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Geschrieben von supersara40 am 08.06.2012 um 11:59:

  Artikel im Hamburger Abendblatt

Hallo,

heute ist im Hamburger Abendblatt ein Artikel über ein Pflegekind erschienen. Über dieses Kind wurde bereits in der Panorama- Sendung am 6.3.12 berichtet. Kann jemand den Artikel hier einstellen ? Ich kenne mich da überhaupt nicht aus, fände es aber toll, wenn möglichst viele Menschen den Artike lesen.

Liebe Grüße

supersara



Geschrieben von mama.s73 am 08.06.2012 um 12:57:

 

meinst du diese ??

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=8&ved=0CGUQFjAH&url=http%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fhamburg%2Farticle2300916%2FIm-Namen-des-Volkes-auf-Kosten-des-Kindes.html&ei=AEsxUtu3M4LoswbWqYHoAw&usg=AFQjCNGeVeOvTDGcd1Vli9O4NFpQ_TwO-Q

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=8&ved=0CGUQFjAH&url=http%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fhamburg%2Farticle116233074%2FPflegeeltern-verlieren-den-Kampf-um-Dennis.html&ei=AEsxUtu3M4LoswbWqYHoAw&usg=AFQjCNGeVeOvTDGcd1Vli9O4NFpQ_TwO-Q



Geschrieben von Wes-Wz am 08.06.2012 um 13:17:

 

Ich hab den Link dazu gefunden.
Ich hoffe ich darf den Link hier so posten.



http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/media/panorama395
1.html


Liebe Grüße Wes-Wz



Geschrieben von leasingmama am 08.06.2012 um 13:20:

 

Im Namen des Volkes, auf Kosten des Kindes

Hamburg. Vor fünfeinhalb Jahren nahmen Anna und Peter Schneider den vier Monate alten Dennis in Pflege. Er war in Hamburg im Kinderschutzhaus, seine drogenkranke Mutter hatte ihn nach der Geburt im Krankenhaus zurückgelassen. Damals hatte der Staat ein Problem. Und die Schneiders waren die Lösung. Jetzt sind sie das Problem. Der Staat hat sie finanziell ruiniert und ihnen das Kind weggenommen. Die Dokumentation eines Skandals.

Manchmal hat Anna Schneider, 49, einfach keine Kraft mehr. Dann lässt sie ihren Tränen freien Lauf. Ihr Mann Peter, 48, legt ihr in solchen Momenten immer wieder die Hand auf den Rücken, streichelt sie sanft und sagt: "Irgendwie schaffen wir das schon." Dann sitzen sie stumm in ihrem Wohnzimmer. Im Kinderzimmer schläft Dennis. Der kleine blonde Junge ist seit fünfeinhalb Jahren bei den Schneiders.

So sollte diese Geschichte eigentlich beginnen.

Anna und Peter Schneider haben es nicht geschafft. Dennis schläft nicht mehr in seinem Kinderzimmer. Nur die Tränen von Anna Schneider sind geblieben.

....

Weiterlesen, Quelle und Rechte: http://mobil.abendblatt.de/hamburg/article2300916/Im-Namen-des-Volkes-auf-Kosten-des-Kindes.html?emvcc=-3



Geschrieben von Aveline am 08.06.2012 um 13:56:

 

Es ist wirklich unfassbar und kann einem ganz schön Angst machen... traurig

Lg
von
Aveline



Geschrieben von stefan am 08.06.2012 um 14:39:

 

Hier wird deutlich, dass nicht das Kindeswohl im Vordergrund steht sondern das Elternrecht durchgepeitscht wird. Ungeachtet der Belastungen der PE, wird hier auch noch ein Kind durch Behörden und Richter zerstört. Dies grenzt an schwere Körperverletzung und sollte von den Strafbehörden entsprechend so behandelt werden. Aber dies wird nicht passieren in unserem lieben Land, wo eine Krähe der anderen nichts tun wird.

