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Geschrieben von mausepuppelienchen am 13.08.2014 um 09:02:

  Mehr Rechte für Pflegeeltern

http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/schwesig-will-kinderrechte-in-verfassung-schreiben-a-985266.html

Kauft euch mal den neuen Spiegel :-)

edit miwi: Link aktualisiert Daumen



Geschrieben von mausepuppelienchen am 13.08.2014 um 09:03:

 

Zu viele tote Kinder durch häusliche Gewalt: Auch deswegen will Familienministerin Manuela Schwesig die Kinderrechte im Grundgesetz verankern. Wenn Gerichte und Behörden beispielsweise über das Sorgerecht befinden, soll künftig das Kindeswohl Vorrang haben. Die Union allerdings ist gegen eine Verfassungsänderung.



ups... Das Bild bringt euch nix :-)

LG Mausepuppelienchen



Geschrieben von herzkind am 13.08.2014 um 10:03:

 

tja, unsere liebe union. Zerknirscht



Geschrieben von miwi am 13.08.2014 um 10:42:

 

das ist ja mal eine Aussage an der richtigen Position. Hoffentlich wird es was.



Geschrieben von PlunderHolunder am 13.08.2014 um 12:00:

 

Daumen

Mensch, da hat ja mal einer nachgedacht.... Schade, dass es immer so schwer ist, etwas so logisches durchboxen zu müssen....



Geschrieben von Iris S am 14.08.2014 um 13:28:

 

Nun wird schon aufgeschrien:
Man sollte dieser Frau Kelle, Journalistn, mal die Augen öffnen.

http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/8825-schwesig-fordert-kinderrechte-in-der-verfassung



Geschrieben von Bibichanoum am 14.08.2014 um 13:48:

 

Sie kann ja gerne mal mit uns tauschen: beide LE haben das gemeinsame, volle Sorgerecht, stehen selbst unter Berufsbetreuung und sind immer dann, wenn Kind eine OP etc. braucht, in der Klinik und für uns nicht greifbar, und das JA will die Unterschriften der LE nicht ersetzen lassen.

Hatten wir bis jetzt 2 x, mal sehen, wie oft das noch passiert, bis Kind 18 ist.

Ich will nicht das Recht der LE beschneiden, ich will, dass die, die das Sorgerecht haben, Tag und Nacht erreichbar sind, und anstehende Entscheidungen schnell und vernünftig treffen, so wie das "normale" Eltern für ihre Kinder auch tun.

Was nützen Mausi LE, die nicht greifbar oder geistig nicht bei sich sind, oder ein AV, der dann immer passenderweise im Urlaub ist, und keine Vertretung hat, wenn es rund geht?

Wie will die gute Frau Kelle denn das Problem gelöst haben?



Geschrieben von honeybee am 14.08.2014 um 18:01:

 

Das kotzt mich echt an, was diese Frau schreibt.

So komplett ohne Wissen.



Geschrieben von Braun am 14.08.2014 um 18:18:

 

Oberflächliche substanzlose Profilierungssucht.
Da kennt die Frau ein paar Beispiele aus dem Sensationsfernsehen und schon hat sie eine Meinung .
Und weil sie die gut vertreten kann,ist diese Meinung natürlich auch was wert.



Geschrieben von leni1080 am 14.08.2014 um 19:26:

 

Irgendwie weiß man gar nicht was man dazu sagen soll. Jetzt wollen sie was für die Kinderrechte in Pflegefamilien tun und nun ist das auch nicht richtig... Ohne Worte...



Geschrieben von Sasa am 15.08.2014 um 00:28:

 

Nun mal gemach:

Birgit Keller ist vierfache Mutter und freie Journalistin.

Setzen wir also ruhig voraus, dass sie in ihrer Lebensgeschichte niemals mit wirklich schwer mißhandelten oder vernachlässigten Kindern zu tun hatte, in einer Art Elfernbeinturm sitzt, und unter "Vernachlässigung" Dinge versteht wie....das Kind hatte dreimal nacheinander die gleiche Hose an, die vermutlich auch noch vom Klamottendiscounter um die Ecke stammt und nicht vom politisch korrekten Ökoversender und zusätzlich gabs schon dreimal die Woche "Maggi Fix."

