Pflegeeltern.de (http://www.pflegeeltern.de/index.php)
- Das schwarze Brett (http://www.pflegeeltern.de/board.php?boardid=1)
-- Medien (http://www.pflegeeltern.de/board.php?boardid=3)
--- Plötzlich steht das Jugendamt an der Tür (http://www.pflegeeltern.de/thread.php?threadid=13146)


Geschrieben von peutetre am 27.02.2008 um 08:05:

Lampe Plötzlich steht das Jugendamt an der Tür

Blaue Flecken und ein schlimmer Verdacht - Familie werden zwei Kleinkinder entzogen

Ein einschneidendes Erlebnis hat ein junges Paar zu verarbeiten. Das Jugendamt entzog den unverheirateten Wormsern vor Weihnachten beide Kinder, weil der Verdacht bestand, der Mann habe dem Jungen Gewalt angetan. Das Familiengericht schickt die Kinder jetzt zurück: nach fast drei Monaten.


"Eines Abends stand das Jugendamt völlig überraschend vor unserer Tür. Ich sollte einige Sachen zusammenpacken, mich von meinem Partner trennen und zunächst einmal woanders schlafen, im Frauenhaus oder bei meiner Schwägerin." "Zwischen Tür und Angel" will Vanessa M. (Name geändert, Red.) von dem schrecklichen Verdacht erfahren haben, ihr Freund, der nicht der Vater der Kinder ist, misshandele ihren vierjährigen Sohn. Der kleine Junge trage häufiger blaue Flecken am Körper und habe mehrfach geäußert, Angst vor Vanessa M.´s Partner zu haben. Dies alles habe der Kindergarten dokumentiert und ans Jugendamt weitergegeben, erfuhr die "völlig entsetzte" Mutter von den beiden Behördenvertretern.

Wie die 29-Jährige der WZ weiter berichtete, habe man sich dann darauf verständigt, dass sie mit ihrem 39-jährigen Freund Helmut T. (Name geändert, Red.) am nächsten Tag mit ihren beiden Kindern - dem vierjährigen Sohn und der dreijährigen Tochter - zum Jugendamt kommen solle. "Weil wir aber so ein komisches Gefühl hatten, sind wir zunächst alleine hingefahren", berichtet die attraktive junge Frau, "haben uns aber einen schrecklichen Anpfiff eingefangen." Die Eltern ihres Partners, wohin sie die beiden Kinder hingebracht hatten, mussten sie sofort ins Jugendamt nachbringen. Danach habe man die Kinder weggeführt und an einem unbekannten Ort untergebracht.

Anschließend versuchten Vanessa M. und Helmut T., die Vorwürfe zu widerlegen. Die blauen Flecken am Körper des kleinen Jungen erklärten sie mit dessen Tollpatschigkeit. Bei seinen Erzählungen über angebliche Gewalttaten habe der Vierjährige wahrscheinlich seinen leiblichen Vater gemeint, nicht Helmut T., der aber den gleichen Vornamen trage, fügen sie hinzu. Vanessa M. und dessen Eltern betonen, dass Helmut T. ein "liebevoller Familienmensch" sei, der noch nie Kinder geschlagen habe. Der Beschuldigte legt eidesstattliche Erklärungen seiner beiden Ex-Frauen, mit denen er fünf Kinder hat, sowie von Verwandten und Nachbarn vor. "Ich hätte genauso gut gegen die Wand reden können, die hatten ihre vorgefasste Meinung", lässt Helmut T. kein gutes Haar an den Jugendamtsvertretern. Beide werfen Behörde und Kindergartenteam vor, mit haltlosen Vorwürfen zu argumentieren und vorher nie das Gespräch mit ihnen gesucht zu haben. "Dabei hätte das Jugendamt jederzeit zu uns kommen können, wir haben nichts zu verbergen."