Stefan



Geschrieben von ergosr am 08.06.2012 um 16:27:

 

Leider passieren solche Ergebnisse der Sparzwänge plus Entscheidungsmonopole der Jugendämter jederzeit und überall in Deutschland. Mir sind zur Zeit aktuelle Fälle in zwei ostdeutschen Bundesländern bekannt. Kinder von jetzt auf gleich raus aus der (wirklich liebevollen und kompetenten) Pflegefamilie in ein Kleinstheim...ohne Infos an die geschockten PE, wo die Kinder sich momentan aufhalten.

In beiden Fällen ist Rechtsanwalt (aus unserer Liste) dran...Ausgang ungewiss.

Da muss einem Angst und Bange werden. Schreck



Geschrieben von molly42 am 08.06.2012 um 18:15:

 

Mir stockte beim Lesen des Artikels der Atem !!!
Wo - um Himmels Willen - leben wir eigentlich ???

Schreck Schreck Schreck Schreck Schreck Schreck Schreck Schreck Schreck Schreck Schreck Schreck Schreck Schreck Schreck Schreck



Geschrieben von Fraenkin am 08.06.2012 um 18:20:

 

Zitat:
Original von ergosr
Leider passieren solche Ergebnisse der Sparzwänge plus Entscheidungsmonopole der Jugendämter jederzeit und überall in Deutschland. Mir sind zur Zeit aktuelle Fälle in zwei ostdeutschen Bundesländern bekannt. Kinder von jetzt auf gleich raus aus der (wirklich liebevollen und kompetenten) Pflegefamilie in ein Kleinstheim...ohne Infos an die geschockten PE, wo die Kinder sich momentan aufhalten.

In beiden Fällen ist Rechtsanwalt (aus unserer Liste) dran...Ausgang ungewiss.

Da muss einem Angst und Bange werden. Schreck



Kostet denn ein Heimplatz nicht ein Vielfaches mehr als eine Pflegefamilie? verwirrt



Geschrieben von ergosr am 08.06.2012 um 18:31:

 

Zitat:
Original von Fraenkin
Zitat:
Original von ergosr
Leider passieren solche Ergebnisse der Sparzwänge plus Entscheidungsmonopole der Jugendämter jederzeit und überall in Deutschland. Mir sind zur Zeit aktuelle Fälle in zwei ostdeutschen Bundesländern bekannt. Kinder von jetzt auf gleich raus aus der (wirklich liebevollen und kompetenten) Pflegefamilie in ein Kleinstheim...ohne Infos an die geschockten PE, wo die Kinder sich momentan aufhalten.

In beiden Fällen ist Rechtsanwalt (aus unserer Liste) dran...Ausgang ungewiss.

Da muss einem Angst und Bange werden. Schreck



Kostet denn ein Heimplatz nicht ein Vielfaches mehr als eine Pflegefamilie? verwirrt


Recht hast Du, aber wenn Pflegeeltern kompetenter sind als die betreuende Fallbearbeiterin und sich dann noch "wagen", Anträge zu stellen, Forderungen für ihr Pflegekind durchzusetzen...also wehrhaft sind im Interesse des Kindeswohls, dann zählen Kosten erst mal nicht. Da geht es um Fehlerkultur und Vertuschen von Inkompetenzen und Fehlentscheidungen (also kleben am Schreibtisch ist wichtiger als Kindeswohl) regauf regauf regauf



Geschrieben von Fraenkin am 08.06.2012 um 18:53:

 

....in dem Fall halte ich es für wünschenswert, dass möglichst viel Publizität entsteht und sich der Druck auf die Entscheidungsträger massiv erhöht.

Es ist ja noch gar nicht so lange her, dass "Hamburg" durch die Medien gegeistert ist im Bezug auf das dortige Kinder- und Jugendhilfesystem.