Sie spricht wie die Blinden von der Farbe. Da ist dann leicht Zetern.

Es wäre ja schon sehr hilfreich, wenn JEDES Pflegeverhältnis von Anfang an auf solide Füße gestellt würde- also immer ein gerichtlich überprüfter und beschlossener Sorgerechtsentzug vorausginge. Von mir aus auch "befristet".

Wenns diese "wischi-waschi" Geschichten mit dem "Eltern haben der Pflege zugestimmt und daher ist ein Sorgerechtsentzug nicht nötig/möglich" nicht gäbe, zusätzlich diese unsägliche Regelung, dass das JA sagen darf- wenn unsere Arbeit dadurch behindert wird, erfolgt bei Kindesmißhandlung keine Strafanzeige- wegfallen würde, wäre schon viel gewonnen.

Wenns dann noch eine ungefähre "Richtgröße" gäbe, was bei Aufenthalt bei PE als "angemessener Zeitraum" gilt, nachdem eine Rückführung nahezu ausgeschlossen wäre, immer dem jeweiligen Alter des Kindes bei Wechsel in die PF geschuldet, hätte man die Kuh schon fast vom Eis.

Edit: Und zudem sollte alle PE das Recht haben, Gerichtsakten einzusehen. Nehmen wir mal, es wäre tatsächlich so, dass jeder Inpflegegabe durch das JA ein Gerichtsverfahren vorausginge- und es gäbe VORHER ein Urteil, was besagt, den Eltern wird für die Dauer von ...sagen wir mal, 2 Jahren, das Sorgerecht entzogen und aufs JA übertragen.

Und das JA wäre verpflichtet, den gesamten Verfahrensverlauf den zukünftigen PE offenzulegen, wo diese dann schwarz auf weiß sehen würden- 2 Jahre.

Dann wäre es auch nicht mehr so leicht möglich, "wischi-waschi- "Bereitsschaftspflege als vermeintlich sichere Dauerpflege zu verkaufen- und niemand würde mehr aus allen Wolken fallen, weil die LE plötzlich mit Anwalt auftauchen.

Auch sollte es Gesetz sein, dass die PE bei allen Verfahren, die das bei ihnen lebende Kind betrifft, zumindest als "mittelbare Dritte" am Prozeß beteiligt werden- und nicht "Dienstleister" fürs JA und fürs Kind sind, während sich JA und LE vor Gericht streiten- und die PE hoffen müssen, dass ihnen das JA schon alle Wichtige von sich aus mitteilt.



Da bräuchte es dann gar nicht unbedingt eine bombastische Gesetzesänderung, man könnte das durchaus quasi als "begleitende Rechtsnorm" sehen.



Geschrieben von Bibichanoum am 15.08.2014 um 06:07:

 

Mir wäre schon geholfen, wenn die Gerichte regelhaft nach 2 Jahren Dp den LE das SR entziehen, und es entweder einem VM oder den PE übertragen (je nach Fall, manche PE wollen ja aus bestimmten Gründen nicht das SR übernehmen).

Wenn das Ganze ein normaler, immer stattfindender Verwaltungsakt wäre, wäre sowohl für die LE als auch die PE die Luft etwas aus dem Kessel, weil jeder weiß, worauf er sich einstellen kann und muss, wenn Pflege ansteht.

Ebenfalls gut wäre es, wenn es normal wäre, dass Personen, die einen Berufsbetreuer haben, nicht mehr das SR für ihre LK haben.

Ist doch irgendwie skuril: es gibt LE, die sind GB oder psychisch so sehr krank, dass sie selbst jemand benötigen, der ihre Papiere organisiert, sich um ihre Gesundheit mit kümmert oder was auch immer der jeweilige Aufgabenkreis für die Person beinhaltet, sind aber noch voll für ihre LK entscheidungsberechtigt.

Ganz ehrlich: Mausi kann nichts für 1933 etc., bezahlt aber dafür mit einem unsicheren rechtlichen Status, bis sie 18 ist.



