieben von Talea79 am 08.09.2019 um 10:11:

  Pflegegeld - angemessene Höhe?

Weil im thread über die SOS-Kinderdörfer das Thema "Entlohnung" für PF wieder aufkam, würde mich mal interessieren, was ihr denn für angemessen halten würdet?

Wir sind absolut zufrieden mit dem PG, können uns dadurch z. B. auch eine Zugehfrau 1xpro Woche leisten und ich konnte meine Arbeitszeit reduzieren. Wir wollten immer ein zweites Kind, nun haben wir es und bekommen sogar dessen Unterhalt bezahlt. Für mich ist mein PE-Dasein kein Job, ich erwarte eigentlich keine Entlohnung. Und als Aufwandsentschädigung finde ich das Geld angemessen.

Unabhängig von meiner subjektiven Meinung, muss man immer auch bedenken, dass es darum geht, Menschen als Pflegeeltern zu finden, die auf Grund einer intrinsischen Motivation fremde Kinder bei sich aufnehmen und nicht aus finanziellem Interesse. Bei einer höheren Entlohnung, würde es wahrscheinlich mehr PF geben, darunter wären aber sicher auch viele, die es nur auf Grund des Geldes tun würden und das Wohl der Kinder hinten anstellen würden. Satt und sauber und das restliche Geld wird verbraten.

Bin gespannt auf eure Meinungen
VG, Talea



Geschrieben von Bibichanoum am 08.09.2019 um 10:14:

 

Kommt drauf an, wie das Kind "drauf" ist.

Mausi ist 10 Jahre alt "pflegeleicht", so das ich 35 arbeiten gehen und meine Rente alleine absichern kann.

Wenn man ein Kind wie Suntini hat, geht arbeiten nicht, und diese PE müssten auf jeden Fall mindestens wie ErzieherInnen entlohnt werden, damit sie im Alter nicht auf Grundsicherung gehen.

Ich würde es gestaffelt danach machen, wie viel Möglichkeiten den PE bleibt, selbständig ihren Lebensunterhalt und die Rente zu sichern.



Geschrieben von Anya am 08.09.2019 um 10:28:

 

Ich sehe es ähnlich wie Talea79.. Wir haben keine LK und nur einen PS. Mit dem Pflegegeld, Kindergeld und der Steuerentlastung "verdiene" ich das gleiche wie vorher als Angestellte (gut mein Verdienst war nochnie soo hoch wie bei anderen) aber ich habe im Prinzip das gleiche wie vorher aber den Luxus im Moment wo PS mich vermehrt wieder braucht, nicht arbeiten zu müssen.

Diese Staffelung gibt es aber doch schon oder? Es gibt doch doppelte oder dreifache Sätze bei schweren Fällen und dann oft noch Pflegegeld, weil diese Kinder dann einen Pflegegrad haben. Ich weiß nicht wieviel das dann mehr ist aber ob es "genug" ist, ist dann ja auch Ansichtssache.Darüber gehen die Meinungen hier ja sehr weit auseinander.



Geschrieben von Stella15 am 08.09.2019 um 10:50:

 

Hallo,

ich finde es auch völlig in Ordnung. Bei mehr Geld sähe ich die selben Bedenken - es würde die falschen Bewerber anziehen.
Andererseits bin ich doch froh, dass es kein Adokind ist. Ohne Unterstützung wäre es wiederum auch nicht zu stemmen.
Bei behinderten PK hat man zudem ja das Pflegegeld und auch Rentenpunkte über die KK sowie erhöhten Erziehungssatz. Ich hätte also die Option mehr zu arbeiten und für das Geld eben für eine Haushaltskraft einzusetzen oder es reicht um zu Hause zu bleiben.

ich finde das sehr fair alles (auch als wir die ersten Jahre nur das normale PG hatten).


LG



Geschrieben von putzig55 am 08.09.2019 um 10:52:

 

Ich habe 1999 mein erstes PK aufgenommen, als Alleinerziehende zu meinen beiden LK.

Da meine PT fast 12 bei der Aufnahme war und meine Eltern mich unterstützt haben, war es mir möglich, weiter Vollzeit zu arbeiten.
Ich fand das normale Pflegegeld plus Kindergeld plus Steuererleichterung sowie die Beihilfen als völlig ausreichend.

Da ich dieses Geld zu meinem Familieneinkommen rechne, konnte ich den Kindern einiges an Luxus ermöglichen.
Jetzt habe ich drei PK, zwei davon sind behindert.