Christine Ripier-Kramer, Bereichsleiterin Soziales, Jugend und Wohnen bei der Stadt, sieht sich aus rechtlichen Gründen nicht in der Lage, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Sie versichert allerdings, dass Entscheidungen dieser Tragweite niemals ungeprüft, nie alleine und ohne Einschaltung des Familiengerichts getroffen würden. "Das gilt generell." Und das Familiengericht hat nun gute Nachrichten für die Familie.

Von Anfang an eingeschaltet in den vermeintlichen Missbrauchsfall bei Vanessa M.´s Sohn war Familienrichter Joachim Decker. Er hat das vom Jugendamt initiierte Verfahren geführt. "Die beiden Kinder wurden zuletzt in Anwesenheit eines Kinderpsychologen vernommen. Der Anfangsverdacht hat sich nicht bestätigt. Ein Rest Unsicherheit bleibt, aber das ist juristisch nicht relevant. Die Kinder dürfen wieder zurück zu ihrer Mutter", teilte der überaus erfahrene Familienrichter, der diesen Job schon seit 1981 macht, jetzt gegenüber der WZ mit. Die Staatsanwaltschaft werde das Verfahren einstellen.

Ist das Jugendamt also tatsächlich übers Ziel hinausgeschossen, haben die Beamten übereifrig, ohne ausreichende Prüfung und gesicherten rechtlichen Hintergrund gehandelt, wie von Vanessa M. und Helmut T. behauptet? Diesem Vorwurf widerspricht Decker ganz entschieden. "Das Jugendamt hat wahrlich Besseres zu tun, als Kinder mit dem Lasso einzufangen", unterstreicht er Integrität und Seriosität der dortigen Beamten.

Bevor die Jugendamts-Mitarbeiter handeln konnten, habe es eine Vorbesprechung mit ihm gegeben. Dabei hätten belastende Unterlagen und Dokumente des Kindergartens vorgelegen. "Auf Bildern waren Verletzungen dokumentiert, die den Anfangsverdacht auf Kindesmisshandlung nahe legten und Gefahr für Leib und Leben der Kinder befürchten ließen", begründet Decker, warum Jugendamt und Familienrichter in diesem Fall überhaupt keine andere Wahl hatten, als "die Kinder da erst einmal rauszunehmen".

Dabei sei alles streng nach den Buchstaben des Gesetzes zugegangen, versichert Decker. Auf Antrag des Jugendamtes habe er der Behörde das vorläufige Aufenthaltsbestimmungsrecht übertragen und die Akte an die Staatsanwaltschaft geschickt. Die Kinder seien danach in ein Heim eingewiesen worden. "Die Mutter hätte die Kinder behalten dürfen, wenn sie bereit gewesen wäre, sich bis zur Klärung aller Vorwürfe von ihrem Partner zu trennen. Das wollte sie aber nicht", erläuterte Decker gegenüber der WZ. Er habe der Mutter auch nicht das Sorgerecht entzogen, sondern das Jugendamt lediglich vorübergehend als Pfleger eingesetzt. "Die Mutter durfte ihre Kinder auch sehen", versichert Decker.

Entscheidend sei dann die Vernehmung der Kinder gewesen, bei der ein Kinderpsychologe mit dabei war. Weil sich dabei keine Hinweise für Gewaltakte hätten finden lassen, sei das Verfahren eingestellt worden. Dazwischen lag ein Vierteljahr, in dem die Kinder von ihrer leiblichen Mutter getrennt waren. Eine lange Zeit, das sieht auch Joachim Decker als nachteilig an. "Natürlich war hier jeder Tag zuviel. Aber wie wollen Sie´s anders regeln? Wir in Worms sind mit das schnellste Gericht in Rheinland-Pfalz, unterliegen aber vielen Zwängen", weiß Decker und nennt unterbesetzte Jugendämter, unter Druck stehende Staatsanwaltschaften und rechtliche Vorgaben als Gründe für längere Verfahrenszeiten.

Nach diesen Ereignissen sei es für die Betroffenen schwer, wieder Tritt zu fassen und zu einem normalen Leben zurückzufinden. Auch dessen ist sich der Familienrichter sehr wohl bewusst. "Wir dürfen nicht Gott spielen", lautet Deckers Maxime, "wir sind nur Wächter. Aber wenn Gefahr für ein Kind bestehen könnte, dann müssen wir handeln. Das war auch in diesem Fall so. Deshalb ist hier niemandem ein Vorwurf zu machen."



Quelle: http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=3178229



Geschrieben von susann am 27.02.2008 um 08:09:

 

Ein Alptraum



Was ich allerdings nicht verstehe: Warum ging das Paar erst alleine zum Jugendamt?
Schon komisch, oder?



Geschrieben von Silvie am 27.02.2008 um 08:17:

 

Furchtbar.......


...aber ohne Grund wendet sich kein Kindergarten an das JA. Und ob blaue Flecken von Schlägen oder "Tolpatschigkeit" stammen, kann man durchaus unterscheiden.

Hoffentlich hält der KiGa und das JA weiterhin die Augen offen.....



Geschrieben von Mappa am 27.02.2008 um 09:12:

 

Hallo @

oh doch, es gibt auch immer übereifrige Erzieherinnen, hatten mal den Fall in München, da erzählte ein 4 j. der mit meinen Sohn in den KIKA ging das der Papa gestern mit ihnen nackt gebadet hat, Papa hat einen großen Schnidelwutz so einen bekommt er auch mal wenn er groß ist.........................??
und dann hat Papa bei der Babyschwester noch die Pipi mit Creme eingeschmiert und Baby hat geweint?

Kommt euch das bekannt vor, hat das euer Mann auch schon getan, mit beiden
Kinder gebadet und dann das Baby gewickelt.





















oder hat euer Mann seinen Sohn sein errigiertes Glied gezeigt und am Baby rumgefummelt.............

Ja was nun??

Dort lief auch die ganze JA Maschine an und mein Mann hat nicht mehr mit seinen Sohn gebadet, auch diese Fotos mit Papa in Wanne hat man unterlassen und nicht nur wir sondern fast alle Eltern der Gruppe.

Jahre später noch wenn GöGa ein Kind gewickelt hat kam das Gespräch auf die Familie YX und er sagte oft, wenn das nun jemand sieht verwirrt

oder kann sich noch jemand an die 5linge von München erinnern, die Mutter starb bei der Geburt, auch diesen Vater, zeigte eine Nachbarin an weil man als Mann DA nicht hinlangt, bitte wie macht man ein Mädchen dann sauber??

Ehrlich ich möchte so was nicht entscheiden , und das sie die Kinder zuhause ließen versteh ich, schau in die Zeitung, das ließt man doch ständig, oder?

Aber sie hatten Glück und einen guten Richter, und das die Familie weiter beobachtet wird ist auch gut.

Mein 6er hat momentan auch alles voller Striemen und blauen Flecken und ein offenes Kinn , ist vom Baum gefallen. geschockt

Hoffentlich hab ich eine verständnisvolle Lehrein.

LG Mappa



Geschrieben von Braun am 27.02.2008 um 12:33:

 

Was ich absolut nicht verstehen kann,wieso hat sich die LM geweigert,bei den Kindern zu bleiben.
Man hat ihr doch die Moeglichkeit eingeraeumt,ihre Kinder in dieser fuer sie doch sehr verwirrenden Situation zu begleiten.
Aber mal davon abgesehen ist es mir lieber,wenn das JA einmal ueberreagiert,als im Ernstfall blind und taub zu sein.



Geschrieben von duhner am 27.02.2008 um 12:44:

 

.................
ein Beispiel bei uns: Zwerg konnte Bewegungen nicht koordiniert einsetzen, d.h. er kletterte auf den Stuhl und fiel andere Seite wieder runter, er kann nur eins, nämlich fallen, sich aber nicht dabei abstützen, er übersieht Stufen und bekommt mindestens 1x die Woche die Kurve nicht im KiGa, und kommt mit Beulen, blutender Nase oder sogar Veilchen nach Hause.
Jeden Vorfall maile ich dem JA, weil: man kann ja nie wissen, wie die o.g. Schreiber(innen) bereits schrieben.