Tendenziell bin ich eher kein Befürworter von "publicity" (wir sind selbst schon mal aus einem Projekt ausgestiegen, weil die Medien viel manipulieren, so dass es möglichst sensationell wird), aber in dem Fall bin ich absolut dafür, dass diese schlimme Geschichte so publik gemacht wird wie nur irgend möglich.



Geschrieben von Ulti am 08.06.2012 um 19:41:

 

Der nächste Fall wird in der zeitung nicht lange auf sich warten lassen, das kann ich euch schon sagen, wenn es genauso weiterläuft, wie die Richtung eingeleitet wurde..
Das ist eine Sache, wo ein Kind vllt. mit dem heutigen Tage in der Zeitung gestanden hätte, weil tot, da JA zugeschaut hat. Und ich sage zugeschaut, weil die wirklich Bescheid wussten u. nichts getan haben.
Allerdings kamen durch den Hinweis einer PM -den Foren sei Dank- die richtigen Leute rein, die wiederum andere Beteiligte aufklärten, was ihnen alles verschwiegen wurde.
HIer spielte ein JA Russisch Roulette mit dem Leben eines Kindes, das bei der LM lebte. Warum auch immer.
Der Fall von Ergosr ist wiederum ein Fall, wo es PE trifft, weil JA auf die linke Tour Fakten schafft, um PE aus dem Rennen zu bringen.
In beiden Fällen trifft es die Kinder als letztes u. schwächstes Glied in der Kette.
Und mir schwillt der Kamm immer mehr über das, was ich die letzte Zeit -alleine die zwei Wochen nach Camp- verstärkt erlebe.
Sagt jetzt nicht wieder, ich sehe alles schwarz. Es ist alles schwarz, wenn sich Leute in solchen Fällen an mich wenden.
Es ist frustrierend, wie sich die Fälle in letzter Zeit häufen. Ich hoffe sehr, dass es nur eine Phase ist u. es wieder ruhiger wird.
Aber all das bringt uns hoffentlich dem Kontrollorgan über JÄ näher, weil wir mehr als genug Beispiele über JA-Willkür -egal ob sie Kindern schaden, weil sie nichts tun oder weil sie Unsinniges tun- zur Verfügung haben.
Ich hoffe sehr, dass es von Brandenburg aus einen Flächenbrand nach ganz Deutschland gibt mit den Stellen, an die man sich dann wenden kann.



Geschrieben von ergosr am 08.06.2012 um 19:59:

 

Zitat:
Original von Ulti
Der nächste Fall wird in der zeitung nicht lange auf sich warten lassen, das kann ich euch schon sagen, wenn es genauso weiterläuft, wie die Richtung eingeleitet wurde..
Das ist eine Sache, wo ein Kind vllt. mit dem heutigen Tage in der Zeitung gestanden hätte, weil tot, da JA zugeschaut hat. Und ich sage zugeschaut, weil die wirklich Bescheid wussten u. nichts getan haben.
Allerdings kamen durch den Hinweis einer PM -den Foren sei Dank- die richtigen Leute rein, die wiederum andere Beteiligte aufklärten, was ihnen alles verschwiegen wurde.
HIer spielte ein JA Russisch Roulette mit dem Leben eines Kindes, das bei der LM lebte. Warum auch immer.
Der Fall von Ergosr ist wiederum ein Fall, wo es PE trifft, weil JA auf die linke Tour Fakten schafft, um PE aus dem Rennen zu bringen.
In beiden Fällen trifft es die Kinder als letztes u. schwächstes Glied in der Kette.
Und mir schwillt der Kamm immer mehr über das, was ich die letzte Zeit -alleine die zwei Wochen nach Camp- verstärkt erlebe.
Sagt jetzt nicht wieder, ich sehe alles schwarz. Es ist alles schwarz, wenn sich Leute in solchen Fällen an mich wenden.
Es ist frustrierend, wie sich die Fälle in letzter Zeit häufen. Ich hoffe sehr, dass es nur eine Phase ist u. es wieder ruhiger wird.
Aber all das bringt uns hoffentlich dem Kontrollorgan über JÄ näher, weil wir mehr als genug Beispiele über JA-Willkür -egal ob sie Kindern schaden, weil sie nichts tun oder weil sie Unsinniges tun- zur Verfügung haben.
Ich hoffe sehr, dass es von Brandenburg aus einen Flächenbrand nach ganz Deutschland gibt mit den Stellen, an die man sich dann wenden kann.


Daumen
Da werde ich mich richtig reinknien - versprochen. Und mit @ulti und dem ganzen Forum als Fachberater kann ja auch nix schief gehen, oder?
Daumen
PS: Sag mal Ulti: Wie vielen Kindern hast Du eigentlich schon das Leben gerettet??? Gibt es nicht auch eine Fernsehaktion, die "Helden des Alltags" heißt? Wein



Geschrieben von Toetensen am 08.06.2012 um 20:05:

 

Zitat:
Original von Fraenkin

Es ist ja noch gar nicht so lange her, dass "Hamburg" durch die Medien gegeistert ist im Bezug auf das dortige Kinder- und Jugendhilfesystem.



... Nur eine kleine Erläuterung: Dieser Vorgang hat sich nicht in der Stadt Hamburg zugetragen, sondern im Landkreis Harburg beim Amtsgericht in Winsen an der Luhe (Niedersachsen). 86/SGB VIII sei "Dank".

Inhaltlich würde ich Deinen Post ansonsten voll unterstützen.

LG tö.



Geschrieben von leasingmama am 08.06.2012 um 20:28:

 

Zitat:
Original von ergosr

Recht hast Du, aber wenn Pflegeeltern kompetenter sind als die betreuende Fallbearbeiterin und sich dann noch "wagen", Anträge zu stellen, Forderungen für ihr Pflegekind durchzusetzen...also wehrhaft sind im Interesse des Kindeswohls, dann zählen Kosten erst mal nicht. Da geht es um Fehlerkultur und Vertuschen von Inkompetenzen und Fehlentscheidungen (also kleben am Schreibtisch ist wichtiger als Kindeswohl) regauf regauf regauf



So ist es Daumen



Geschrieben von funcake am 08.06.2012 um 20:48:

  RE: Artikel im Hamburger Abendblatt

Aber das ist nicht der Junge aus der NDR/WDR Reportage,die vor einigen Wochen lief,oder??


Schrecklich Schreck Schreck



Geschrieben von Ulti am 08.06.2012 um 21:06:

 

Doch , das ist der Junge aus
"Panorama - Die Reporter"

Die PE gaben den Jungen ab u. dann erfuhren sie, dass der GA eine Aussetzung der BK für besser hielt, bis das GA abgeschlossen ist.
Die PE hätten nur noch ein bisschen warten müssen.

Aber was man mit denen gemacht hat ist ja wohl die Oberschweinerei. Mit Geldstrafen gezwungen, das Kind auszuliefern.
Wo leben wir hier eigentlich?
Warum bringt man die Kinder nicht gleich um, statt sie langsam psychisch zu töten u. die PE noch obendrein? regauf regauf
Es ist unfassbar, was hier in Deutschland passiert.



Geschrieben von briddi am 08.06.2012 um 21:31:

 

Ich glaube, dass wir für alles was wir im Leben tun, irgendwann die Quittung bekommen......ich hoffe, dass dieser Richter, und alle die an dieser Kindesmisshandlung beteiligt waren, eine hohe "Rechnung" bezahlen müssen!!!!! ....und ich bin bestimmt kein Mensch, der anderen etwas Schlechtes gönnt traurig Das es so ein "Geflecht" in unserem System überhaupt geben kann, ist unfassbar.....
LG briddi



Geschrieben von felihno am 08.06.2012 um 21:38:

 

Gibt es denn eine chance, dass die PE den Jungen nochmal zurückbekommen ? Sie wollen die Abgabe ja selbst rückgängig machen....mensch, man kann doch das PK jetzt nicht im Heim lassen...

Liebe Grüße felihno



Geschrieben von felihno am 08.06.2012 um 21:43:

 

Zitat:
eine hohe "Rechnung" bezahlen müssen!!!!!


leider habe ich solche Illusionen nicht mehr. Und es muss ja auch gar kein "Geflecht" zwischen Gericht und JA gegeben haben. Es gibt einfach auch schlechte Richter. Frustrierte Richter. Richter die keine Lust haben. Richter, die sauer sind, weil sie nicht befördert wurden. Richter, die zu arrogant sind, um zugeben zu können, dass sie einen Fehler gemacht haben und diesen Fehler dann korrigieren können. Und diesen Richtern ist man dann in der Tat hilflos ausgeliefert, wie in Kafkasw "Prozess". Dass dann die zweite Instanz sagt, das Ordnungsgeld ist ein klein wenig zu hoch, wir setzen es mal um ein Drittel runter, ist nur noch Hohn ....

Liebe Grüße felihno



Geschrieben von briddi am 08.06.2012 um 22:12:

 

Zitat:
Original von felihno
Zitat:
eine hohe "Rechnung" bezahlen müssen!!!!!


leider habe ich solche Illusionen nicht mehr.
Na, so weit liegen wir Zwei ja nicht auseinander Augenzwinkern Manchmal dauert es, aber....meistens hab ich es so erlebt. Und es muss ja auch gar kein "Geflecht" zwischen Gericht und JA gegeben haben. Es gibt einfach auch schlechte Richter. Frustrierte Richter. Richter die keine Lust haben. Richter, die sauer sind, weil sie nicht befördert wurden. Richter, die zu arrogant sind, um zugeben zu können, dass sie einen Fehler gemacht haben und diesen Fehler dann korrigieren können. Und diesen Richtern ist man dann in der Tat hilflos ausgeliefert, wie in Kafkasw "Prozess". Dass dann die zweite Instanz sagt, das Ordnungsgeld ist ein klein wenig zu hoch, wir setzen es mal um ein Drittel runter, ist nur noch Hohn ....

Liebe Grüße felihno


Mit "Geflecht" meine ich das Zusammenspiel dieser unfähigen Entscheidungsträger, nicht unbedingt, dass sie unter "einer Decke stecken". Ich glaube, bei diesem Richter triffst Du mit Deiner Beschreibung "mitten in´s Schwarze" böse Obwohl, da auch der "Antrag auf Befangenheit" ohne Erfolg war, gehen meine Gedanken in Richtung "Klüngelei" und "Vetternwirtschaft" regauf
LG briddi



Geschrieben von Ulti am 08.06.2012 um 22:24:

 

Soweit ich weiß, war das JA Urheber der Probleme u. fand einen Richter, der die Meinung des JA's höher ansiedelte, als die Erfahrungen der Menschen, die mit diesem Kind tagtäglich leben.
Auch Richter sind durch JÄ manipulierbar. Alles nur Menschen.
Alleine der Antrag des JA's, das Kind aus der Familie zu nehmen -Juli 11- zeigt deutlich, wo der Hase im Pfeffer liegt.
Immer u. immer wieder erlebe ich es, dass JÄ nicht hinter dem Kind stehen, weil das zuviel Arbeit macht.
Kind aus der Familie raus, PE mundtot gemacht - fertig.

Ich glaube kaum, dass das Kind jetzt nochmal zurück kommt. Da müsste der Richter schon A... in der Hose haben u. gegen das JA entscheiden, denen der Heimaufenthalt des Kindes sicher mehr entgegen kommt, als renitente PE, die sich für das Kind einsetzen.
Zumal die PE jetzt eine schlechtere Position haben, weil sie das Kind selbst abgegeben haben. Der Grund ist für die Beteiligten unrelevant, nur das Ergebnis zählt. Und das ist sehr positiv für das JA. Hat es sein Ziel doch erreicht.
Gefügigkeit des Kindes durch Verlust des Schutzes durch die PE.
Den Wutsmilie, den ich hier setzen möchte, gibt es nicht. Der müsste noch erfunden werden.



Geschrieben von briddi am 09.06.2012 um 01:31:

 

Ich schließe mich ulti´s Meinung an...und hoffe!!! auf die Rechnung traurig
LG briddi



Geschrieben von Bibichanoum am 09.06.2012 um 09:21:

 

Vielleicht kommt doch noch Bewegung in den Fall:

Hamburg. Das Justizdrama um das Hamburger Pflegekind Dennis schlägt hohe Wellen. Nun wird sich das Justizministerium von Niedersachsen mit dem Fall beschäftigen, über den das Abendblatt am Freitag berichtet hat.

Fünfeinhalb Jahre lebte der Junge, der mit vier Monaten aus einem Kinderschutzhaus in Hamburg zu den Pflegeeltern gekommen war, bei Anna und Peter Schneider (alle Namen geändert) in Winsen. Eine jahrelange juristische Auseinandersetzung mit dem leiblichen Vater und der Großmutter um eine Umgangsregelung hat die Pflegeeltern an ihre körperlichen und finanziellen Grenzen geführt. Das Jugendamt in Winsen hatte bereits 2011 einen Herausnahmebeschluss für Dennis aus der Pflegefamilie gestellt. Vom Amtsgericht Winsen wurden die Schneiders mit Strafgeldern bedrängt, weil sie mit Rücksicht auf Dennis' Gesundheit unbegleitete Besuchskontakte verweigert hatten. Auf die hatte der Junge stets mit massiven Essstörungen reagiert.

Vor drei Wochen kam Dennis ins Heim. Die Pflegeeltern hatten das Jugendamt gebeten, ihn abzuholen, um ihm weitere seelische Qualen zu ersparen. Ein Akt der Verzweiflung. "Man hat uns so lange traktiert, bis wir nicht mehr konnten", sagt Peter Schneider.

...


http://www.abendblatt.de/region/niedersachsen/article2301973/Kann-der-Justizminister-Pflegekind-Dennis-helfen.html



Geschrieben von Fraenkin am 09.06.2012 um 10:49:

 

Als ich noch in der Menschenrechtsbewegung aktiv war, gab es "Urgent Actions".
D.h. wenn das Wohl eines Menschen durch staatliche Willkür nachweislich gefährdet war, haben wir uns zusammengetan und in Massen (!) Briefe an die entsprechenden Ministerien geschickt, um Antworten zu bekommen.

Theoretisch könnte man das in dem Fall auch machen:
Briefe formulieren, seine Sorge um das Wohl des Kindes zum Ausdruck bringen und immer wieder auch nach dem gesundheitlichen und psychischen Zustand des Kindes fragen.

Wichtig aber wäre bei so einer Aktion eine sachliche (!) Formulierung und auf keinen Fall irgendwelche "Kampfansagen".


Erfahrungsgemäß kann (kann - muss nicht!) so eine Aktion zumindest das nach sich ziehen, dass die entsprechende Behörde bzw. das Justizministerium massiveren Druck bekommt, um Rede und Antwort zu stehen.
Es kann nicht ignoriert werden, wenn -zig Briefe/Emails eingehen.

Selbst wenn keine Antwort kommt, spüren die Behörden/das Justizministerium, dass starkes öffentliches Interesse vorhanden ist, das nichts mit "sensationsgierigen" Zuschauern vor dem Bildschirm zu tun hat, sondern dass das Interesse von besorgten Personen aus geht.


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