Ich bekomme 2 und 3 fachen Erziehungssatz, Pflegegeld der KK für Pflegegrad 3 und 5,Kindergeld,Steuererleichterung, Ballettstunden, Schülerticket, dazu noch diverse Beihilfen auf Antrag.
Von der Pflegekasse Betreuungsleistungen und Verhinderungspflege und Rentenbeitragszahlungen.

Ich konnte seit Aufnahme der Kinder dadurch meine Arbeitszeit kontinuierlich nach dem Bedarf der Kinder reduzieren.
Meine Kinder empfinden uns als reich und ich als gut situiert.
Wir können uns sehr viel leisten und das tun wir auch.
Und ich rechne immer noch alles als Familieneinkommen und es kommt allen zu Gute.



Geschrieben von Suntini am 08.09.2019 um 11:06:

 

Danke, Bibi, genau so ist es.

Mit dem, was wir jetzt bekommen, können wir einigermaßen leben, wobei ich dennoch finde, dass es zu wenig ist, für die ganzen Einschränkungen, die Anfeindungen, die Ausgrenzung und die extrem kräftezehrende Arbeit.

Was besonders unschön ist, ist dass ich mich jährlich im Jobcenter für das, was ich mache, rechtfertigen muss - ich faule Langzeit-Arbeitslose...

Und ich sehe es auch als große Ungerechtigkeit, dass der Staat nicht mehr für meine Rente tut, wo ich ihm monatlich viele tausend Euro einspare.



Geschrieben von putzig55 am 08.09.2019 um 11:14:

 

Suntini
Zahlt die Pflegekasse keine Rentenbeiträge für Dich?
Und das Arbeitsamt keine Beiträge zur Krankenversicherung und für die Rente?
Und arbeitslos warst Du doch schon bei Aufnahme des Kindes, oder hab ich das nicht richtig in Erinnerung?

Und ja, ich finde es schon gut und richtig, dass jeder, der öffentliche Gelder bezieht, nachweisen muss, dass da weiterhin die Berechtigung zugegeben ist.
Du bist nicht die einzige Langzeitarbeitslose in Köln und wie soll der SA bei der Vielzahl von Fällen bei jedem nachhalten können, warum er evtl nie mehr arbeiten kann.

Regeln und Vorschriften gelten für alle und ich werd I'm Leben nie verstehen, warum sich einige immer und überall benachteiligt fühlen, wenn sie behandelt werden wie alle Betreffenden



Geschrieben von jako am 08.09.2019 um 11:28:

 

hm,

mit dem erhöhten Erziehungsssatz finde ich derzeit eine gute Sache…...wird bei uns aber nur noch 3 Jahre sein-denke dann sind wir mit hoffentlich mit allen Therapien durch....
und hier gibt es keine Zuschüsse für Extras,bzw.30 euro jeden Monat für alles.....Möbel,Reiten oder teure Sportarten.....
und das Schulgeld 180 euro wird bezahlt...…..

Alleinerziehend könnte ich mir das Kind trotzdem nicht leisten.....

fände geregelte Renten,Sozial und evtl.Krankenversicherung grundsätzlich nicht verkehrt.....die geleisteten Zuschüsse dafür sind nicht ausreichend.....

jako



Geschrieben von putzig55 am 08.09.2019 um 11:40:

 

Sicher wäre das vielleicht gut.
Dann muss der Staat alle PE einstellen und das Pflegegeld oder auch nur den Erziehungsanteil als Lohn zahlen.
Dann würde das Geld als Einkommen zählen und besteuert werden.
Wie hoch wäre dann später die auszuzahlende Rente?

Private Rente Vorsorge wird doch bezuschusst vom JA.

Zudem ist es dann wirklich so, dass PE Angestellte des JA sind und deren Auflagen und Anweisungen zu erfüllen hat.



Geschrieben von Lexa am 08.09.2019 um 11:43:

 

Uns geht es finanziell sehr gut mit dem was wir für die Kinder bekommen.

Allerdings rechne ich auch ganz anders.
Wir hätten unser Haus genauso groß wie jetzt gebaut, nur etwas anders vielleicht aufgeteilt. Die Zimmer sind also sowieso da, wie bei vielen anderen auch.
Ich habe bereits ein Jahr vorher schon nicht mehr gearbeitet und in die Rentenkasse sowieso nur drei Jahre in meinem Leben einbezahlt, weil ich selbstständig war.
Somit haben wir das gesamte Pflegegeld als zusätzliches Einkommen gerechnet, was uns allen zu Gute kommt und wovon wir schöne Dinge machen können.
Nach und nach kamen nun immer mehr Gelder dazu.

