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Geschrieben von Rocotech am 27.03.2009 um 13:30:

  Lebenslange Freiheitsstrafe für Eltern

Der Fall Jacqueline

Heute gab es eine neue Entwicklung im Fall der verhungerten Jacqueline:

Hier der Link zur entsprechenden Nachricht:

http://www.n-tv.de/1127867.html

Die Eltern müssen nun für ihre Misshandlung an der kleinen Jacqueline eine lebenslange Freiheitsstrafe antreten.

Das ist endlich einmal eine Strafe, die von vielen ganz bestimmt als gerecht angesehen wird.

LG
Horst
(Rocotech)



Geschrieben von Legata am 27.03.2009 um 13:34:

 

Gibt es für das Leiden und den Tod des Kindes eine Strafe die gerecht wäre?

Viele Grüße Legata



Geschrieben von kleene_paula am 27.03.2009 um 13:43:

 

nein, legata. dafür gibts keine gerechte Strafe. Dennoch ist dieses Urteil doch mal ein vernünftiges Signal.
Die LM unseres PS, die wirklich beide Kinder immer wieder schwer mißhandelt hat bekam 1 Jahr auf Bewährung Schreck und das fand ich schier unglaublich.



Geschrieben von Kalle am 27.03.2009 um 14:24:

 

Für immer weg damit, denn wir bezahlen alle dafür, obwohl unsere Steuergelder besser angebracht wären!! regauf

Kinderrechte in das Grundgesetz!!! Mosch Mosch

LG
Kalle



Geschrieben von Irina am 27.03.2009 um 17:34:

 

noch ein Bericht über das Urteil:

Lebenslang für Jaquelines Eltern

Guido und Judith H. ließen ihre Tochter qualvoll verhungern. Ein früheres Urteil gegen sie wurde kassiert, weil es zu mild war. Jetzt müssen die Eltern lebenslang ins Gefängnis.


Die Eltern der verhungerten 14 Monate alten Jacqueline aus Nordhessen sind am Freitag vom Landgericht Gießen zu lebenslangen Haftstrafen wegen Mordes verurteilt worden. Im ersten Prozess vor dem Landgericht Marburg war die Mutter zu acht Jahren Haft wegen Totschlags und Misshandlung Schutzbefohlener und ihr Ehemann zu drei Jahren und drei Monaten wegen Körperverletzung und fahrlässiger Tötung verurteilt worden; der Bundesgerichtshof hatte die Entscheidung aufgehoben.

Jacqueline war am 24. März 2007 verdurstet und verhungert. Bei seinem Tod hatte das Mädchen nur noch sechs Kilogramm gewogen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes und Kindesmisshandlung gefordert. Die Eltern hätten das kleine Mädchen vorsätzlich verhungern und verdursten lassen. Die Verteidigung hatte bei der Mutter auf Totschlag und beim Vater auf fahrlässige Tötung plädiert.

Detailliert beschrieb Staatsanwältin Yvonne Vockert während des Prozesses nochmals den Leidensweg des Kindes. Ab Januar 2007 habe sich die Mutter kaum noch um ihr Kind gekümmert. Ab dem 4. März 2007 habe Jacqueline keine Nahrung mehr erhalten. Hunger und Durst hätten dem Kind extreme Schmerzen bereitet. Die Haut sei mehr und mehr eingefallen, die Haare seien ergraut wie bei einem alten Menschen.

Guido H.: „Es tut mir leid“

Der Vater habe die Situation erkannt, sei aber nicht bereit gewesen, etwas für seine Tochter zu tun, sagte Vockert. Beide Eltern hätten den absehbaren Tod ihrer Tochter billigend in Kauf genommen. Der Vater Guido H. verbarg während der Plädoyers sein Gesicht in den Händen. Die Mutter Judith H. verdeckte ihr Gesicht mit den Haaren. „Es tut mir leid, was geschehen ist“, hatte Guido H. in seinem Schlusswort nach den Plädoyers gesagt: „Aber ich kann es leider nicht mehr rückgängig machen.“ Jacquelines Mutter verzichtete auf eine Äußerung.

Die Zuschauer im Verhandlungssaal in Gießen nahmen die Entscheidung mit Beifall auf. Der Prozess war bereits im Januar 2008 vor dem Landgericht Marburg verhandelt worden. Damals war die Mutter wegen Totschlags durch Unterlassen und Misshandlung Schutzbefohlener zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteilt worden. Der Vater erhielt drei Jahre und drei Monate wegen fahrlässiger Tötung und vorsätzlicher Körperverletzung.

Quelle: http://www.focus.de/panorama/welt/hungertod-lebenslang-fuer-jaquelines-eltern_aid_384597.html



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