Geschrieben von itsy am 15.08.2014 um 06:45:

 

Hi,


die Familienministerin in NRW hat jedenfalls einige Schreiben von PE aufm Tisch liegen.

Darum Dinge weiter nach OBEN tragen nur dann ändert sich etwas...

lg



Geschrieben von honeybee am 15.08.2014 um 08:49:

 

Wir brauchen auf jeden Fall ein neues Gesetz.

Mit Richtgrößen und irgendwelchen Verwaltungsgeschichten funktioniert das hier in Deutschland doch wieder nicht.

Viel zu viel Spielraum. Und man hängt wieder mal vom SB.

@sasa: genau so schreibt diese Frau auch. Aus ihrem Elfenbeinturm aus. Ohne Ahnung, wie es Pflegekindern wirklich geht. Mit erzwungenen BKs, Rückführungen in ein angebliches Zuhause, was es nie wirklich war.



Geschrieben von herzkind am 15.08.2014 um 10:01:

 

@sasa Mosch großes Grinsen Daumen

[B]Setzen wir also ruhig voraus, dass sie in ihrer Lebensgeschichte niemals mit wirklich schwer mißhandelten oder vernachlässigten Kindern zu tun hatte, in einer Art Elfernbeinturm sitzt, und unter "Vernachlässigung" Dinge versteht wie....das Kind hatte dreimal nacheinander die gleiche Hose an, die vermutlich auch noch vom Klamottendiscounter um die Ecke stammt und nicht vom politisch korrekten Ökoversender und zusätzlich gabs schon dreimal die Woche "Maggi Fix."



Geschrieben von Fischli am 15.08.2014 um 16:58:

 

Hallo,

auch wenn ihr mich hier steinigt. Was Frau Kelle hier schreibt stimmt meines erachtens. Ich hatte mit dermaßen inkompetenten, lügenden, mobbenden Jugendamtsmitarbeitern zu tun, dass ich auch im Internet auf unzählige Fälle gestoßen bin, wo Kinder zu Unrecht aus den Familien genommen wurden!

Einige sind deswegen ins Ausland geflüchtet!!!

Bitte mal lesen! Unter Google: Familie Merten-Panitz, Familie Schandorff, Familie Karlovic, Familie Renneberg!, Familie Haase, der kleine Dan, der kleine Wakya, Aneas aus Bamberg.......es sindu viele die der Willkür der JA´s zum Opfer fallen!!!

Auch mobben die Familienhilfen ihre Klienten manchmal, da kommen die Familien erst recht in Bedrängnis!

Wenn ich es nicht selbst erlebt hätte würde ich es auch nicht glauben!

Die Jugendämter brauchen eine Fachaufsicht, damit sie nicht schalten und walten können wie sie wollen!!

Es gibt kein Schwarz und Weiß es muß differenziert gedacht und gehandelt werden. Für die besten Interessen des Kindes!

Fischli



Geschrieben von Sasa am 15.08.2014 um 18:09:

 

Man darf auch nicht vergessen- es gibt sicher Mitarbeiter in den JÄ, die ihre Arbeit mit "vollem Herzen" tun. Quasi aus Berufung heraus.

Ein Posten im JA ist aber nicht Wunschposten- den nimmt man auch, weil man ihn zugewiesen bekommt, weil eben gerade da ein bestimmter Dienstposten frei ist- den man für eine Beförderung haben will/muss- und dann sitzt man halt da.

Da sitzen dann halt mitunter auch Menschen, die besser im Bauamt oder in der Abfallwirtschaft gesessen hätten. Gerade in Behörden gilt der Spruch: Gib einer Maus Macht und sie wird zur Ratte.

Es wird von Seiten der JÄ nicht mit offenen Karten gespielt, jedenfalls nicht immer- weder in Richtung LE noch in Richtung PE.

Man muß sich auch vor Augen halten, dass man mit der Unterschrift unter den Antrag auf Hilfe zur Erziehung dem JA die Möglichkeit einräumt, eine "in Absprache mit mir und meinem Kind geeignete Hilfe zur Erziehung " auszuwählen.
Und wehrt man sich gegen bestimmte Maßnahmen, wird einem das sehr häufig als "mangelnde Mitarbeit" ausgelegt.
Dagegen dann anzugehen, also SOFORT einen Anwalt einzuschalten und eine Eilentscheidung vor Gericht anzustreben, das schafft nicht jeder.

Es ist auch schwierig, wenn man teilweise nicht mal ganz versteht, WAS man da unterschreibt- als LE.



Geschrieben von Braun am 15.08.2014 um 18:42:

 

Fischli,in dem Punkt gebe ich Dir vollkommen Recht,Jugendämter brauchen eine Fachaufsicht.
Aber man sollte nicht Äpfel mit Birnen verwechseln.
Es geht in diesem Antrag darum,Kindern mehr Rechte einzuräumen und nicht um die Entscheidungsfreiheit von Jugendämtern,auch nicht um die sogenannte Herdprämie.
Es geht darum,Kindern Gehör zu verschaffen,gewachsene Bindungen nicht zu zerstören.
Es geht hier darum,dass Kinder nach Jahren in PF wieder zurück in ihre HF sollen.Weil zum Beispiel eine LM wieder geheiratet hat und sich nach Jahren endlich stabilisiert hat (oder auch nicht) und nun das Kind zurück will.Nur bleibt für die Kinder die Zeit dazwischen nicht stehen,sie gehen Bindungen ein,bauen Beziehungen auf,haben Freunde,vertraute Menschen um sich und sollen da herausgerissen werden,weil ein Angehöriger nun endlich meint,es jetzt zu packen mit dem Kind.
Es sollte wie Sasa bereits schrieb,eine Zeitgrenze für so etwas geben.
Meine PT ist nun 14 Jahre bei mir(sie ist 14 ,5 J.) und hat ihrer LM,nachdem ich ihr einen Umzug freigestellt habe,erklärt,dass sie hier bleiben möchte bis sie 19 ist.
Sie hatte die Wahl und hat eine Entscheidung getroffen.
Die LM akzeptiert das,ich denke,sie ist sogar etwas froh darüber. großes Grinsen
Aber was wenn ein Kind auf gar keinen Fall seine PF verlieren möchte,die HF und diverse Anwälte und Richter das aber anders sehen.
Weil Blut dicker als Wasser ist.
Ich liebe diese Argumentation!Kommt in den Komentaren auch vor.
Mit einer gesetzlichen Regelung,bis zu welchem Zeitpunkt ein Rückführungsantrag gestellt werden darf,hätten alle Seiten Klarheit.
In anderen Ländern geht das doch auch.



Geschrieben von Sasa am 15.08.2014 um 20:03:

 

Richtig. Man muß nicht soweit gehen wie in den USA, wo meines Wissens nach einem gewissen Zeitablauf aus einer Pflege automatisch eine ADO werden kann- auch gegen den Willen der PE.

Aber eine Umkehr der bisherigen Lage- nicht die PE müssen quasi "belegen", dass eine Rückführung des Kindes dem Kind schadet, sondern die LE müssen "beweisen können", dass zum Kind tatsächlich eine Bindung besteht, dass eine Rückführung dem Kindeswohl dient und ihm nicht schadet- das wäre gut.



Geschrieben von Kiddy am 16.08.2014 um 16:32:

 

Hallo zusammen,

hat jemand den Spiegel und könnte mir den Bericht einscannen? Bei uns ist er leider vergriffen.

DANKE!

LG

Kiddy



Geschrieben von raubtierbaendiger am 16.08.2014 um 17:14:

 

@Kiddy: du hast 'ne PN!



Geschrieben von Monserat am 17.08.2014 um 10:25:

 

Zitat:
Original von Sasa
Richtig. Man muß nicht soweit gehen wie in den USA, wo meines Wissens nach einem gewissen Zeitablauf aus einer Pflege automatisch eine ADO werden kann- auch gegen den Willen der PE.


Das mag der einzig positive Grund sein, das amerikanische Pflegewesen zu erwähnen - ansonsten ist es ja wohl eher *abschaffenswert* !

LG Monserat



Geschrieben von nberger am 16.03.2015 um 19:06:

 

Hallo zusammen,

mich würde einmal interessieren, ob jemand zu diesem Thema etwas neues gehört hat.


Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH