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Geschrieben von Reica am 15.10.2010 um 07:01:

  Achtfache Mutter verlor Sorgerecht für alle Kinder

Achtfache Mutter verlor Sorgerecht für alle Kinder
Jugendamt sieht Kindeswohl gefährdet – 32-Jährige fordert eine neue Chance


Vor wenigen Tagen ist Kirsten L.* Mutter geworden. Zum achten Mal. Schon vor der Geburt wurde ihr das Sorgerecht für Niklas* entzogen. Auch die übrigen sieben Kinder leben nicht bei ihr und ihrem Mann. Das Jugendamt sieht das Kindeswohl gefährdet.

Kirsten L. versteht die Welt nicht mehr: "Ich habe doch alle Auflagen erfüllt, die mir gemacht wurden." Aus einer Mappe zieht sie die Nachweise: Schwangeren- und Familienberatung bei der Caritas, Elternkursus, Familienhebamme, Sozialpsychiatrischer Dienst des Gesundheitsamtes – sie hat sich um alles gekümmert. "Menschen ändern sich. Ich habe mich geändert", beteuert die 32-Jährige.

Vor zwei Jahren, als ihr für Tochter Mayleen* das Sorgerecht kurz vor der Geburt entzogen wurde, habe sie sich geschworen: Sollte sie noch einmal schwanger werden, werde sie alles richtig machen. Damals gab es ein großes Drama, in ihrer Verzweiflung hatte die junge Mutter sogar gedroht, das Neugeborene zu töten, wenn man versuchen sollte, es ihr wegzunehmen – das geht aus einem Schreiben des Oberlandesgerichts Celle hervor. Die Nerven der Mutter lagen blank – so sehr, dass sie kurzfristig sogar im Landeskrankenhaus behandelt werden musste.

Das Gericht befand anschließend: "Um ein gutes Gedeihen und gesundes Aufwachsen des Kindes zu ermöglichen, ist die Trennung von den Eltern dringend erforderlich." Die Vergangenheit habe gezeigt, dass selbst ein hoher Aufwand an Hilfe und Unterstützung nicht davor geschützt habe, dass "die Kinder stark vernachlässigt wurden".

Um den neugeborenen Niklas, den sie die ersten Tage im Krankenhaus gestillt und gewickelt hat, will die Peinerin kämpfen. Ihr Anwalt hat Beschwerde beim Oberlandesgericht eingereicht. Argument: "Die Voraussetzungen für die Entziehung des Sorgerechts liegen nicht vor." Die Mutter habe "das Erforderliche getan, um ihre Erziehungskompetenz zu stärken". Die stille Hoffnung von Kirsten L.: Wenn sie allen zeigen könnte, dass sie Niklas eine gute Mutter ist – vielleicht bekäme sie dann auch das Sorgerecht für die anderen Kinder zurück.

Zwei ihrer Kinder leben in Pflegefamilien, die übrigen fünf – zu denen Kirsten L. und ihr Mann regelmäßig Kontakt haben – in sozialen Einrichtungen, darunter auch solche für Kinder mit sozialem und emotionalem Förderbedarf. Auch von diesen Einrichtungen legt Kirsten L. Bescheinigungen vor, in einer heißt es: "Nach den Tagesbesuchen macht Leonie* einen äußerst entspannten und fröhlichen Eindruck. Sie fährt sehr gerne zu ihren Eltern und möchte auch gerne irgendwann wieder dort übernachten dürfen."

Monika Steinebrunner-Fabian, Fachdienstleiterin des Jugendamtes..........



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