Beide Kinder haben inzwischen PG3, beide doppelten Erziehungssatz.

Die Pflegekasse zahlt Rentenbeiträge, dadurch hab ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Reha gemacht. Die private Rentenversicherung wird bezuschusst vom JA.

Die Entlastungsleistung vom PG nutze ich für Hausarbeit und Bügeln, die Verhinderungspflege für Babysitter.

Das Schulgeld für die private Schule für unseren PS übernimmt das JA.

Meiner Meinung nach ist es gut aufgeteilt.

Familien mit pflegeleichten Kindern ist es möglich nebenbei arbeiten zu gehen und Familien mit sehr anspruchsvollen Kindern, denen das nicht möglich ist, wird durch erhöhten Erziehungssatz und das Geld vom Pflegegrad geholfen.

Würde es mehr Geld geben, sehe ich auch die Gefahr, dass es Menschen gibt die nur noch aus monetären Gründen PK aufnehmen würden.



Geschrieben von Suntini am 08.09.2019 um 11:48:

 

Nein, Putzig,

die Pflegekasse zahlt ein paar wenige Euro aber über ALG II erhält man keinerlei Rentenbeiträge. Und nein, bei Aufnahme war ich nicht arbeitslos, sondern selbstständig.

Ich finde, PE, die wegen der Behinderung ihres PK nicht arbeiten können, sollten eine andere Leistung und nicht Hartz IV erhalten.



Geschrieben von Braun am 08.09.2019 um 11:59:

 

Putzig ich gehe ja vollkommen mit Dir mit , wenn es so läuft wie bei Dir.
Aber das ist nun mal nicht überall der Fall.
Mein PS hat sozial-emotionalen Förderbedarf bescheinigt bekommen.
Keine Regelschule will ihn ,obwohl er nicht gewalttätig ist , nur sehr diskussionsfreudig.
Es gab zu Schulbeginn keine Ganztagsbetreuung für ihn ,im Moment wird monatlich der Vertrag verlängert, es gab kein Taxi zur Schule bzw. von da zum Hort .
Erhöhten Erziehungsaufwandt bezahlt mir niemand .
PG von der KK bekommen wir seit Juli 2017 ,damit ist mein Leben etwas einfacher geworden, stimmt.
Kindergeld bekomme ich hälftig seit Mitte 2018 , immerhin , war ja bis dahin KZPF.
Ja die Pflegekasse zahlt seit 2 Jahren Rentenbeiträge für mich und die Zeit davor?
Bevor ich mit ihm zur Diagnostik durfte und was ist für die über 20 Jahre DPF und KZPF vorher , als die Kinder zu auffällig oder zu klein waren um einer Arbeit nach zu gehen , wobei das beides gemeinsam zutraf .
DPT war zu auffällig als das ich hätte arbeiten können, deshalb KZPF um meinen Lebensunterhalt zu sichern und die Beiträge für die Krankenkasse zahlen zu können. Für mehr hat es nie gereicht.
Die ARGE zahlt die Krankenkasse , dafür muss man sich je nach Sachbearbeiter zwischen 4 und 8 mal pro Monat bewerben und dafür Nachweise erbringen. Ehrlich , da gehen einem nicht nur die Möglichkeiten , sondern auch die Ideen aus .
Ist man aber nicht für wenigstens 3 Stunden vermittelbar, dann gibt es auch keine Leistung.
Die schwarzen Schafe gibt es, die Kinder aufnehmen um Geld zu verdienen, ich fürchte , die wird es auch immer geben.
Aber müssen deshalb Alle in die Röhre schauen ?



Geschrieben von putzig55 am 08.09.2019 um 12:08:

 

Ja

Aber dann liegt es ja meist daran, dass die JÄ nicht vernünftig arbeiten.
Diese Leistungen, die ich und viele andere bekommen, sind ja bei allen JÄ möglich.

Ich bin ja auch nicht dagegen, dass PE steuerlich und rentenmãssig abgesichert werden.
Ich denke auch, dass das irgendwann kommen wird.
Aber ob die jetzigen PE davon noch profitieren, weiss ich nicht.
Und ich denke, dass dann eben auch Auflagen vom JA kommen, wenn das Ganze auf ein Arbeitsverhältnis rausläuft.

Suntini
Hast Du mal überlegt, Erzieherin oder Heilerziehungspfleger zu lernen, entweder in Fernuni oder als Kurse vom Arbeitsamt und Dich als Erziehungsstelle umschreiben zu lassen.?



Geschrieben von Lexa am 08.09.2019 um 12:12:

 

@Braun

Wenn es so läuft, wie es sein soll mit erhöhtem Erziehungssatz und Pflegegeld vom PG guckt niemand aus der Röhre.

Warum bekommst du das nicht? Bist du in einem Pflegeelternverein und kannst mit deren Hilfe da noch mal eindringlich werden?



Geschrieben von Suntini am 08.09.2019 um 12:16:

 

Vormundschaft für ein PK und Erziehungsstelle schließen sich m.E. aus?



Geschrieben von Lexa am 08.09.2019 um 12:26:

 

Zitat:
Original von Suntini
Vormundschaft für ein PK und Erziehungsstelle schließen sich m.E. aus?


Was wäre dir denn wichtiger?
Eine Vormundschaft kann man ja notfalls auch abgeben, wenn man dadurch Kranken und Rentenversichert ist.

Nur wäre das ansonsten zu stemmen?
Damit würden die Leistungen vom Staat weg fallen, es gäbe ein halbes Erzieherinnen Gehalt und Pflegegeld von der Pflegekasse bekommen einige Erziehungsstellen ja auch nicht.



Geschrieben von putzig55 am 08.09.2019 um 12:33:

 

Ja, dann wãre sie aber Renten-und krankenversichert.
Was dann später als Rente ausgezahlt wird, steht dann auf einem anderen Blatt.
Käme wahrscheinlich eh nicht über die Grundsicherung, falls nicht vorher schon viel eingezahlt würde.
Übrigens fand ich die Zahlung von der Pflegekasse jetzt nicht so wenig.
Bei Pflegegrad 5 legen Sie ein fiktives Gehalt von 1470 Euro zu Grunde und zahlen danach Rentenpunkte.
Das hat sich mit dem, was ich durch meine reduzierte Arbeit erwirtschaftet habe, mit einer Vollzeit Stelle gedeckt, dementsprechend sieht auch mein Rentenbescheid gut aus.


Ich bin ein Macher.
Geht nicht, gibt es für mich kaum.
Ich suche nach Wegen und Möglichkeiten, wenn ich etwas will und bisher habe ich das auch immer erreicht.
Und ich lebe mein Leben, ich habe es mir so ausgesucht.
Ich wollte meine Kinder und meine Pflegekinder.
Mir war vorher klar, was da auf mich zu kommt und das ist meine Verantwortung und niemandes sonst.
Ich wusste damals, als ich unvorhergesehen schwanger mit meiner Tochter wurde, dass ich das Kind allein gross ziehe.
Ich habe weder Unterhalt für meinen Sohn noch für meine Tochter bekommen.
Meine Eltern waren da und haben mich unterstützt
Ich habe mit einem zweijährigen Kind meine Krankenschwesterausbildung gemacht, ein Haus bauen lassen, bin nach Geburt meiner Tochter nach 8 Wochen wieder Vollzeit arbeiten gegangen
Ich kann nicht nachvollziehen, wie man für das Leben, das man sich ausgesucht hat, immer andere verantwortlich macht, wenn es, nicht so glatt läuft, wie erwartet.
Ist nicht meins, kann ich nicht mit umgehen.

Hab da gestern lange drüber nachgedacht, warum mich manche Posts/User so antriggern und bin mir dann darüber klar geworden.



Geschrieben von Bibichanoum am 08.09.2019 um 13:08:

 

Das Problem ist nicht das Geld, was man JETZT, in der Zeit als PF bekommt (das ist in manchen Fällen ziemlich gut), sondern die fehlende Rente, die am Ende dabei herauskommt.

Hier fehlt die Absicherung.

Mausi würde als "Absicherung" nicht taugen, weil sie fit ist, keinen Pflegegrad hat und benötigt, und ich vom JA den halben Rentenpunkt bezahlt bekomme, wenn ich die andere Hälfte dazubezahle. Da kommen nachher Euro 31,00 irgendwas bei der Rente dabei heraus, und die muss ich wahrscheinlich auch noch versteuern, wenn ich mir die Entwicklung bei den privaten Altersversicherungen so ansehe.

Ferner gebe ich zu Bedenken, dass alles Geld, was man im Zusammenhang mit dem PE-Dasein bekommt, das Geld, was der PKD als Fallpauschale bekommt, Halbwaisenrente , SchülerBAFÖG usw. Transferleistungen des Staates = Steuergelder sind.

Es ist egal, ob das Geld Pflegegeld aus der Pflegekasse, Kindergeld, Pflegegeld fürs Kind oder sonstwie heißt, es handelt sich dabei immer um Geld, das andere Steuerzahler für uns erwirtschaftet haben.

Find ich nicht schlimm, weil der Staat für die Kids ja verantwortlich ist, und wir sind die billigste (und in meinen Augen auch meistens die beste) Lösung, aber es fehlt halt an der Absicherung im Alter.

Der einzige Punkt, an dem man ohne staatliches Geld auskommen würde, wäre, wenn man ein PK mit wohlhabenden LE hätte, die voll für das Kind zahlen könnten und würden, aber so eine Konstellation kenne ich zumindest nicht in Realität.



Geschrieben von Suntini am 08.09.2019 um 13:28:

 

Zitat:
Original von putzig55
Mir war vorher klar, was da auf mich zu kommt...
Ich kann nicht nachvollziehen, wie man für das Leben, das man sich ausgesucht hat, immer andere verantwortlich macht.


Du weißt schon, dass mir damals absichtlich Fakten zum Kind verschwiegen wurden? Die SA wurde wegen der Vermittlung gekündigt, den Mitarbeitern des Kinderheims tut alles "so leid", weil sie einen Maulkorb verpasst bekamen und sie erkundigen sich heute noch nach uns. Was habe ich mir da ausgesucht, woher sollte ich wissen, was auf mich zukommt?

Wenn ich die Vormundschaft abgebe, besteht die Gefahr, dass das Kind ganz schnell in eine Einrichtung kommt. Die Kosten hierfür müsste das Fremdjugendamt tragen, daher ist diese Gefahr sehr konkret.



Geschrieben von Froy am 08.09.2019 um 13:47:

 

Hallo,
ich denke, dass die "Vergütung" fair sein kann, halt je nach JA und eben das finde ich nicht fair!!!
Ich bin der Meinung, dass es endlich allgemeingültige Richtlinien geben muß! Ja, die Sätze können nicht überall gleich sein, weil ein Leben in Münschen teurer ist als in einer Kleinstadt usw.
Aber die Sache mit erhöhten Sätzen und mit Zuschüßen müßte einheitlich geregelt sein.
Hier wird immer vom doppelten oder dreifachen Satz geschreiben - kaum einer weiß, dass es bis zu 5fach geht!
Kaum einer weiß, dass bei bestimmten Fällen auch statt dem Erziehungsanteil die Pauschale für den Sachaufwand erhöht werden kann.
Kaum einer weiß, dass man zusätzlich noch Familienentlasstung oder Freizeitassistenz beantragen kann...
Zuschüsse für Klassenfahrten, Freizeiten, Nachhilfe, Förderung, PC, ... darf nicht vom goodwill der SA oder "der Wirtschaftlichen" abhängen.

Wir haben mehrere PK´s haben die Sätze jeweils vorher mit dem JA ausgehandet. Wir bekommen die Rentenzuschüße vom JA und zahlen zusätzlich einen guten Teil vom JA-Pflegegeld in unsere private Rente ein, so dass wir, wenn die Kinder aus dem Haus sind hoffentlich (wenn es keine massive Inflation gibt) gut von dieser Rente leben können.

Wir leben recht gut von einem Gehalt, dem JA-Pflegegeld, dem KK-Pflegegeld und dem Kindergeld, aber wir haben auch ohne Ende Arbeit, haben in den letzten 10 Jahren kaum eine Nacht durch geschlafen, das erste Kind wacht um 5 Uhr auf, das letzte geht um 22 Uhr ins Bett. Das muß man halt auch wollen und können...
Wir haben ein Haus gebaut, extra wegen den Kindern. Wenn wir nur unser LK hätten, wären wir in dem Haus geblieben, was wir davor hatten, einen Bus bräuchten wir ohne PK´s auch nicht,... also bei uns haben wir schon deutlich höhere Kosten durch die PK´s aber es passt trotzdem, aber auch nur, weil unsere Kinder fair eingestuft sind und wir PE daher eine faire "Entlohnung" bekommen. Und eben dies ist bei ganz vielen leider nicht der Fall. Zerknirscht
Gruß, Froy



Geschrieben von putzig55 am 08.09.2019 um 14:13:

 

Da stimme ich Froy zu.

Suntini
Du hast Dir ausgesucht, diesen Weg mit dem Kind zu gehen und es zu behalten.
Ich bin ganz ehrlich.
Wenn es so ist, wie Du beschreibst, hätte ich das nicht getan
Ich habe schon mal geschrieben, dass ich mich nicht zur Aufopferung eigne und das ich für mich auch das Recht auf Lebensqualität habe
Ich wäre dann gerne auch weiter für das Kind da und würde es begleiten, das kannst Du als VM.
Auf Biegen und Brechen halten und meinem verlorenen Leben nachtrauern und mich ständig um alles betrogen fühlen, das tãte ich nicht



Geschrieben von sissi0104 am 08.09.2019 um 14:15:

 

Hab jetzt nicht alle antworten gelesen.
Pflegegeld finde ich ok, nur könnte die Rente mehr unterstützt
Werden und ja auch die Krankenversicherung. Ich bin z.b. erwerbsminderungsrentner bis Ende 2020. Was ist wenn sie nicht weiter verlängert wird. Wenn ich keine Bezüge aus ALG 1 oder 2 bekomme, muss ich mich selbst krankenversichert?



Geschrieben von Lexa am 08.09.2019 um 14:24:

 

@ froy

Hier in NDS gibt es drei Stufen.
Vollzeitpflege, soz.päd. Vollzeitpflege und sonder päd. Vollzeitpflege.
In unserem Jugendamt als Stufe I-III bezeichnet.

Mehr gibt es hier meiner Meinung nach nicht.

Das man als PE mit besonderen Kindern besonders heraus gefordert ist, ist normal, deshalb ja die bessere Entlohnung.

Unfair ist es, dass nicht alle JÄ genau dies unterstützen.
Da denke ich auch, das dürfte keine kann Leistung sein.



Geschrieben von same am 08.09.2019 um 15:15:

  RE: Pflegegeld - angemessene Höhe?

Zur Ausgangsfrage:
Bei unseren ersten beiden PKs waren unsere LKs auch noch klein, ich war eh zuhause und hatte auch nie vor, wieder arbeiten zu gehen, solange meine Kinder mich brauchen. Außerdem wollte ich immer eine große Familie haben. Da sah ich die PKs eher als "meine Kinder" und fand es ganz gut, diese Kinder nicht "auch noch selbst finanzieren zu müssen". Bitte nicht falsch verstehen, mir geht es darum, dass es schon eine gute Entlastung war, dass wir PG usw. bekommen haben. Sonst hätten wir uns wohl keine 5 Kinder leisten können. Als die PKs 13 und 11 waren, wurden wir Sonderpädagogische Pflegefamilie, eigentlich deshalb, weil es so schwierig mit ihnen war und ich mehr Unterstützung bzw. Begleitung erbat. Ich konnte dann monatlich zur Supervision fahren, und das war gut. Des Geldes wegen hätte ich das nicht gemacht.
Bei den beiden Kleinen ist es eine ganz andere Ausgangssituation. Unsere Kinder sind groß. Normalerweise würde ich jetzt wieder arbeiten gehen und die Zeit mit meinem Mann alleine genießen. Da finde ich es schon sehr gut, dass wir als Sonderpädagogische PF mehr Geld bekommen. Jetzt sehe ich das eher als meinen Job an. Wobei man das so direkt ja auch nicht sagen kann, denn es ist definitiv mehr als ein Job. Ich bin ganz und gar Mutter. Aber es ist eben anders, nachdem ich schon 5 Kinder groß habe. Wir wollen uns jetzt das eine oder andere leisten, z. B. auch mal wieder zusammen ( mein Mann und ich) weggehen oder Dinge machen, die wir uns mit 5 Kindern nie leisten konnten. Und das können wir jetzt. Und das ist gut so.



Geschrieben von angelsvoice am 08.09.2019 um 16:49:

  RE: Pflegegeld - angemessene Höhe?

Es gibt unterschiedliche Gründe warum es PF gibt, das stimmt. Das PG plus Kindergeld finde ich ok. Was mich mehr stört sind die unterschiedlichen Richtlinien die offensichtlich wie Kaugummi gezogen werden können. Und ja die Absicherung im Alter finde ich auch ziemlich dürftig - für den sagen wir mal der sich opfert großes Grinsen zu Hause zu bleiben. Obs nur eine gewisse Zeit ist, oder vielleicht sogar für immer. Mit der Rente kann kein einzelnes PE Teil überleben. Und das finde ich müsste aber sein unabhängig vom Partner.


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