LG
leona



Geschrieben von suri am 27.02.2008 um 13:28:

 

Ganz ehrlich:
ich finde es total mies, wie hier den Eltern und vor allem den Kindern mitgespielt wurde!

Warum um Himmels Willen wurde nicht erst mal mit den Eltern gesprochen durch den KiGa??? Warum (wenn ich schon vermute, dass die Kinder geschlagen werden) bitte wurde dann nicht erst mal Hilfe angeboten? Und dann, wenn die Eltern nicht darauf eingehen, kann ich immer noch das JuA zu Hilfe rufen- aber doch nicht einfach so????

Warum die Mutter allerdings lieber bei ihrem Partner als bei ihren Kindern geblieben ist.....das versteh ich nicht verwirrt Der Mann hätte weniger Schaden genommen wenn er mal 3 Monate seine Frau nicht gesehen hätte als die Kinder.

LG;
Suri



Geschrieben von Ulti am 27.02.2008 um 13:44:

 

tja, warum hat sich die Mutter nicht mal von ihrem LG getrennt.

Man stelle sich mal selbst in der Situation vor.
Hin- u. her gerissen zwischen Kinder u. wenn ich mich jetzt ad hoc von LG trenne, sieht es nicht so aus, als würde es stimmen, was die behaupten??

In der momentanen Situation hätte ich auch nicht den Kopf rational zu denken.
Allerdings käme spätestens am nächsten Tag die Entscheidung. Aber man weiß ja nicht, wie und von wem die Leute dann beraten wurden.

Die Vorgehensweise des JA finde ich so auch nicht i.O. Da gibt es wesentlich akutere Fälle, wo erst einmal nichts gemacht wird u. gehofft, dass sich alles durch Gespräche klärt u. die Eltern geläutert werden. Für mich stimmt da die Relation nicht.
Und wehe dem, der übereifrige Erzieherinnen, Lehrer, Ärzte oder sonst was hat.

Haltet euch vor Augen, dass das jederzeit JEDEM -auch uns- passieren könnte u. wie man ja schon im Forum lesen konnte, schon passiert ist.

Schlimm nur, dass es dann immer Kinder am härtesten trifft.



Geschrieben von riwi am 27.02.2008 um 20:08:

 

Hallo,

meine LT hatte mal eine Klassenkameradin, die ständig mit blauen Flecken und Striemen in die Schule kam. Den Lehrern ist das aufgefallen. Die haben das Kind befragt. Kind hat behauptet zu Hause von Mutter geschlagen zu werden. Schule hat JA informiert. Die haben Kontrolliert. Familie war offensichtlich in Ordnung. Eines Tages kam LT nach Hause und erzählt dass besagtes Mädchen auf der Intensivstation liegt. Kurz darauf kam Anruf vom JA ob ich eine 15jährige nach dem Krankenhaus aufnehmen wollte. Es war dieses Mädchen. Sie war bei uns bis sie 18 war.

Also lieber einmal zu viel geschaut, als zuwenig. Denn meist muss erst was schlimmes passieren bevor jemand reagiert.

Gruß Rita



Geschrieben von suri am 27.02.2008 um 20:13:

 

Einmal zu viel ein Kind "unschuldiger" Eltern rausgerissen aus der Familie ist GENAUSO schlimm und grausam, wie ein Kind nicht rauszuholen aus einer mishandelden Familie.
Beides macht Kinder kaputt!

Oder würdest du es in Ordnung finden, wenn morgen jemand vom JuA bei dir steht und sagt, die Kindergärtnerin hat erzählt dein Kind hat oft blaue Flecken, das nehmen wir jetzt erst mal mit- reden können wir dann in drei Monaten drüber Schreck

Schlimmer FAll und wohl der Alptraum aller Eltern. Stell dir vor, jeder, der dir was böses will ruft beim Jua an und die holen erst mal die Kinder weg. Kanns doch auch nicht sein.

Suri


Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH